Donnerstag, 30. September 2010

September 2010

Der Monat begann direkt mit einem Comedy-Highlight. Es war mal wieder Nightwash-Zeit. Diesmal mit TV-Aufzeichnung (Folgen gibt's hier: http://www.einsfestival.de/sendungen/nightwash.jsp, zumindest bei der Folge mit Ole Lehmann, Konrad Stöckel und Helmut Sanftenschneider waren wir dabei. Die Nummer von Konrad Stöckel war echt ekelhaft - das sah von nah so verdammt echt aus. Als ob da wirklich Eingeweide vor dir liegen. Iiiih. Sollten Selinchen und ich auf dem Video sein, kann man das garantiert ziemlich gut an unseren Gesichtern ablesen. Und angeblich wusste die Zuschauerin wirklich von nichts. Hätte der mein Top durchgeschnitten, da wär was los gewesen, mein Freund!

Freitagabends ging's ab Richtung Gardasee. Bzw. erstmal Landung in Mailand/Malpensa (der Flughafen, der am weitesten weg vom Gardasee liegt :D). Dann Mietwagen holen und in der einbrechenden Dunkelheit an den nördlichsten Teil des Gardasees, nach Riva del Garda, in unser Feriendomizil gefahren. Unser Auto war auch ein lustiges "Oma-Auto", viel Platz nach oben, aber so richtig verstellen konnte man die Sitze auch nicht...Da wir erst ziemlich spät angekommen sind, waren wir echt kaputt und müde. Da half es nicht gerade, dass wir uns in den engen Gassen Rivas mal total verfahren haben (danke, liebes Navi!). Und zwar so verfahren, dass wir irgendwann in einer Gasse standen, durch die wir nicht mehr weiterkonnten und Steffi dann bravoröus im Rückwärtsgang die kurvige, enge Straße zurücknavigieren musste. Uiuiuiui. Ich hätte wahrscheinlich schon wie Rumpelstilzchen entnervt das Handtuch geworfen und wäre in Tränen ausgebrochen. Man kann es sich vorstellen... Dann hatten wir endlich einen (teuren) bezahlten Parkplatz gefunden, den auch schon bezahlt (der war auch noch ein bissel vom Appartement entfernt), dann meinte unser Vermieter wir könnten umsonst (!!!) die Tiefgarage nutzen. Daher hat er uns noch schnell genötigt mit ihm zusammen zur Tiefgarage zu fahren (obwohl wir wirklich GAR KEINEN Bock hatten). Na ja. Das Appartement war von der Einrichtung so medium gemütlich, aber praktisch und fast alles (bis auf Wasserkocher und Mikrowelle) drin. Leider hatte es keinen Balkon. Darauf hätten wir bei unser Kurzfrist-Buchungsaktion wohl bestehen müssen.. Auf jeden Fall besteht Riva zu 60% aus Ferienwohnungen, wer da also mal hinwill, sollte da unter Garantie das Richtige finden.


     
Unser Appartement
 

   

Ansichten von Riva
 
Piazza 3 Novembre
 

Lustigerweise braucht man hier (also generell am Gardasee) kein Wort Englisch oder Italienisch sprechen. Keine Ahnung wie, aber die sprechen einen SOFORT auf Deutsch an. Die Speisekarten sind natürlich auch alle auf Deutsch. Was mich nur immer ärgert ist, dass man sich da mal überhaupt keine Mühe gibt, die Speisekarten in der fremden Sprache richtig und ordentlich zu übersetzen. Kann doch nicht so schwer sein, einfach mal einen Touristen anzuhauen, ob er mal drübergucken kann und dem dafür dann ne Pizza zu spendieren... Damit hab ich wohl auch die Urlaubsesslücke überhaupt entdeckt. Werd ich demnächst mal ausprobieren ;-)

   
Einmal bei etwas schlechterem Wetter
Wahrzeichen ist der leicht schiefe Torre Apponale, ein 34 m hoher Uhrturm aus dem Jahre 1220, der über dem Hafen von Riva aufragt 


Einmal bei Sonnenschein
 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Rocca di Riva, eine Stadtburg, die ganz von Wasser umgeben ist und auf das 12. Jahrhundert zurückgeht.

 

 
Nä, wat schön....
 





1. Tag ODER Ab auf die Leiter(n) 
Der Weg führte uns erstmal zur Bastione und dann Richtung Kapelle. Steffi hatte beim letzten Urlaub diesen Klettersteig schonmal alleine gemacht. Reschpekt muss ich sagen.


 

 wunderbarer Blick auf Riva del Garda



 

Die Bastione
   

Irgendwann waren wir auf der Einstiegswiese angekommen und haben unser Equipment angelegt. Sieht sehr professionell aus. Ich hatte aber, ehrlich gesagt, keine Ahnung. It’s all about the looks :), sag ich da nur.
  
Hier ging's los nach oben....
 Kleini im Berg (noch am Anfang)
 
   

Irgendwann waren wir an dem spannenden Teil des Klettersteigs angekommen – es ging auf Leitern senkrecht den Fels hinauf. Das war super. Ein bisschen Herzflattern hatte ich aber schon. Und die Ausblicke. Die waren fantastisch!!! Prädikat für diesen Klettersteig: Absolut empfehlenswert!!!







