Rückgabe des Autos war kein Problem. Nur waren wir (mal wieder) viel zu früh am Flughafen (zumindest für die Inlandsflüge) und so ging die Warterei los. Irgendwann war es dann aber so weit. Der Flug war ganz ok (nur mit der Essensausgabe bei Qantas bin ich was unzufrieden - künstlicher Erderbeermuffin (bäh) und dann mal wieder Kekse - können die nicht einfach mal nen Sandwich verteilen?). In Alice Springs sind wir zwischengelandet - meine Fresse, war das heiß - kaum zum Aushalten. Der Flughafen war winzig - ein Buchladen, ein Souvenirship, ein Café. That's it. Und dann so wunderschöne Plastikstühle...
Auf dem Flug fast nur (amerikanische) Rentner und ein lustiges Zwillingspaar, die mit Mitte/Ende 30 noch völlig identische Klamotten trugen. Gut, wem's gefällt. Aber Hauptsache ipad dabei. Beide!
Leider saßen wir für den Anflug auf den Uluru auf der falschen Seite, aber die Blicke aufs Outback waren auch so schon spektakulär.
Am Flughafen angekommen wartete auch schon der Shuttlebus (der fährt immer nur zu den 3 Zeiten, zu denen hier Flüge ankommen, Taxen gibt es nicht - man sollte also zusehen, dass man den erwischt), der uns zum Ayers Rock Resort gebracht hat - einer künstlich angelegetne "Stadt", in der isch alle Hotels/Campgrounds befinden.
Untergebracht waren wir in der Voyage Outback Pioneer Hotel & Lodge, quasi Hotelanlage aus den 50ern mit 4Bettzimmern als YHA. Allerdings haben wir festgestellt, dass auch die mehrere Sterne-Hotels nicht unbedingt viel besser aussahen als unseres. Wir waren auf jeden Fall total geschafft, insbesondere von der Hitze, und haben erstmal ein Nickerchen gemacht. Irgendwann war es aber auch im Zimmer zu warm und stickig, daher haben wir den Outlook erklommen.
Die rote Erde, der blaue Himmel, die grünen Sträucher - einfach faszinierend!
Der Blick von unserem Lodge Outlook auf den Uluru
Überall fliegen Fliegen...
Dann wurden wir von unserer Tour eingesammelt, kurzer Stopp an Tankstelle, Einchecken am Büro und dann ab zur Campsite, die ziemlich deluxe war. Die Zelte, in denen wir geschlafen haben (mit Licht, Strom, Ventilator), waren fast schöner als unser Hostel :) Darüber hinaus hatten wir einen eigenen Koch, der dann später mit dem Essen auf uns warten sollte. Großartig!!!
Unser Gefährt
Dann ging's los zu den Olgas (Katja Tjuta) und dem Valley of the winds. Unser Guide hieß Rael, netter Kerl, 24. Allerdings das mit dem Erklären muss er noch was üben - hat immer gesagt, dies und das erkläre er dann gleich; hat er dann aber nicht gemacht, der Vojel. Der Rest der Truppe bestand aus einer älteren Dame (Achtung, mehr Kopfröte als ich), einem kontinuierlich rauchenende dänischen Ehepaar, einer Deutschen (Kim aus Berlin, die erstmal ständig nur mit uns Englisch geredet hat (auch wenn keiner dabei war), weil das sonst unhöflich ist - YOAH) und zwei Damen aus der französischsprachigen Schweiz. Der Walk war wirklich superschön.

Am Zielpunkt des Walks konnte man dann aufs Tal schauen und es war unglaublich still. Ziemlich faszinierend. Rael hat uns dann erklärt, wie die Olgas und der Uluru entstanden sind - nämlich aus einem "Urgebirge" im Westen des Landes.
Sieht aus wie ein Gemälde, finde ich:

