Donnerstag, 31. März 2011

Motto des Tages "Immer 10 Minuten zu spät"

Sind relativ früh los und haben uns noch den Obelisk von Robe angeguckt, der dazu dient(e), bei Rettungsaktionen auf hoher See zur Hilfe zu kommen. Na ja, spektakulär ist anders. Aber soooooo endlos viele Attraktionen hat Robe eben auch nicht zu bieten.


Nichtsdestotrotz war es wieder sehr schön - ruhig, das Wasser brach sich gegen Felsen.... Man könnte fast sagen, es hätte romantisch sein können.
Das Chinesen-Denkmal (man erinnere sich, meine über alles geliebten Freunde), vor dem mich Feriha unbedingt fotografieren wollte, haben wir dann auch links liegen gelassen und sind direkt gen Bäckerei zum Frühstück (lecker: Panini mit Cranberries & Ham!!!).

Dabei folgendes entdeckt - falls das alles mit der Zukunftplanung nicht klappt, werde ich eben Frisör. Zusammem mim Alex :)

Dann ging es los Richtung Naracoorte Caves, wo jahrtausende alte Fossilien gefunden worden sind. Die Führung sollte eigentlich um 10.15 Uhr losgehen. Das hätten wir auch locker geschafft (trotz vor uns liegender 2 Stunden Autofahrt), wenn wir nicht eine kleine detour gefahren wären (na ja, vielleicht ist ein Navi manchmal gar nicht sooo verkehrt). So kamen wir 10 Minuten zu spät an den Höhlen an, die Tour war gerade weg. Allerdings hat uns dann das Rezeptionsmädel angeboten, dass, sollte die Bat-Tour (und die wäre ja auf gar keinen Fall was für Feriha) ausfallen, diese dann in eine Victoria Cave-Tour (die andere große Höhle) geändert werden würde. Bei unserem Glück zwar keine safe bet, aber wir waren halt eben auch schon da. Insofern haben in der Sonne gesessen und die Wet Cave angeguckt (erstmal umsonst - die Dame an der Rezeption hatte wirklich Gottvertrauen, ja, so sind se, die Aussies).

 
 
Als wir rauskamen hatten sich dann tatsächlich 15 Leute (darunter 8 Deutsche, ja, wir sind wirklich überall) für die Führung gefunden und los ging's. Unsere Führerin war megaputzig (aus Borneo oder so) und hat die ganze Zeit eigentlich nix über die Höhle erzählt, sondern erzählt wie die Höhlen bei ihr zu Hause aussehen ("In my place, the caves look like...."). Ziemlich cool war der Teil eines Stalaktiten, durch den man durchleuchten konnte - das sah dann aus wie eine von diesen furchtbar hässlichen Brunnensteinlampen, die bei manchen Leuten in der Wohnung stehen (wegen der Vibes, you know). Btw, die englischsprachige Bevölkerung merkt sich den Unterschied zwischen Stalaktiten und Stalakmiten durch das c in stalactites; c wie ceiling. Nicht so verdorbene Phantasie wie bei uns :)))
 

Die Höhle an sich ist von Menschenhand gegraben worden und besteht aus porösem "Limestone" (quasi aus vielen verrotteten Tieren), übrigens auch der Name der gesamten Küste (limestone coast).

Gigantisch schön auch die Spiegelung im Wasser - hat sich gelohnt der Besuch.
 
Danach sind wir, wie eigentlich immer und immer wieder, ins Auto gestiegen und 3 1/2 Stunden nach Adelaide gefahren. Die Straßen hier sind einfach so gerade und eintönig, dass man superschnell müde wird (insofern erklären sich dann auch die vielfältigen "Drowsy Driver Die"-(man beachte: Alliterations-Alarm! ;-))-Varianten am Straßenrand. Der erste Teil der Fahrt war aber noch ziemlich abwechslungsreich - an Weinanbaufeldern vorbei. Das hat mich doch sehr an Argentinien erinnert.
Auf dem Weg in die Stadt rein hat Feriha sich dann noch mit einem Mann in einem neben uns fahrenden Auto einen "Autoflirt" geliefert. Hihi. Das war mir natürlich wieder "voll peinlich"....