 
Hauptsache die Kamera fällt nicht runter :)


    

Via dell'Amicizia (Cima SAT, 1276m)
Routencharakter: Klettersteig mittlerer Schwierigkeit; Schlüsselstelle der Route ist eine 40m hohe, senkrechte Route. Insgesamt langer und steiler ostseitiger Anstieg (6 Std.)
Im Jahr 1972 wurde die "Via dell'Amicizia" eröffente, ein Jubiläumsgeschenk des Trentiner Alpenclubs an die Bergsteigergemeinde. Dass die Ferrata so gut angekommen ist, liegt natürlich an einem faszinierenden Landschaftsrahmen, aber auch am spektakulären Verlauf der Route. Die schier endlos langen Leitern der "Amicizia" dürften mittlerweile berühmt in der Klettersteigler-Gemeinde sein. Und dann die Vogelschau auf die Dächer von Riva, dessen historischer Kern die nördlichste Bucht des Gardasees umschließt! Leicht außer Atem dürfte dagegen manch eine/r auf dem "Steig der Freundschaft" geraten, beim Hinaufturnen über die langen Leitern, und dazu noch arg ins Schwitzen, denn Schatten gibt es oberhalb der Barbarahütte nurmehr in kleinsten Portionen.
(aus: Hüslers Klettersteigführer Gardasee, Verlag: Bruckmann)
 



Kleini in Kletteraction
 
Da klettern zwei - könnt ihr sie erkennen?

 

Oben, kurz vor dem Gipfel, sind wir dann noch mal falsch gelaufen. Aber was soll’s. Hauptsache oben angekommen!
 

Kurz noch ins Gipfelbuch eintragen…. (Ja, ok, kurz ist untertrieben. Aber das mit dem Horoskop stimmt tatsächlich, im germanwingsmag stand tatsächlich, dass ein Wassermann grundsätzlich ein couch potato ist. Ha, ich hab’s immer gewusst. Ich kann gar nix dafür!)
  
 




Krasses Babyface!






Yeah, we made it!



 

 Da oben (wo die Wolke hängt) da war der Gipfel

Um 20.45 Uhr waren wir dann auch endlich fertig gerüstet und wollten nur noch schnell was essen, direkt nebenan (im Restaurant Alpina, quasi dem Haus-und-Hof-Restaurant). Die Bedienung hatte aber wirklich alle Zeit der Welt (ok, es war voll, aber trotzdem…). Und ich war hungrig, da werd ich halt nun mal unleidlich ;-). In the end, hatte ich dann selbstgemachte Pasta. Lecker. Gesehen haben wir dann Polenta mit diversen Käsen. Sah sehr lecker aus und kam damit auf die Essenskarte für die nächsten Tage.



Kurz noch zum Hafen spaziert, aber einfach nur todmüde und daher früh ins Bett.





2. Tag ODER "Solo per esperti" (ODER 2 Experten auf Reisen)

Für den 2. Tag hatten wir uns einen Klettersteig (K4!! = „schwierig“) rausgesucht, der „etwas weiter“ weg war. Tja, man hätte das wohl mal vorher ins Navi eingeben sollen. Nach 2 ½ Stunden Anfahrt hatten wir es endlich gefunden. Davor lag eine Odyssee, da wir den Ort Fietta nicht direkt gefunden haben (danke, Navi!) und daher mehrmals fragen mussten, was den Weg jetzt auch nur bedingt verkürzte, da die Leute sich wohl auch nicht so richtig gut auskannten. Also wurde aus dem Plan, mal früher einzusteigen, nix, um 12.00 Uhr sind wir dann los. Ich mit Hammer-Muskelkater in den Oberschenkelmuskeln. Alter Falter. Steffi hatte Recht, am meisten Muskelkater gibt’s vom Runterlaufen….

Schon durch den Wald war es schweinanstrengend, weil es da bereits einfach steil nach oben ging. Zumindest haben wir im Wald dann noch ein paar Rehe?/Rehböcke? (ja, Biologie mangelhaft) gesehen.

 

Noch war alles gut....
 
 Nur für Experten – ja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Percorso attrezzato Sass Brusai (1532 m)
Routencharakter: Anspruchsvolle, bloß mit Drahtseilen gesicherte Route in steilem, teilweise exponierten Felsgelände; die Hängebrücke kann umgangen werden. (5.30 Stunden)
Insgesamt bietet die Route ein überraschend alpines Klettersteigerlebnis, das auch erfahrene "Ferratisti" begeistern wird. 
[....]Rasant gleich der Auftakt, eine fast senkrechte Wandstufe, die in eine Rinne mündet. Wer sich hier überfordert fühlt, kehrt besser um, folgen im weiteren Verlauf doch noch ähnlich anspruchsvolle Passagen!
(aus: Hüslers Klettersteigführer Gardasee, Verlag: Bruckmann)


Der Einstieg war jetzt nicht sehr professionell, ein falscher Schritt, Gleichgewicht auf Grund der 3 Liter im Ruckes verloren, zwar erst noch auf den Füßen aufgekommen, aber Gleichgewicht nicht wieder bekommen und daher weiter 4-5 Meter nach unten gerollt/gerutscht, über Stock und Stein und Gebüsch bis ich bei nem Baum zum Halten kam. Sah wohl spektakulär aus, meinte Steffi. Yoah, gut, dass ich das Equipment schon anhatte, kann ich nur sagen. Uiuiui.
Knie haben noch was länger gezittert, aber da war dann auch Wut auf den blöden Felsen da. Also bin ich hochgeklettert. Zwar nicht souverän und ein paar Stellen, insbesondere am oberen Ende, fand ich echt krass. Da dachte ich, ok, hier bleibst du hängen und wartest auf die Bergwacht.
Dazu kam noch, dass Steffi tatsächlich auch auf diesem Stück ausgerutscht, in die Sicherung gefallen und gegen den Berg geknallt ist. Das war echt mal krass. Aber beruhigend zu wissen, dass die Sicherung tatsächlich greift.
Danach kamen noch mehr solche senkrechte Kletterpassagen, wo ich echt mal an meine Grenzen gekommen bin, Steffi auch.

 Puh, zwischendurch mal Pause....
 

Den letzten Teil (mit der Hängebrücke) haben wir nicht gemacht. Ich fand, wir hatten unser Glück genug herausgefordert.



 

Hier nochmal ein Blick auf die Felsen, auf denen wir nach oben gekommen sind...


