Dienstag, 15. März 2016

NZ-Freizeitaktivitäten III ODER Kristina trinkt "Kölsch" und geht aufs Kinderfest


So, jetzt ist das Wochenende auch schon wieder rum, genauso wie der Montag und der Dienstag. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Übermogen fliegt Chef schon nach Hause und ich ziehe bei Familie Papies ein. Dann ist es vorbei mit ruhigen Abenden ;-).

Am Samstag habe ich, wie ihr ja sicher gemerkt habt, ein wenig Blog geschrieben. Das frisst doch mehr Zeit als gedacht. Junge, Junge. Und dabei lesen das nur 4 Personen. Wobei. Immerhin 4 Personen. Anyway, bin dann Samstag in die Stadt gefahren, weil ich über Tinder einen Deutschen kennengelernt hatte, der hier seinen phd macht. Wieder mal ein typischer Fall von "auf den Bildern sah der aber anders aus". Egal. Ich versuche ja jetzt immer positiv zu sein. Wahrscheinlich denken sich das die Jungs auf der Gegenseite auch immer, wenn die mich treffen. Vielleicht sollte man möglichst häßliche Bilder von sich reinstellen, so dass die Leute dann nachher überrascht sind. Wobei, die Frage ist, ob sich dann einer überhaupt nach rechts wischt. Alles net so einfach, das sag ich euch.
 
Jedenfalls war der, alles in allem, ganz nett (und damit nix fürs... ihr wisst schon ;-), wobei, mir fällt grad auf, das hier lesen auch meine Eltern, ups...) und so hab ich mal einen ganz anderen Teil vom Aucklander Hafen kennengelernt - den Teil beim Silo. Da standen dann so Foodtrucks und Foodstalls, Künstler hatten da kleinere Stände, gegessen wurde an "Tischen" aus Malertischstützen mit Holztüren drauf. Sehr hipster-mäßig. Jörg hat mir erzählt, dass da im Silo auch öfter so Kunstausstellungen stattfinden und Tanzkurse und so. Ziemlich nett also. Jörg selbst hat einen interessanten Werdegang - über Hauptschule, Beruf in der Pflege, zu Studium, Lehrtätigkeit und jetzt Promotion. Dazwischen noch eigene Firma für 3 Jahren, dann alles verkauft, um nicht, wie die Damen und Herren in den Altersheimen, die er betreut hat, sagen zu müssen, hätte ich mal.... Ziemlich bewundernswert, finde ich.
 
Wir haben jedenfalls viel gelacht und uns gut amüsiert - und ich hab "Kölsch" getrunken. Na ja, jedenfalls was, was "Kölsch Beer" heißt. Von einer neuseeländischen Marke. Gibt's denn so was? Das hat zwar noch nicht mal annähernd "kölschig" geschmeckt, aber ein bisschen Heimatgefühl war doch da. Schnief...
 
  Auckland by night
Der hata mich dann auch ganz gentlemanmäßig zum Bus gebracht. Das ist das einzige, was hier ein wenig suboptimal ist - ich habe kein Auto und ich bin nicht bei Chef als Fahrer eingetragen. Und mit dem Bus in die Stadt braucht man ne ganze Stunde. Na ja, dafür ist der Fahrpreis flexibel. Ich hab jedes Mal was anderes bezahlt. Machen die Busfahrer wohl so nach Lust und Laune. Mir soll's recht sein - hab bisher immer gespart bei der Tour (sagte das Sparbrötchen und freute sich nen Wolf).

Morgens um 10 Uhr hat mich dann Hanna abgeholt, um mit ihr, Lotte und Clara zum Kinderfest des Auckland Art Festivals zu fahren.
Das war richtig cool, muss ich sagen. Die haben das richtig mit Liebe und Kreativität gemacht, es gab ne Ecke zum Lesen, eine zum Bauen, bei Leuten vom Zirkus konnte man alle halbe Stunde eine neue Fähigkeit lernen (zu meinem Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich nicht mehr in der Lage bin, einen Hula Hoop-Reifen mehr als 10 Sekunden oben zu halten. Wann ist das passiert? Ob das der Bauchspeck ist? Oder generelle Steifheit in der Hüfte? Ich bin entsetzt! Die Kiddies da haben mich ganz schön nasss gemacht. Und die hatten teilweise zwei (!) Reifen. Verrückt), es gab Kinderschminken, Drucken mit Mustern auf Leinenstoff oder Leinentaschen (des Festivals, gute Werbeidee), Verzieren von Telleren (relativ clever, weil die zwei Teller hatten, der untere bunt, der obere mit Muster - so verrutscht das nicht beim Ausmalen), Schattenbild-Fotografie, auf ner Bühne gab es Performances (Kindermusik zum Mitmachen, Tanzgruppen zum Angucken (ich weiß jetzt auch, was K-Pop ist - Südkorea rulez, Alda; nur das mit Quizfragen erstellen müssen die noch lernen ["wie heißt der und der koreanische Künstler dieses Liedes?"; äh ja, keine Ahnung, WOHER SOLL MAN DAS WISSEN, IHR VÖGEL??], eine chinesische Musik/Kostümgruppe, etc.), Clowns, und viele Stellen, wo die Kids was malen konnten. Ziemlich großes Angebot also.

Wir haben da fast 5 Stunden verbracht und die sind wie im Fluge vergangen. Natürlich hab ich auch ein paar der Dinge ausprobiert. Ist ja wohl klar. Ich gehöre ja quasi noch zur Zielgruppe würde ich meinen....

Das in der Mitte bin i
Motto der Aktion "Show an act of kindness" - Meins sollte darstellen, dass ich euch alle zu Hause vermisse, euch viele Grüße sende und nach euch Ausschau halte

Und beim Kinderschminken war ich auch. Hab sogar so lange gewartet, bis keine Kinder mehr in der Schlange standen. Zwar ungern. Aber ich will ja mal nicht so sein...


 Die Band kam ganz zum Schluss. Mega-Idee, finde ich. Und dabei noch gute Musik...

Superheros Second Line - Cooler Name, wa?!

Abends gab's in der großen Runde noch BBQ... Das ist wirklich das Großartige an Neuseeland. Barbecue gibt es alle 3 Tage. Einfach weil es geht. Und das Wetter gut ist. I like. Montag waren Chef und ich von Harald und Valentyna zum Essen eingeladen. War superlecker (Lamm, ganz lange geschmort, im Paper Moon Café), und danach haben wir mit den beiden den "Bachelor NZ" gesehen. Da ist ganz schönes Bitch-Potenzial am Start. Aber das macht es ja umso lustiger. Und Harald & Valentyna gehen da voll drin auf. Hätte ich ja nicht gedacht ;-)... Aber: Der letzte Bachelor ist noch mit seiner Auserwählten zusammen. Insofern. Nächstes Jahr bin ich am Start *gngngngn....


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