In Adelaide angekommen hatten wir uns schon voll auf den Stadtstrand in Glenelg gefreut (und auf die Fahrt mit einer alten Tram dahin - die es aber nicht mehr gab - so viel zur Aktualität meines Reiseführers). Die hat da eeeeeeeeeewig hin gebraucht (kassiert wird übrigens in der Bahn, was wir nach einem kurzen Moment der Nervosität ob des möglichen Schwarzfahrens rausgefunden haben). Gegen 18.00 Uhr sind wir am Strand angekommen, ich hab mir noch nen Mighty Angus reingepfiffen (eigentlich völlig unnötig, dafür aber lecker, und so 1000 Kalorien steck ich doch locker weg). Haben dann so ne Stunde rumgelegen, während um uns herum die Lifeguard-Anwärter (leider zu jung) ihr Training absolvierten.

Irgendwann wurde es doch was kalt und daher sind wir noch schnell nen Curry bei "Wok out the box" essen gegangen. Danach waren wir im CD-Laden um eine mögliche Ausweichoption zu erstehen, sollte uns (und die Wahrscheinlichkeit war ziemlich hoch) das australische Radio mal wieder nerven. Dabei haben wir den Sonnenuntergang verpasst. Wir Vögel. Soweit zum Motto des Tages: Immer 10 Minuten zu spät.

Dann war auch noch die Bahn zurück kaputt. Mittlerweile haben wir schon was gefroren, trotz diverser Handtuch-Warmhaltekombinationen (insbesondere Feriha aka Graf Zahl aka schwuler Batman aka Darkwin Duck).

Darüber hinaus wurden wir noch von zwei Jungs angelabert, die in einer "Einrichtung" untergebracht waren und Freigang hatten. Wollten uns auf nen Drink einladen, was wir dankend abgelehnt haben. Allerdings die Alterseinschätzung auf 24 (Feriha: 25 - lach!!!) und die Komplimente für die Fotos, die die von uns gemacht haben (einfach beautiful, wir zwei => jut, wat sonst?!) waren schon wirklich ganz nett.

Irgendwann kam dann die Bahn, die in Folge des Stromausfalls im Schneckentempo zurück in die Stadt kroch. Natürlich (!) war dann die Fahrt noch umsonst (wegen der Unnannehmlichkeiten) - gut, dass wir uns ne Tageskarte gekauft hatten :D [was find ich übrigens so Checker-Teenager furchtbar, die sich vor Mädels produzieren müssen; Mann, Mann, Mann].

Sind dann nach ner Dusche trotzdem noch durch die Stadt gelaufen - da war ganz schön tote Hose, aber sonst eigentlich ganz nett. Könnte man durchaus mal ein paar Tage bleiben.
(Die Fotos von Feriha im Dunklen sind übrigens IMMER besser als meine - was'n da los?)

Kristina mit ihren Freunden :)))

Ansonsten:
  • auf dem Weg zu den Caves einen Hasen überfahren
  • "Carry on smiling and the world will smile at you" (frei nach Ace of Base - immer wieder beeindruckend wie gut man doch noch Texte von Lieder kann, die man vor 15 Jahren (+) gut fand)
  • Zu unserer Bahnrückfahrt gibt es natürlich auch das passende Lied ("It's a free ride when you've already paid" - wenn wir hier schonmal bei den 90ern sind)
  • Der "Lazy Song" ist das neue "Grenade"
  • Unser Zeitmanagement (in Minuten) ist optimierbar
  • Gefahrene Kilometer: 1416 km
  • Feriha ist beim Gepäck immer die zweite Frau Klein (gell, Schatz)

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