Der Abstieg war ok, allerdings hatten wir erst überlegt, ob uns vielleicht einer mit runternehmen könnte (einen haben wir gefragt, der fuhr aber nicht zu unserem Ausgangspunkt), da wir ein wenig beeilen mussten um nicht in die Dunkelheit zu kommen. Auf dem Rückweg haben wir uns über unsere diversen Lieblingskrimischriftsteller ausgetauscht. Dabei festgestellt, dass es davon einfach viel zu viele gibt.




Um 18.30 Uhr waren wir wieder am Parkplatz (wieder deutlich länger als vom Klettersteigschreibermann angegeben). Und dann mussten wir ja auch noch ein paar Stündchen zurückfahren. Nachdem uns das Tankbefüllungssystem überlistet hatte (ja, wenn man zuviel Geld einsteckt, gibt er den Rest als Gutschein zurück – blöd natürlich, wenn man zwei Stunden entfernt von der Tankstelle wohnt; Gott sei Dank hat dann aber ein sehr netter Italiener unseren Gutschein gegen Bares getauscht), hab ich unseren kleinen Fiat Panda mal ein bisschen getreten und ca. 20 Minuten rausgefahren. Geschwindigkeitsbegrenzung? Nie gehört ;-)
Schnell abends noch ein paar Bandnudeln mit Bolognese. WENN man erstmal bestellt hat, steht es ratzfatz auf dem Tisch.
3. Tag ODER Lassen wir es mal was ruhiger angehen 
Diesmal hatten wir einen Klettersteig gewählt, der etwas weniger anstrengend, laut Guide, sein sollte, um mal ein bisschen Pause zu machen. Irgendwie sind wir hier doch wieder spät angekommen, da wir in der Stadt so getrödelt hatten und der Geldautomat Steffi auch kein Geld mehr geben wollte, was zu einem leicht erhöhten Puls führte.


 
Unser Auto

 
Typisch Italien...

Also waren wir um 12 Uhr da, bis wir den Klettersteig-Einstieg gefunden hatten (bzw. in die richtige Richtung liefen; 1 x hin, 1 x wieder zurück), war es 1 Uhr.
Eigentlich ging es dann nur durch den Wald, ein paar Stücke waren mit Drahtseilen gesichert, die war aber nicht wirklich gebraucht haben. War eigentlich mehr so was wie ein Querfeldein-Anstieg.

     







   



 
Allerdings war es nicht ganz so ungefährlich, da - als wir an der Eremitage ankamen - doch eine Menge Steine von oben abgingen. Ohne Helm hätte das ganz schön auf den Kopf gehen können...

  


Den letzten Teil (bis zum Gipfelkreuz) haben wir dann auch nicht mehr gemacht, weil wir da hin und wieder zurück hätten klettern müssen. Und natürlich brauchten wir diesmal auch wieder länger als im Buch angegeben ;-)  
Dann kam auch die Sonne raus – genau richtig zum geplanten Sightseeing.
Erstmal haben wir die Abzweigung zur Kirche Madonna di Montecastello natürlich verpasst. Dann ging’s ohne Ende Serpentinen und enge Straßen hoch.

 


 
 

In Pieve waren wir dann auf den „Schauderterrassen“, einer Terrasse, wo man direkt über dem Abgrund steht

   


   




Gegessen wurde im Hotel Miralago, deren überdachter Essbereich auch direkt über der tiefen Höhe hing. 




In Limone sind wir ins Internet – was uns leider ankündigte, dass das Wetter schlecht werden würde. Schöne Scheiße. Damit war das Klettern für den nächsten Tag gestorben. Was aber auf Grund meines höllischen Muskelkaters jetzt gar nicht so schlimm war. Abends habe ich meine erste Partie "Rosenkönig" verloren (das sollte sich im Laufe des Urlaubs auch nicht ändern - und dabei kann ich so schlecht verlieren..)





4. Tag ODER Völlige Entspannung….
Natürlich sind wir aus dem Schlechtwettergrund später aufgestanden. Bevor wir zum Shoppen los sind, habe ich die nächste Partie verloren. Guter Start in den Tag ):
Zuerst sind wir zur Post. Hätte man geahnt, dass Briefmarken kaufen sooo lange dauern kann (mit Zettelchen ziehen, die haben da auch alle Zeit der Welt)… Danach zur Touri-Info wegen Infos zu Wellness-Angeboten und Internetcafés (wobei das, was wir (kurz vor der Mittagssiesta) gefunden haben und das gerade im Begriff war zu schließen (nee, is klar) einfach ein Elektofachgeschäft war). Eindeutig ausbaufähig!
Bei Intimissimis haben wir unglaublich viel Geld für Unterwäsche ausgegeben. Gut, was will man machen. Waren aber auch schöne Sachen. Die restlichen Länden waren eh alle zu (Siesta, ich fass es nicht!!). Also blieb noch das Postkarten schreiben bis es um 15.00 Uhr in die Sauna ging. Ne Rückenmassage hab ich mir dann auch noch gegönnt (so ein Badezimmer hätte ich übrigens auch gerne…).
Abendessen am Hafen war so lala. Dabei haben wir festgestellt, dass es unglaublich viele Pärchen/Ehepaare gibt, die sich nichts mehr zu sagen haben. Schlimm. So will man wirklich nicht enden. Schweigend gegenüber sitzen. Nä. Ansonsten: Regen, Regen und nochmal Regen über den Tag. Ach ja, und nochmal Rosenkönig verloren (aber das wisst ihr ja schon). 



5. Tag ODER  It's a rainy day, rainy day...
Wir haben zwar noch versucht, einen Klettersteig bei Malcesine zu machen. Aber als wir oben waren, lief der Lift natürlich nicht. Na gut, wenigstens einen Versuch war es wert.
     
 

 

Die Aussicht wäre grundsätzlich wirklich schön...
 

Malcesine im Regen (Goethe war übrigens auch schon hier) war so lala. Dafür haben wir die Mitbring-Nudeln gekauft.
 
Unten am Anleger wird übrigens ne Wohnung von Engels & Völkers vermietet..



