Sonntag, 3. April 2011

Fraser Island ODER Brisbane in 30 Minuten ODER Schon wieder nach Hause????

Der Tag stand leider im Zeichen des Endlos-Fahrens (von Rockhampton nach Hervey Bay). Mein Sonnenbrand war darüber wohl aber ganz erfreut.

Haben das YHA auch fast auf Anhieb gefunden. Voll die schöne Anlage - und diesmal gab's sogar nen Twin :)) (obwohl der Mann an der Rezeption doch noch mal nachgefragt hat, ob wir nicht ein Pärchen seien). Sind dann in der prallen Sonne gen Marina gelaufen (was meine pinke Haut nicht ganz so toll fand), da gab's aber nicht wirklich was zu sehen, also haben wir ins Auto gesetzt (Klimaanlage!!! Scheiß auf Umwelt :))) - auf der Suche nach einer schönen Strandpromenade. Die haben wir leider nicht gefunden, stattdessen haben wir nur in einer Pizzeria was gegessen. Schnell noch Wasser und Obst im Einkaufszentrum gekauft - da hätten die uns fast schon nicht mehr reingelassen (die machen um halb sechs (!!!) zu - Samstags übrigens früher als sonntags - hmhm... muss man mal drüber nachdenken).

Statt Pool dann Rumhängen im Gemeinschaftsbereich. Nachdem ich den Typ an der Bar als Deutschen identifiziert hatte, kam ich in den Genuss des "Magic-Bierglas". Das füllt sich immer von alleine - ohne da was zu bezahlen. Großartige Erfindung :))). Insgesamt waren wir ne 5köpfige deutsche Runde. Dem kann man einfach nicht entgehen....

Am nächsten Tag war Tagesausflug zu Fraser Island geplant. Mit der Fähre ging's rüber und dann ab in den 4 WD-Bus. War leider so ne richtig, richtig Torui-Busfahrt (mit 51 Leuten), wo alle gleichzeitig an den jeweiligen Spots aussteigen und man sich daher ständig auf die Füße tritt. Inklusive Lunchbuffet-Abfertigung in einem Hotel. Hihi.

Der 1. Stopp war an der Central Station im Regenwald, wo unser Guide uns ein bisschen über die Flora & Fauna erzählt hat. John (der Guide) oder JR hat uns dann auf dem Weg zum Resort erstmal seine ganze Lebens- und Arbeitsgeschichte erzählt (angefangen von seinem Urur-Großvater, der aus Irland emigriert ist - weisste Bescheid).  Nach dem Resort ging's los auf den 70 Mile-Beach, der ein ausgewiesener Highway mit Straßenschildern ist.
 
 
Dort gab's dann das volle Touri-Programm, raus aus'm Bus, rein in den Bus, Fotos am Shipwreck, Fotos an den bunten Sanddünen (heilige Stätten der Aborigine) und an Eli's Creek.

 
   
An Eli's Creek konnte man durch das superklare Wasser in den Wald waten (oder es auch lassen ;-)). Hier zeigt sich mal wieder, wie schnell sich eine gute Fotoidee durchsetzen kann - Feriha hat angefangen und alle haben's nachgemacht.


Dann ging's zurück zum Resort - Mittagessen fassen. Bin natürlich volle Kanne im Bus eingenickt und mit dem Kopf ständig gegen die Scheibe gedotzt. Läuft.....
 
Kurz bevor wir wieder los sind, gab's nen Riesen-Wolkenbruch. Und dabei wäre nun der Schwimmstopp bei Lake MacKenzie dran gewesen. Und da Programm Programm ist, ging's da auch hin. Standen dann im wahrsten Sinne bedröppelt bei den Toiletten und konnten uns nicht entscheiden, ob wir jetzt doch runterlaufen oder nicht. Letztlich haben wir uns in die Bikinis geschmissen und sind runtergelaufen. Nass ist nass. Zumindest konnten wir die trockenen Sachen im Bus lassen, so dass wir zumindest ein paar trockene Sachen hatten. Gut auch, dass es bei jedem noch so kleinen Einkauf Plastiktüten gibt.