Mein Gott, da guck ich wie ein Vollidiot...
Der Sonnenuntergang war superschön - eine wirklich tolle Erfahrung (davon haben wir übrigens gefühlte tausen Fotos, aber die erspar ich euch jetzt mal).
Shane, unser Koch, hatte schon Eier & Bacon fertig. Toll. I like. Könnte jeden Morgen so sein. Und die Sterne, die waren der Kracher. Selten so viele und so helle gesehen. Und: Man konnte tatsächlich die Milchstraße sehen. Krass! Da war es jetzt doch schon wat schade, dass wir nicht unter freiem Sternenhimmel geschlafen haben.
Dann wieder rein in den Nationalpark. Der Himmel färbte sich mit der aufgehenden Sonne gleißend rot, man konnte so weit gucken, dass man an einem Ort ein Gewitter sehen konnte und an einem anderen einen Regenbogen. Suuuuperschön.
Zum Sunrise-Gucken klettert man (mit tausend anderen) auf eine Sanddüne mit befestigten Ausgucken. Ist dann auch überhaupt NICHT ramontisch. Keine Ahnung, wer da wie Anträge machen will, aber cool is anders. Kann aber natürlich auch daran liegen, dass die Sonne hinter Wolken aufgegangen ist und so nicht ihre volle Stahlkraft auf den Uluru entfalten konnte. Fand den Sonnenuntergang schon deutlich schöner.

Allerdings hat das Feriha nicht davon abgehalten, mich vor allen Leuten zu fragen: Na, Schatz, was ist denn nun mit dem Heiratsantrag? Ach so, hatte ich erwähnt, dass 80 % der Leute da Deutsche waren. Ja, nu, wir sind aus Kölle - get over it!
Ach was?!
Ein Herz:
Viele "Ankle" darf man übrigens auch gar nicht fotografieren, weil das heilige Stätten sind (für Männer & Frauen übrigens getrennt). Nichtsdestotrotz ist dieser "Berg" mit seiner Maissivität und gleichzeitigen Eleganz ziemlich beeindruckend. Besteht übrigens (im Gegensatz zu den Olgas) aus zusammengeknautschtem Matsch. Auf dem Weg (eher zum Ende hin) werden auch Geschichten der Aborigines zur Entstehung bestimmter Risse und Felsformationen erklärt (7.B. der Schlange Tikes (oder so), die den Neffen der "guten" (Mutter) Schlange tötet, woraufhin diese dann vor Schmerz und Wut ausrastet - daher die Risse).
Am Ende gab's noch ein Wasserloch und Höhlenmalereien.

Natürlich waren wir die Letzten - die anderen haben schon auf uns gewartet. Nach Keksen zur Stärkung mussten wir los zum Cultural Centre, was in Schlangenform gebuat ist und die Geschichte und Kultur der Aborigines erklärt (1. Gebäude). Z. B. wir der Park von einem Ältestenrat geführt, in dem zur Mehrheit Aborigines istzen. Im 2. Gebäude konnte man dann Souvenirs und Kunst kaufen. Da gab's suuuuuperschöne Gemälde, nur einfach viel, viel, viel zu teuer. Da machste nix. Wird wohl doch noch ein superreicher Mann gefunden werden müssen.
Den angekündigten Walk mit Erklärungen zu Kulter und Mythen mit Rael gabÄs auf Grund zeitlicher Restriktionen nicht mehr. Schade, er hätte zu ganz Australien was gesagt. Na ja. Für uns fiel dann zurück im Camp noch ein schneller Lunchburger ab (lecker!), dann zurück ins Hotel (Gepäck abholen) und dann haben wir ziemlich lange auf das Airport Shuttle gewartet. Gut, mehr Zeit zum Karten schreiben (ja, tatsächlich hat auch Feriha hier Karten geschrieben).
Dessen Leben haben wir auf der Rückfahrt noch gerettet (indem wir ihn nicht überfahren haben); süß, gell
Im Flugzeug gab's Notausgangssitze (yeah, Jackpot!) und nach Mahlzeit (auch der von Feriha) sind wir in Cairns gelandet.Feriha ist übrigens immer wieder davon fasziniert, wie ich bei vornüberkippendem Kopf schlafen kann. Davon müsste man doch wach werden, respektive Halsstarre kriegen....
Ansonsten:
- wir hatten wohl ziemlich Glück - in den letzten 10 Tagen hatte es wohl kontinuierlich geregnet
- beim nächsten Mal sparen wir definitiv nicht am Fliegennetz"hut" (obwohl das scheiße aussieht); die nerven einfach ungemein, die Viecher - setzen sich überall hin, Ohren, Nase. "Alta, was geht denn da ab?!" (Feriha)
- Beim nächsten Mal lieber ne 2-Nächte-Tour buchen; dann geht's auch noch zum Canyon und man bekommt mehr von der Gruppendynamik mit
- Eigentlich sprachen in der Gruppe final alle Deutsch - hehe, soviel zu Englisch als Weltsprache :)
- Feriha war mal wieder häufig "Frau Klein" (bei Gepäck und Buchungen und so) - ist fast so als wären wir tatsächlich verheiratet :)))



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