Wieder ging es in die Sauna (diesmal ohne Massage) und abends gab’s die geplante Polenta. Lecker. Zu Rosenkönig muss ich wohl nix mehr sagen…
Unser Restaurant am Platze - das Ristorante Alpino


6. Tag ODER „Oh Romeo, oh Romeo“
Morgens sind wir Richtung Verona aufgebrochen. Natürlich war das Wetter an diesem Tag gut. Murphy’s Gesetz.
 
Auf dem Weg nach Verona


Verona
Nach missglücktem (Nicht)Einchecken im Hotel (mit einem „liebenswerten“ Portier) sind wir Richtung Innenstadt los. Und natürlich war auch die Straße zum Hotel komplett gesperrt, so dass wir die Straße fast komplett rückwärts bis zum Hotel fahren mussten. Ups. Jetzt sind wir richtige Italiener, würd ich sagen. Auf der Via Roma haben wir diesen tollen Pizzaladen entdeckt (s.u.) Kristina happy.


Dann ging es weiter Richtung Stadt...


 
Castelvecchio




 
Piazza Bra mit dem 1730 angelegten, gepflasterten Listone. Der breite Bürgersteig mit vielen Restaurants verläuft vor den Fassaden der Palazzi auf der Westseite des Platzes.

 

 

Das gut erhaltene und in das heutige Stadtbild mit einbezogene Amphitheater (Arena) wurde wahrscheinlich unter Antoninus um 50 n.Chr. erbaut. Es entstand zur gleichen Zeit wie das Kolosseum in Rom und ist somit eines der frühesten Beispiele für ein von den Römern fortentwickeltes, in Form eines geschlossenen Ovals angelegten Amphitheaters. Das Bauwerk ist 152m lang, 123m breit und hat einen Umfang von 435 m. Die klassisch gegliederte Fassade besteht aus zweigeschossigen Arkadenbögen; man muss sich das Original jedoch mit einer zusätzlichen Außenmauer aus rosafarbenem Mamor vorstellen. Das Innere der Arena besteht aus 45 Sitzreihen, welche 45cm hoch und 45cm tief sind, mit etwa 22.000 Reihen. Im Sommer finden in der Arena die berühmten Opernfestspiele statt.

 
   


Auf jeden Fall möchte ich dann auch gerne mal zu einem Opernwochenende nach Verona. Denn Germanwings fliegt da auch direkt hin. Es geht mir nicht so sehr um die Oper an sich, aber ich glaube, die Atmosphäre und die Stimmung sind wirklich super. Mal gucken, vielleicht dann nächstes Jahr...

Von der Piazza delle Erbe sind es nur wenige Schritte zum Haus der Julia (Casa die Giulietta) mit dem berühmtesten Balkon der Literaturgeschichte. Für die Figuren in dem Schauspiel Romeo und Julia von Shakespeare gab es keine historischen Vorbildern und auch keinen Balkon der Julia. Angeblich wurde dieser Balkon von den Veronesern als touristische Attraktion gebaut. Was heute als Haus der Julia zur Besichtung angeboten wird, ist immerhin der Rest eines großen palastartigen Baues, der im 14. Jahrhundert in der Tat im Besitz der Familie Capuleti war.
   

Das Haus der Guiletta (is ne fiktive Story, ne ;-))

  
So viele Japaner... Da komm ich ja nie dran...

 
Irgendwann hab ich es dann doch geschafft - übrigens das mit der Brust macht man so (nicht, dass hier falsche Eindrücke aufkommen ;-))

Und weil ich das Stück einfach so gerne mag, hier noch ein bisschen Kultur, meine Lieben.... (ach ja, und natürlich musste ich noch die "üblichen" Touri-Fotos von mir auf Balkon machen, nur das mit dem Romeo hat nicht so geklappt... Na ja, ein anderes Mal vielleicht..)

Prologue
Two households, both alike in dignity,
In fair Verona, where we lay our scene,
From ancient grudge break to new mutiny,
Where civil blood makes civil hands unclean.
From forth the fatal loins of these two foes
A pair of star-cross'd lovers take their life;
Whole misadventured piteous overthrows
Do with their death bury their parents' strife.
The fearful passage of their death-mark'd love,
And the continuance of their parents' rage,
Which, but their children's end, nought could remove



Act I, Scene V
ROMEO
O, she doth teach the torches to burn bright!
It seems she hangs upon the cheek of night
Like a rich jewel in an Ethiope's ear;
Beauty too rich for use, for earth too dear!
So shows a snowy dove trooping with crows,
As yonder lady o'er her fellows shows.
The measure done, I'll watch her place of stand,
And, touching hers, make blessed my rude hand.
Did my heart love till now? forswear it, sight!
For I ne'er saw true beauty till this night.



 Act II, Scene II
 ROMEO
But, soft! what light through yonder window breaks?
It is the east, and Juliet is the sun.
Arise, fair sun, and kill the envious moon,
Who is already sick and pale with grief,
That thou her maid art far more fair than she.

JULIET
O Romeo, Romeo! wherefore art thou Romeo?
Deny thy father and refuse thy name;
Or, if thou wilt not, be but sworn my love,
And I'll no longer be a Capulet. 



 - DIE LIEBE BESTEHT ZU DREI VIERTELN AUS NEUGIER -
(Giacomo Girolamo Casanova)

Letztlich gibt es im Haus der Julia jetzt aber nicht soooo viel zu sehen. Das ist dann nur was für hartgesottene Fans...

Historische Fassaden aus verschiedenen Jahrhunderten umgeben die Piazza delle Erbe, Marktplatz und Versammlungsort der mittelalterlichen Stadtrepublik. An der dem Durchgang zur Piazza dei Signori gegenüberliegenden Schmalseite des Platzes stehen der wuchtige, an römische Barockbauten erinnernde Palazzo Maffei von 1668 und der mittelalterliche Uhrturm Torre del Gardello aus dem 14. Jahrhundert. Davor ragt eine Marmorsäule mit dem geflügelten Markuslöwen empor. Die mittelalterlichen Bürgerhäuser der Casa dei Mazzanti mit ihren Fresken begrenzen den Platz nach Osten. Im Zentrum thront über einem antiken Brunnenbecken die schon bald nach der Errichtung im 14. Jahrhundert zum Symbol der Stadt gekürte "Madonna Verona".
 
