Dienstagmorgen ging's los zum Diamond Head, den Walk da hinauf machen. Ich dachte, ich wäre früh. War aber nicht so. Der Parkplatz direkt am Aufstieg war schon komplett voll. Ja, so schnell passt man sich den den amerikanischen Gegebenheiten an - kein Weg zu viel.
Musste dann relativ weit unten parken und erstmal zum Eingang laufen. Auf der anderen Seite: 5 $ gespart. War auch schon gut heiß und auf dem Weg nach oben gab's so gut wie keinen Schatten. Aber ich hatte auch Glück - die 100 Kosmetikschüler-Japaner (mit Kussmund-Gruppenshirt) waren schon auf dem Rückweg. Nichtsdestotrotz war der Weg hoch ziemlich überlaufen - tja, ist ja auch der einzige offizielle Walk auf Oahu. War auch relativ stufenlastig. Kondition lässt grüßen. Von unten.
Die schwarzen Punkte sind im Übrigen Surfer:
I did it:
Danach hab ich ne Zeitlang Schlange in der Post gestanden (die wollen über nen Euro für ne Postkarte nach Europa, die spinnen, die Amis) und dann Lunch im Hard Rock Café (so richtig "original" kann man in Waikiki nicht wirklich essen), was irgendwie auch Frühstück war. Dann war es schon Zeit gen Kailua zu fahren, wo ich ein Zimmer über Airbnb gebucht hatte (letztlich war das aber ganz schön teuer, aber gut, man lernt nie aus).
Vorher bin ich aber noch den Tantalus Drive hochgefahren, die Straße mit den "schönsten Ausblicken in ganz Honolulu". Joah, wenn man die ganzen Bäume wegdeckt. Nee, eigentlich war es doch ganz schön....
Entlang des Weges gibt es Möglichkeiten zu kleinen Wanderungen. Bin ich aber nur kurz reingelaufen, weil da oben niemand war und ich da so ganz alleine irgendwann die Muffen gekriegt habt...
Kurzer Stopp beim Nuuanu Pali Lookout. Der Blick von den steil abfallenden Klippen (diese Arten von Klippen wird als Pali bezeichnet) ist auf die Ostküste mit den Orten Kailua und Kaneohe gerichtet. Hier soll im Jahre 1795 die letzte Schlacht zwischen Hawaiianern stattgefunden haben. Aber das wisst ihr ja schon. Als die Verteidiger von Oahu erkennen mussten, dass sie gegen die Truppen von Kamehameha I. keine Chance mehr hatten, stürzten sie sich teilweise selbst in die Tiefe. Nightwalker. Weisste Bescheid.
Die Studis in dem Haus, wo das Zimmer zum Übernachten war, waren echt ganz nett. Kenny hat mir auch sehr zuvorkommend den Weg zum Strand aufgemalt. War auch wichtig, denn auch hier gibt es wenige Zugänge zum Strand (Kailua Beach), der Rest sind private Straßen und Bereiche. Das nervt bissi. Insbesondere, wenn man auch noch nen Parkplatz suchen muss...
Hier hab ich rumgelegen, gelesen, war im Wasser - sehr entspannt. Dann bin ich, wie empfohlen, bis Lanikai Beach gelaufen (beide Strände zählen zu den schönsten Stränden der gesamten Inselkette - zumindest werden sie immer wieder zu den schönsten der Nation gewählt). Knapp eine Stunde hin und wieder zurück. Das hatte was ungemein Meditatives.
Auf dem Rückweg hab ich dann zufällig noch nen Thai gefunden - das war echt megalecker. Getränke gab's, wie so oft, aber nicht. Ging aber, wie immer, superschnell. Lange dinieren is hier nicht....
Morgens bin ich dann los zum Pillboxes Hike. Den sollte man eigentlich zum Sonnenaufgang machen. Aber mal ehrlich, 5 Uhr aufstehen? Auf gar keinen Fall! (Ist ja Urlaub und so - das muss ich ja nicht wiederholen) Beim Parkplatzsuchen wurde ich erstmal schräg angeguckt - der Aufstieg war nämlich schon in einem privaten Wohngebiet.
Auch hier war einiges los - ist nix mit "alleine die Natur genießen"... Von wegen "Geheimtipp". So steht das bestimmt in jedem Reiseführer dieser Erde.
Jedenfalls hat man da eine großartige Aussicht - Südseepanorama deluxe.
Ok, die Alte steht da bissi im Weg....
Das find ich einen grandiosen Schnappschuss (da muss ich mich mal selber loben)...
Kommunikation all over the place..
Kommunikation all over the place..
Frühstück gab's im Hawaiian Island Café, wo mir der Vater der Besitzerin einen geflochtenen Haarreif geschenkt hat (ok, allen Ladies im Laden... aber so gefällt mir die Geschichte besser), an den man dann Blumenblüten "andocken" kann.
Danach bin ich Richtung Hanauma Bay gefahren. Hier soll man sehr gut schnorcheln können. Ist natürlich auch einer der beliebtesten Spots auf der Insel. Daher auch hier: Parkplatz voll.. Aaaaaaaaaaaaaahh!!! Das mit der Anlage von ausreichend Parkmöglichkeiten haben die hier einfach nicht drauf. Am Arsch der Heide geparkt, in der Mittagshitze bergauf-bergab zur Bay gelaufen, mich in die Schlange gestellt. Und dann: Nix. WOT? Strand geschlossen, alle müssen weg. Ich weiß nicht, ob das mit der Glocke beim Tempel so richtig geklappt hat. Aber zumindest das obligatorische Postkarten-Foto hab ich gemacht...
Also, ich wieder zurück zum Auto. Dann eben zum Strand beim War Memorial. Gelernt: Parken am Hydranten nicht erlaubt. Habe immer genug Quarter in der Tasche für die Parkuhr. Hatte ich natürlich nicht - also erstmal eine überflüssige Kaufaktivität getätigt und dann ab zum Schwimmen.
Also hab ich halt ein bisschen in der Museumsbibliothek gestöbert und bin dann wieder in die Stadt gefahren. Beim Tanken hab ich mich angestellt wie der letzte Mensch (musste zweimal die Tankdame belästigen). War noch mit Walid zum Dinner im Outrigger Reef-Shorebird verabredet war, wo man sein Essen an einem Riesengrill selber grillen konnte. Das hab ich auch erstmal nicht gefunden, weil es zwei Outrigger in Waikiki gibt. Ich war natürlich am falschen. War ja klar. War echt lecker. Und der Lava Flow geht auch in alkoholfrei.
Der Flug von Hawaii nach Las Vegas war nur 5 Stunden lang - diesmal ganz und gar ohne Umsonst-Entertainment. Und proppevoll war er auch. Na ja, man kann nicht alles haben....
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