Und das war dann auch schon der gesamte Ausflug. Irgendwie enttäuschend. Hätten wir uns schon mehr von erhofft, aber da spielten wohl Wetterlage und Tourform in Kombination die ausschlaggebende Rolle (anscheinend soll "Unique Fraser" mit eigenem Auto oder eine kleine (intime) Tour besser sein - so die Stimmen, die wir am Abend im Hostel eingefangen haben).
Einkaufen, heiß duschen und dann ewig auf den Spiiitzen-Burger des Chefkochs Matze warten. Das dazugehörige Salatbuffet war natürlich schon leergeräumt, aber dann hab ich so lange rumgequengelt bis ich noch ne Schüssel überbackener Nachos abgestaubt hat. Ja, manchmal ist die "Ich bin ein Mädchen-gib mir was aus"-Nummer doch ganz gut. Haben bis zur Schließzeit rumgesessen, gequatscht und viel Rum-Cola getrunken; Matze hat es allerdings mit seiner Musikauswahl nicht geschafft, Feriha zum Tanzen auf dem Tisch zu kriegen....

Sind dann nach Brisbane (ca. 270 km) gefahren. Insbesondere der Weg in die Stadt hat sich etwas gezogen, so dass uns nur wenig Zeit blieb, die Stadt zu erkunden. Nichtsdesotrotz glaube ich, haben wir dann doch einiges gesehen. Tanken hätten wir nur fast vergessen :)
 
  
     

Im Flugzeug war an Schlafen nicht zu denken, da ein angetrunkener Australier (Ilja, mit voll der Eiterbeule am Arm - kam gerade irgendwo aus Asien) bei uns in der Reihe saß. Haben zwar relativ deutlich signalisiert, dass wir keinen Bock hatten mit ihm zu reden. Haben wir dann trotzdem irgendwie gemacht, aber trotzdem hat er uns vorgeworfen wir seien arrogant und so. Und dann hat er noch Rotwein über sich gegossen und uns gefragt, ob wir denn in Australien ausreichend mit Jungs was angefangen hätten. Na ja, irgendwann sind wir dann in Sydney gelandet.

Da fuhr dann leider kein Shuttlebus mehr, also hieß es wieder Airlink-Bahn zum Hauptbahnhof (an dem auch unser YHA lag). Max hat uns dort abgeholt, was voll nett war (Abgeholtwerden im Allgemeinen ist ganz schön toll). Haben uns noch kurz umgezogen und sind dann mit ihm zum Essen. Mir ist entfallen, ob wir dann noch woanders waren.... (was darauf hindeuten könnte, dass das tatsächlich so war).
Am nächsten Tag sind wir noch ein bisschen durch die Stadt getigert. Haben in The Rocks noch ein bisschen Geld gelassen, waren noch mal bei Darling Harbor. Dann mussten wir auch zurück, das Ferihas Flieger etwas früher ging als meiner. Bin allerdings nicht so in Tränen ausgebrochen wie das Mädel von dem Kerl, der bei Feriha im Bus saß (Mann, Mann, Mann)
 
Hab dann noch meine eingeschlossenen Sachen (Laptop und so) geholt, Taschen final gepackt, ein letztes Mal ins Internet (mit diversen fehlgeschlagenen Versuchen, meine Bordkarte auszudrucken) und dann mit dem Bus zum Flughafen.

Insofern hieß es dann nur noch: http://www.youtube.com/watch?v=sHTLGQ9cAwE (clever auch, wenn man nen Videoclip in Facebook einstellt, den die nur in Australien sehen können, hehe)

War wirklich ein sehr schöner Urlaub. Vielen Dank, Feriha, für die überaus angenehme und stressfreie Urlaubsbegleitung.