   
Eine Walrippe... (warum auch immer die da hängt...)


Wie man sehen kann, sind wir sehr gemütlich durch die Stadt geschlendert und haben uns alles angeguckt. Liebesschlösser scheinen jetzt übrigens in keiner Stadt mehr zu fehlen...

  
Ponte Pietra – Brücke aus der Römerzeit

 


Haben dann noch einen kleinen Stopp in einem Café am Wasser verbracht...


Blessuren-Vergleich - Steffi hat (nach Anzahl der blauen Flecken) gewonnen :D

Nach geglücktem Internet-Check-In und leckerem Essen im nächtlichen Verona, sind wir auf dem Nachhauseweg (das Gewitter hatte schon so ca. 15 min gegrollt) in den fettesten Platzregen gekommen. Wir waren danach echt pitschnass (obwohl wir diverse Stopps eingelegt haben und immer erst weitergelaufen sind, als es gerade aufhörte/nicht ganz so schlimm war..).
  
 


Das Aufstehen um 5.00 Uhr um zum Flughafen nach Mailand zu kommen ist ziemlich schwer gefallen. Das sind auch noch mal 2 Stunden dorthin. Und dazu noch ziemlicher Stau auf der Stadtautobahn. Letztlich hat alles prima geklappt und mein Flug gen Köln ist pünktlich in die Luft gegangen. War auch gut so, denn sonst wäre mein ganzer perfekter Plan ganz schön in die Hose gegangen....


So perfekt war der auch gar nicht, da er ohne die Hilfe der besten Mama der Welt sowieso nicht funktioniert hatte. Ich bin nämlich um halb elf in Köln (!) gelandet und natürlich (ist ja immer so, wenn man keine Zeit hat, Murphy's Law halt) kam mein Koffer erst ziemlich spät. Mein Flug nach London ging aber schon um 13.30 Uhr von Düsseldorf (!) und mein Koffer für London stand noch in meiner Wohnung. Die Mutti hat mich also in Köln eingesammelt und mit kleinem Zwischenstopp im Belgischen Viertel sind wir dann nach Düsseldorf gedüst, wo wir aber auch schon kurz nach zwölf angekommen sind. Also, alles easy ;-) (so im Nachhinein).




3 Tage London ODER Wie kann man eigentlich nur soviel Geld für Essen und Trinken ausgeben?


=== Hier kommen auch noch mehr lustige Menschen-Fotos von den anderen, wenn ich sie denn "demnächst" (kleiner Insider) bekomme ===




Für den Freitagabend stand ja (deswegen fuhren wir ja eigentlich nur nach London) ein Muse-Konzert auf dem Programm. Los ging das Ganze eigentlich schon um 17.00 Uhr (mit Vorbands). Deswegen fand ich es total nett von den anderen, dass sie auf mich gewartet haben, da man ja von Heathrow auch nochmal locker ne Stunde mit der U-Bahn zu King's Cross (wo unser Clink Hostel - übrigens ein ehemaliges Gerichtsgebäude, hier kann man auch noch in Original-Gefängniszellen übernachten, wenn man unbedingt will; die Internet-Plätze sind in einem richtigen Gerichtssaal). Ich hab dann nur schnell meine Sachen  in meine Schlafkoje (wir hatten ein 10er-Zimmer) geworfen und Ute wollte mir die Waschräume zeigen, die Tür fiel zu und uns beiden Helden fiel auf, dass keiner von uns die Türkarte mithatte. Hehe. DAS ist uns danach nicht noch einmal passiert. Wenn das mit dem Tür öffnen nicht klappt, lag das meist an nicht funktionierenden Türkarten.
Besagte Schlafkoje - über mir: Der Tobi


Die Zeit zum Aufbruch reichte zumindest noch für ein schnelles Pint


Die Fahrt zum Wembley-Stadion haben wir uns etwas kompliziert gemacht. Wer kann denn auch ahnen, dass Euston und Euston Square unterschiedliche (und relativ entfernte) Stationen sind?! Was aber letztlich nichts machte, da wir dann einfach einen normalen Zug genommen haben. Warum die uns mit unseren Wege-Bieren so seltsam angeguckt haben? Nobody knows...
Zum Stadion mussten wir dann noch ein wenig laufen, wobei ich einen dringenden Stopp bei McDonalds einlegen musste, wo ich aber die dreiste Vordrängeldame in ihrem Vorwärts-Move mal ganz unenglisch-like gestoppt habe. Hallo, wir standen da selbst schon gefühlte 10 Minuten an!


Wembley war dann richtig beeindruckend. Riesengroß. Aber von den Abläufen supergut organisiert. Zum Einen bekam man am Anfang Plastikbecher, wo man den Inhalt seiner womöglich mitgebrachten Getränke reinfüllen konnte. Da können sich unsere Konzertveranstalter echt mal ein Scheibchen von abschneiden. Dann ging's mit Rolltreppen (!) bis ganz nach oben. Unsere Plätze waren fast (!) in der letzten Reihe. Und da ging's dann ganz schön steil nach unten. Da haben wir es uns immer zweimal überlegt, wann und wie oft wir jetzt nach unten steigen.

Wembley-Stadion und seine Spiegelungen

 Ganz schön voll.....




Die Konzertcrowd
Linke Seite....................................Rechte Seite.............


Als Vorband war Lily Allen da. Die hat mir echt gut gefallen. Also hab ich mir ihre CD am nächsten Tag gekauft. Darauf gefunden (da ich ja nu auch bald 30 werde...):
Mein Depri-Lied des Monats; man kann nur sagen: How true!
// It's sad but it's true how society says her life is already over //
// There's nothing to do and there's nothing to say //
// 'Til the man of her dreams comes along //
// Picks her up and puts her over his shoulder //
// It seems so unlikely in this day and age //


Das Konzert an sich war richtig super. Die haben ne Super-Show hingelegt. Chapeau, kann ich nur sagen. 

Hier ein paar Konzertmitschnitte:



Allerdings wurde es danach ungemütlich. Man hatte das Gefühl, als wollte das Ordnungspersonal wirklich UNBEDINGT nach Hause. Dabei wollten wir noch einmal das stille Örtchen aufsuchen, bei dem aber ne Riesenschlange war. Auf der anderen Seite der Ordnungsmenschenkette war zwar alles frei, aber wir durften da nicht durch. Bescheuert! Somit waren wir fast die letzten, die den Weg durch die Treppenkatakomben nach draußen gefunden haben. Und dann erstmal in Richtung Bahn laufen. Das war auch ziemlich gut organisiert, aber bei den Menschenmassen (Wembley fasst 90.000 Sitzplätze!) ging es trotzdem schwer vorwärts. Da dankt man doch der KVB mit ihren Sonderzügen bei alen Stadionevents.
Jedenfalls haben wir die letzte (!) Bahn bekommen, die noch in die Stadt (bis Baker Street) fuhr. Da war es auch ziemlich gruselig voll. Und ich bin natürlich fast (oder vielleicht wirklich ein paar Minuten) auf Utes Schoß (danke, Schatz!) eingeschlafen, weil doch dann irgendwann die Müdigkeit vom 5.00 Uhr-Aufstehen über mich hereinbrach.

 Baker Street Station
Mit dem Nachtbus sind wir dann Richtung Hostel....


Der Samstag begann mit einem richtigen englischen Frühstück, auf das wir aber gefühlt unendlich lange warten mussten (da noch ein Riesengruppe englischer Teenager vor uns dran war). Das war dann ein bissel blöd, insbesondere, weil wir wirklich richtig, richtig Hunger hatten.



Nach einem kurzen Abstecher zur Plattform 9 3/4 (hab übrigens gerade gelesen, Frau Rowling überlegt sich, die Harry Potter-Serie fortzusetzen - Tu's nicht!!!)


ging's weiter zu Piccadilly Circus.


Dort haben wir uns von den anderen getrennt, weil Ute, Tobi und ich das übliche Touri-Programm in London schon absolviert hatten und sind im Westend entlang der ganzen Musical-Theater entlangspaziert. Dann hatten wir uns zwischenzeitlich überlegt, ob wir nachmittags nicht mal ein solches in Angriff nehmen sollten, aber nachdem wir (nach längerem Suchen) die offizielle Vergünstigte Tickets-Bude gefunden hatten, fanden wir die Tickets dann doch gar nicht so günstig, außerdem kam die Sonne raus und da haben wir uns dagegen entschieden. Übrigens das mit der Sonne war ein bisschen nervig den ganzen Tag über, weil die sich nicht entscheiden konnte, und wir uns daher gefühlt 50 mal aus und in den Zwiebellook geschält haben.
Dafür haben wir ein wenig Chinatown erkundet, ich habe eine Handtasche und viel zu viele CDs erstanden. Tja, so isses. Im Urlaub bin ich shoppingtechnisch einfach nicht zu halten.

 
 Enten am Spieß....................................Ladies Cab..........


Nach einem so anstrengenden Tagesprogramm mussten wir uns erstmal im Green Park (na, wer auf so einen intelligenten Namen gekommen ist, Hut ab) auf ner Parkbank mit lecker Sandwiches (nach der Telefonzelle der nächste Checkpoint auf Utes Liste) ausruhen. Dann sind wir an den Horse Guards und dem Appelplatz vorbei (war natürlich grad vorbei), Richtung Trafalgar Square und zurück zum Piccadilly Circus um die anderen wieder zu treffen.

 


 Trafalgar Square



Auf dem Weg dahin haben wir einen zuckersüßen englischen Laden gesehen, in dem es original "English Tea Time" gab. Als wir da aber reinwollten, wurden wir gefragt, ob wir reserviert hätten. Hatten wir natürlich nicht (das steht dann auf meiner nächsten London-To Do-Liste), also gab's Spar-Sandwiches auf der Treppe. Dabei haben wir zumindest einen Hochzeitsgesellschaft (Frauen fast alle mit Hut) beim Fotoshooting zugucken können und haben allerlei Spekulationen angestellt, wer da jetzt wohl was mit dem hat und so weiter.
Dann war es auch schon Zeit Richtung Islington aufzubrechen - aber natürlich nicht ohne mal beim Buckingham Palace vorbeizugucken.


In Islington wollten wir auf ein Konzert, das allerdings erst um 21 Uhr anfing. Nach mehrmaligem die Straße-hoch-und-runter-Laufen sind wir dann bei einem Chinesen gelandet. Und statt irgendwas von der Karte zu nehmen, erspäht Kleini am Nebentisch was, was lecker aussah (in so einem schwarzen "sizzling pot") und bestellt sich das. Gut, waren ca. 20 Chilis und so drin, konnte man kaum essen. Aber hat gut den Kreislauf in Schwung gebracht. Das das Fleisch wohl eigentlich nur Fettschwarte war, fällt hier nur im Nebensatz ;-)
Das Konzert war mit 3 Bands. Die erste fand ich gut (If...), die zweite nicht so und die Glam Chops haben ganz gut gerockt. Nur leider überkam mich bei der zweiten schon akute Müdigkeit. Was willste machen...

Das Motto des Abends ;-)

Die war dann aber nach Ankunft am King's Cross wie weggeblasen, also sind wir nach allerlei Spökes auf Londons Straßen


noch in die Disko bei uns im Hostel. Den Jägermeister mit den zwei Soldaten hätte ich allerdings nicht mehr trinken sollen. Pfui!!