Samstag, 2. April 2011

"Segeln" macht Spaß ODER fetter Sonnenbrand, die 3.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, den Parkautomaten zu füttern (natürlich hatten wir uns den ausgesucht, der nur Kleingeld nahm, dann aber letztlich da geparkt, wo man auch hätte mit Karte zahlen können; ja, wir haben's drauf, dat sach ich dir), haben wir am Eincheckpunkt auf unseren Skipper gewartet (und schon Angst gehabt, wir würden das Boot mit vielen aufgebrezelten (Titten gemachten) österreichischen Tussen teilen - war aber gott sei Dank nicht so). Unser Trupp war letztlich aber ganz nett: 2 Engländerinnen, die auch explizit kein Partyboot wollten (Job gekündigt - jetzt erstmal 6 Monate in der Welt unterwegs - auch nicht sooo schlecht), 2 Chinesen (die sind eben überall), 4 Schweizer Mädels (die aber wat komisch waren, noch sehr jung) und 2 Holländer (sehr nett). Skipper war Connor (wenn der keinen Hautkrebs hat(te), dann weiß ich es net) und Rob war das Mädchen für alles (Kochen, Andocken, Abspülen, etc.). Bis es losging, war uns schon megamäßig heiß - um viertel vor neun brannte die Sonne schon wie zur allerbesten Mittagshitze. Haben dann auf dem Boot gesessen, Buch gelesen. Entspannend. Leider gab's da leider nirgendwo Schatten - hab zwar alles angelassen, aber mir trotzdem die Unterarme verbrannt.

 
 

 

Ich hab mich eingemummelt vor der Sonne - hier der Beweis:
 


Dann sollten irgendwann die Segel gehisst werden - wir hatten ja auch nen Segeltörn gebucht (es gibt tatsächlich Leute, die klagen so was ein; wenn nicht wenigstens einmal die Segel gehisst werden - verrückt...). Allerdings war fast überhaupt kein Wind, was auch den ganzen Törn über so bleiben sollte, insofern war das auch das letzte und einzige Mal, dass die Segel ausgepackt wurden. Soviel zum Segel(!)-Ausflug. Rob hat sich dann Feriha & mich als Freiwillige ausgesucht - mein Gott, war das schwer, die Teilen ach oben zu kriegen. Gutes Workout :))
Nach ner Stunde "So tun als ob" wurden die Segel wieder eingeholt und wir haben Whitehaven Beach angesteuert (vorher gab's noch Lunch - Salat, Hähnchen und Kartoffelsalat - der Rob, der kann's).
 
 



Das war mega-super-schön - türkisfarbenes Wasser und weißter Strand. Toll. Toll. Toll. Der Outlook wie auf ner Postkarte. Dann ging's runter zum Strand (war zwar nicht DER Whitehaven Beach, aber man darf da nicht so kleinlich sein); sind über Steine zu diesem kleineren Strandabschnitt geklettert. Das hatte uns Connor empfohlen (der war dann auch da); sind in die Stingersuits geklettert und waren baden. Von weitem haben wir auch zwei Schildkröten aus dem Wasser lugen sehen. Noch ein paar "Model"-Fotos und dann mussten wir weiter.
  
  


Den ersten Schnorchelspot haben wir dann ausgelassen, weil das Wasser zu aufgewühlt war und wir so eh nichts wirklich sehen hätten können. Sind noch ein bisschen auf offener See getrieben um den Sonnenuntergang zu sehen. Leider war er nicht so vollendet schön, weil da Wolken im Wege waren. Man konnte in der Ferne auch ein Gewitter sehen - ziemlich beeindruckend.
 
Haben dann in einer Bucht (über Nacht) geankert (auf der angeblich wilde Ziegen leben, die sich mal bei einem Schiffbruch raufgerettet hätten; am Ende der Buch gibt's auch Aborigine-Höhlenmalereien; Connor hat da wohl mal 2 Wochen mit seinem Boot verbracht). Dann war "Chillen" and Deck und Warten auf einen Duschtimeslot angesagt und dann gab's lecker Abendessen (Beef Stroganoff mit Reis und gedünstetem Gemüse). Haben auf Deck gegessen, Bierchen getrunken und Sterne geguckt. Die waren gigantisch schön. Zwei Sternschnuppen ("shooting stars") waren auch noch im Angebot. Da kann man echt nicht meckern. Auch sehr ramontisch. Beim nächsten Mal dann vielleicht.........

Sind dann (wohl früh - irgendwie verliert man da doch das Zeitgefühl) in die Kajüte.Allerdings hat man, nicht nur wegen der Beengheit - erstaunlich übrigens, was man alles in so einem Boot alles unterbringen kann - das Gefühl gehabt, zu ersticken, weil da überhaupt keine Luft drin war. Insofern haben wir die Tür zum "Salon/Küche" offen gelassen. Soviel zur teuer erkauften Privatkabine. Außerdem hatte man auch das Gefühl, dass die Toilettenpumpe direkt neben unserer Kabine war. - so hatten wir was von jedem Klogang.
Haben das Fenster aufgelassen, allerdings fing es nachts total an zu regnen und es hat (trotz vermeintlich geschlossenem Fenster) auch auf unsere Klamotten geregnet. Summa summarum war die Nacht jetzt nicht wirklich erholsam - bin daher final um 6.30 Uhr aufgestanden. Da hat es immer noch wie aus Eimern geregnet und draußen war es überall so grau, dass man nicht mehr daran dachte, dass es eventuell noch besser werden könnte.
 