Sonntag war Frühstück in einem Panini-Laden angesagt, der leider latent mit uns Neunen überfordert war, so dass das alles wieder viel zu lang (anscheinend bin ich nicht die einzige, die ohne Essen unleidlich wird) gedauert hat.
In getrennten Grüppchen sind wir dann nach Notting Hill gefahren. Im Pfahlsitzen hab ich da gegen Max bravourös gewonnen. Leider (oder gut für mein Portemonnaie) war der erwartete Markt gar nicht da, sondern nur die "normalen" Geschäfte hatten geöffnet.









Irgendwann sind wir dann mit dem Bus (da sieht man wirklich mehr von London mit - das kann ich nur jedem ans Herz legen!) zurück ins Zentrum und durch Harrod's (nur das Untergeschoß) getigert. Mann, das ist da ja die Dekadenz pur. Alter Falter. Da kommt man ja aus dem Staunen in den einzelnen Räumen gar nicht mehr raus.
Und der Foodcourt. Uiuiuiuiui. Aber da also nicht ganz so günstig war, wollten wir uns lieber draußen was zu essen holen.


 Das ist ja quasi ein obligatorisches Foto


 Das wir dann im einem Sushi-Laden (mit Sushi vom Band) gelandet sind, hat unser Portemonnaie jetzt nicht wirklich entlastet. Aber lecker war es. Hat mich nur quasi ruiniert....


 In diesen Schälchen steckt ein Vermögen...........



Danach haben wir uns wieder mit den anderen getroffen und sind auf die Suche nach einer Bootsrundfahrt gegangen. Leider haben wir uns dafür in der völlig falschen Gegend bewegt. Daher sind wir die Themse entlang bis zu Big Ben gelaufen (wo dann tatsächlich noch das letzte mögliche Boot (für eine halbe Stunde) Richtung Tower Bridge fuhr). Aber zumindest haben wir damit noch ein paar 'must sees' gesehen.

 MI5.............................................Westminster Abbey


         London Eye                                      Big Ben          




Somit ging dann auch schon langsam die Sonne unter - sehr romantisch, oder?!


Hier übrigens mal die ganze Bagage

Nachdem wir dann Utes Cousine aufgesammelt hatten, wollten wir Richtung Themsefestival und dem für 9.45 geplanten Feuerwerk laufen. Haben wir dann auch getan.


Vorbei an einer Kunstinstallation mit Morsezeichen
   

und lecker pakistanischem Essen vom Stand mit Blick auf Tower Bridge


 Mein Versuch des Postkartenfotos ;-)


Der Fußweg war wirklich super, weil wir da durch Ecken gelaufen sind, die man sonst im "Must see"-Programm nicht unbedingt drin hat, die aber wirklich sehr, sehr schön sind. Daher meine Empfehlung: Einfach mal zu Fuß auf der anderen Themseseite von der Tower Bridge bis zum London Eye laufen. Lohnt sich. Kommt man übrigens beim Shakespeare Globe Theatre vorbei, auf den Geschmack mich Steffi gebracht hat. Das steht dann auch auf meiner Liste für den nächsten London-Besuch.
Das Feuerwerk war grandios (und mein Akku alle). Was die da (übrigens hat es Punkt 9.45 angefangen, wenn die Engländer was können, dann pünktlich) über ne halbe Stunde abgefackelt haben, kommt bei den Kölner Lichtern ganz am Ende beim Finale in den letzten 5 Minuten. I'm impressed!
Nach kurzem Stopp im Pub sind wir dann wieder mit dem Bus zurück gefahren und waren so desorientiert, dass wir fast gar nicht gemerkt haben, dass der quasi direkt an unserem Hostel hielt. Aber nur fast ;-)


Am Montag ist ein Teil nach einem leckeren (und auch echt schnell serviertem) Frühstück auf England-Rundreise aufgebrochen, ein Teil hat sich den Tower angeguckt und ich bin mit Kerstin zu Camden Market. Das hätte ich mal besser nicht gemacht. Das hat meinem Geldbeutel den Todesstoß versetzt. Aber da gab's einfach so viele tolle Sachen. Man müsste echt reich sein. Muss den Plan mit dem alten, reichen Mann vielleicht doch nochmal aus der Kiste ziehen.

 


Nach Abschiedskäffchen mit Utes Cousine, Busfahrt vorbei an St Paul's Cathedral (so haben wir die auch noch gesehen) und das Bankenviertel, sind wir zurück um unsere (durchleuchteten) Koffer bei der (viel zu überteuerten) Gepäckabgabe abzuholen und zum Stansted Express zu fahren.
Der Typi am Schalter wollte allerdings unsere Oyster-Cards (für den Nahverkehr) nicht zurücknehmen (da war angeblich zu viel drauf, pffffffff, Touristenabzocke!!); von daher, wer demnächst nach London fliegt, wende sich vertrauensvoll an mich.
Der Stansted Express ist auch nochmal verdammt teuer, da muss man beim Fliegen echt mal rechnen, ob sich da nicht eher ein Flug nach Heathrow lohnt.... (nur so als Tip).


Und hier zum Abschluss, die allzeit präsente U-Bahn-Durchsage:


Nach London war aber nicht viel mit Ausruhen. Habe mich mit Vera getroffen, die über ein paar ihrer Hochzeitspläne erzählt hat (ok, Papa, man rechnet so mit 15.000 Euro für ne Feier - fang schon mal an zu sparen ;-); aber wenn du jetzt die nächsten 5-7 Jahre (früher würde ich jetzt nicht damit rechnen) ein bisschen was zur Seite legst... Nee, Späsken. Wenn mich mal einer heiratet, gibt es Kartoffelsalat mit Würstchen. Oder so). Darüber hinaus hat sie mal ein paar Wahrheiten ausgesprochen, die ich so eigentlich gar nicht hören wollte, aber tief drinnen schon irgendwie wusste, aber trotzdem immer noch nicht wahr haben will und die mich seitdem einfach nur schlecht schlafen lassen. Männer. Was willste dazu noch viel sagen.