Nichtsdestotroz haben wir uns dann auf den Weg zum ersten Schnorchelstopp des Tages (Nora Inlet)  gemacht. Irgendwann hat auch der Regen aufgehört - aber viel angenehmer, wenn die Sonne sich ein wenig hinter den Wolken verstekct. Der Spot war ziemlich cool. Den Stingersuit haben wir einfach angelassen und sind zum zweiten Stopp (Blue Pearl Bay) gefarhen. Da war die Visibilität (6 m) super, da waren auch noch andere Taucher unterwegs. Sind mit und in Fischschwärmen geschwommen - die sind einem fast gegen die Maske geschwommen. Und so viele bunte Varianten. Das war supertoll.
Und Elvis & Priscilla haben wir auch gesehen - das sind so große, gräuliche Fische, die dort "wohnen". Bei einer kurzen Über-Wasserflächen-Pause haben wir mitgehört, dass der Tag wohl seit Wochen der mit der besten Sichtbarkeit ware. Cool, wa. Lucky us.

Bis zum nächsten (Lunch-/Sandwich-)Stopp (Longford Island) lagen wir an Deck - ich im Schatten (dachte ich); bin dann auch mal gut weggeknackt.
Dementsprechend hatte ich wohl mehr Sonne als gedacht :(( Am Strand haben wir eigentlich nur rumgelegen - alle waren irgendwie total geschafft. Sind dann langesam wieder gen Airlie Beach getuckert.
Im Hafen angekommen hat es von jetzt auf gleich aus allen Rohren angefangen zu regnen (gut, besser im Hafen als auf dem Trip selbst).
Jedenfalls waren wir bis auf die Haut nass. Und das dauerte auch erstmal bis wir aus den nassen und kalten Klamotten rauskamen (an ner Tankstelle). Und die Strecke war auch einfach superanstrengend zu fahren, weil es einfach dermaßen geträscht hat. Hab noch nie so viel Regen so andauernd gesehen. War ich dann aber doch froh, dass wir so nen fetten Wagen hatten.

Die Strecke war auch mal wieder supereintönig, nur unterbrochen durch die diversen Varianten des "Bitte überleben Sie die Fahrt"-Claims. Hier eine kleine Auswahl (übrigens scheinen sich Alliterationen und Reime anzubieten):
- Arrive alive
- Survive this drive
- Rest or R.I.P.
- Break the drive. Stay Alive.
- Stop. Revive. Survive.

Gegen halb elf sind wir dann in Rockhampton (losgefahren sind wir so um halb fünf, inkl. Pizzaholstop (Feriha kann man auch einfach mal "rrrarrha" nennen, warum nicht?!)) angekommen. Haben das YHA nicht direkt gefunden und sind noch ein bisschen rumgecruist. Allerdings mussten wir den armen YHA-Betreiber rausklingeln, weil wir keinen Safecode bekommen hatten. Schnell noch duschen - die Haut ist mittlerweile pinky-and-the-brain-mäßig rot. Und tat auch weh. Verdammte Scheiße!

Ansonsten:
  • Neue 3 P's gelernt: Pee, Pooh, Paper (fürs Klo; sonst kommt da nix rein)
  • bin "pretty enough" um auf dem Boot zu bleiben und zu putzen (vielen Dank, Jungs!)
  • Tauchlehrer scheinen in der Ausbildung immer dieselben Witze zu lernen - Maske nicht zu eng machen, sonst gibt's Abdrücke und alle lachen über dich (harrharrharr)
  • Die Schilder mit "Daddy, how long still to go?" sind nur bedingt hilfreich, wenn sie nicht beantwortet werden; genau wie ein einziges Rätsel (welches ist der höchste Berg in Queensland?) für die gesamte Strecke