Mit Vivi war ich bei einer Lesung von Karin Slaughter, die wohl tatsächlich mit Nachnamen so heißt und ziemlich brutale (aber spannende) Krimis schreibt. Kommt jetzt wohl auch auf meine Liste der Krimischrifsteller, deren Serien ich noch lesen muss (neben 5 anderen; hab ich wenigstens was zu tun).
Freitagabend waren Vera, Rippi & ich dann im Haus Müller (auch sehr zu empfehlen) zum Essen + Klönen verabredet. Vera hat dann in ihrem Essen eine Perle gefunden (also die nie vergessen!), was ihr die Bezahlung des Essens und uns ne Runde freien Espresso einbrachte.
Barbaras Jonah feierte Geburtstag im Stadtgarten (ja, draußen! Ist ja noch quasi Sommer, ne). Ich war fast die einzige ohne Kinder (und Partner). Daumen hoch.
Mit Steffi war ich bei Nightwash, was aber eher so durchwachsen war (bis auf den Amerikaner und Marc Uwe Kling (aber den seh ich ja noch bei Köln Comedy), weil das Publikum (trotz redlicher Versuche von Knacki Deuser) nicht so richtig in Schwung kam.
Inception gab's mit Christoph, wobei wir uns nachher gewundert haben, warum so viele Leute darüber immer so viel diskutieren müssen. War doch eigentlich klar erzählt. Auf jeden Fall ein Super-Film. Zu Recht Oscaranwärter (sollte sich bei der Oscar-Nominierung da noch jemand dran erinnern). Christoph hat danach noch folgendes ausgegraben (was vielleicht einige Diskussionspunkte erklärt/aufgreift:
Folgendes ist ganz schön klever: http://www.youtube.com/watch?v=UVkQ0C4qD
"Eine Sache fand ich unlogisch. Wieso hat die Gravitation soooolch grosse auswirkungen (wenn ich schlafe ist das nicht so krass) und wenn ich das akzeptiere warum pflanzt sich das nicht von der einen Traumwelt in die naechste fort. Ich bin in Traumwelt 2 schwerelos, weil ich in Traumwelt 1 falle (=quasi schwerelos)..... warum nicht auch folglich in Traumwelt 3??? weil man nur in Traumwelt 2 lustige Actionszenen in schwerelosigkeit machen wollte, ja ich weiss... :)"
"Machte für mich auch keinen Sinn. Eigentlich müssten sie nach der Logik in allen Traumwelten "unter" der Van-Ebene schwerelos gewesen sein."




Zu guter Letzt stand noch das SALTY-Treffen, diesmal in Mannheim auf dem Programm. Dazu kann man eigentlich nicht viel sagen.

Hinreise mit der Deutschen Bahn und abgelaufenem Bier aus dem Lehrstuhl-Kühlschrank.


Abendessen im Gasthaus Nepomuk in Heidelberg (wo wir übrigens im Hotel Neckartal gewohnt haben, was sehr schön war und ausgezeichnetes Frühstück hatte, aber den Nachteil, dass wir von da noch 30 Minuten bis zum Mannheimer Hauptbahnhof fahren mussten, wo die Tagung stattfand. Na ja, Terminverlegungszwängen sei Dank!), wo ich mir das teure selbstgemachte Spätzle-Essen gegönnt habe. Ja, gut, der Geldbeutel war ja schon angeschlagen, was soll's...


Absacker in einer Bar nebenan...

 


Die Uni hat wirklich Glück mit ihrem Gebäude, einem Schloss. Auf dessen Hof haben wir (bei den wohl letzten Sonnenstrahlen dieses Jahres) die Pausen verbracht....


Nach diversen Vorträgen (ein ziemlich langer, aber perfekt durchgetakteter Tag) ging es zum Hockenheimring, den wir mit unseren Bussen allerdings erst nach einem seeeeeeeeehr langen Vortrag über das "Marketing" des Hockenheimrings, bei dem langsam der Sauerstoff knapp wurde, befahren durfte, wobei es da dann schon langsam dunkel wurde. Schade....
 Bilderrätsel... (Auflösung am Ende des Blogs)



Unser Busfahrer war ein echtes Original. Der Knaller. Weiß nicht, ob ihr euch das Video ansehen könnt, aber den Link kann ich ja trotzdem mal reinstellen: http://www.facebook.com/video/video.php?v=1631453871366

Die Pose von Alex - einfach unübertroffen 


Das Abendessen in dem Hockenheimring-Restaurant war eher unlecker. Danach ging's zurück ins "Nachtleben von Heidelberg", das aber auf Grund einer Überbuchung der geplanten Location für ein paar von uns eher ruhig endete.


Hier noch ein Eindruck vom Konferenz"saal" (der Aula). Macht schon was her....

Und ein ganz bisschen von Mannheim selbst haben wir dann doch noch gesehen, bevor es 1. Klasse (aber leider ohne Sitzreservierung) wieder zurück nach Kölle ging:




Dort habe ich dann in einer knappen halben Stunde einen Nudelsalat für die Party von Christoph, Schädel & Dirk gezaubert und bin diesmal nicht um 1 Uhr gegangen...

 Mit einem der Geburtstagsfeiernden............Und die Dancing Queens                            
 
 
 Wenn Jens Bilder macht, dauert es ja immer ein bisschen ;-)

 Die drei Damen vom Grill


Der Rest vom September brachte noch einen Umzug von Charly (ich versteh einfach nicht, warum immer alle oben wohnen müssen; jetzt zieht doch mal alle in den 1. Stock!) und einen Arbeits-Retreat bei Muttern und Vattern im Westerwald (mit neu entdeckten Joggingstrecken am Rhein). So, das war's. Jetzt kehrt auch erstmal wieder Ruhe in mein Leben ein. Jedenfalls sind bis Ende Oktober keine größeren Reisen geplant. Jedenfalls noch nicht ;-)


Lösung des Bilderrätsels: Boxenluder :)