Freitag, 1. April 2011

Happy Birthday im Regenwald ODER Gigantische Unterwasserwelt

In Cairns ist uns dann eine ziemlich schwüle Hitze entgegen geschlagen. Bah. Die hört hier anscheinand auch nie auf. Zumindest regnete es nicht (was uns ja alle, die wir auf der Reise bis dato getroffen hatten, vorausgesagt hatten).
Auto abgeholt und der nette Mann fragt: "You are aware that the roads down to Brisbane are closed due to flooding?!". Äh, neeee, eigentlich nicht (Kim hatte zwar so was erzählt, wir dachten aber, das sei bestimmt schon wieder offen). Hmh, wir hatten also ein Problem. Planänderung (und ich hasse es, wenn mein Pläne durcheinander gebracht werden). Feriha hatte auch vercheckt, dass sie einen Tag nach dem Flug nicht tauchen darf, was eine zusätzliche Änderung zum Plan ergab.
Wir also erstmal ins Hostel. Das war superschön; mit Pool (und Whirlpool) im Innerhof und supernetten Rezeptionisten (wenn auch etwas durchgeknallt - aber so mag ich sie ja).
Die Lady hat uns dann empfohlen, auf jeden Fall hier tauchen zu gehen, weil es hier viel schöner sei als bei den Whitsundays. Also haben wir über Alternativpläne zum "Ursprungsplan 2.0" nachgedacht. Wobei: Erstmal war Wäsche waschen angesagt. Und natürlich - Anfängerfehler - hab ich ein Taschentuch in meiner Jacke vergessen, dass sich in gefühlte Millionen Teile aufgelöst hat. Ganz toll.
Haben dann einen Flug für die Route gebucht, die wir eigentlich hätten mit dem Auto machen wollen, im Hostel eine Nacht verlängert und das Tauchen klargemacht. Das war auch höchste Eisenbahn - Feriha hat den letzten Tauchseat für den Tag bekommen.
Mittlerweile waren wir auch schon richtig, richtig hungrig (und Feriha wegen Müdigkeit schon latent (!) genervt :); gut kein Wunder, wir waren ja schon seit 4.40 Uhr auf den Beinen) und haben uns auf die Suche nach den Nightmarkets begeben. Sind dann über die Marina gelaufen - voll schön beleuchtet, poshe Restaurants, Yachtclubs,... Gab auch einen Pool, der an die Lagune grenzt (wegen der blöden Stinger-Quallen darf man ja hier nirgendwo ins Meer; echt ätzend, wenn man so tolle Strände & das Meer direkt vor der Tür hat).
Irgendwann haben wir's dann aber gefunden und haben chinesisches Late Night-Buffet gegessen. Danach sind wir noch über den Markt gestrollt und natürlich gab es hier viel schönere und günstigere T-Shirts. War ja klar.

Am nächsten Tag bin ich um 8.00 aufgestanden und losgefahren um Frühstück und Geburtstagskuchen für Feriha zu holen (im Beethoven - einem Café "europäischen Stils", ok, nicht ganz authentisch, aber zumindest besser als weißes Labberbrot). Feriha dann geweckt, Parkuhr gefüttert (wir sind ja durchaus lernfähig, Wäsche auf/abgehangen und dann gegen 10.00 Urh los.
Also fast. Wir sind nämlich erstmal in die falsche Richtung gefahren. Was dann aber letztlich nicht so schlimm war, weil Feriha nämlich ihren Kameraakku vergessen hatte und das dann noch aufgefallen ist.

Auf ging's also zu Cape Tribulation. Schon alleine die Fahrt war ein Riesen-Highlight. Man fährt erstmal an der Küste lang, mit supertollen Ausblicken auf goldgelbe Strände (schade, wirklich schade, dass man da nicht einfach ins Wasser hüpfen kann).
 Dann, wenn man quasi durch den Regenwald und die Bäu fährt, bilden die grünen Bäume des Waldes ein fantastisches Dach.
 
Beim ersten Lookout auf die Alexandra Ranges hat allerdings so ne komische Famlie neben uns gehalten, die mal völlig schmerzfrei einfach den Motor hat laufen lassen, wahrscheinlich wegen der Klimaanlage. Aber bitte - soviel zu dem "environmental friendly", was hier überall propagiert wird. War aber supertoll, der Ausblick.


Sind dann relativ straight zum eigentlich Cape Tribulation Beach durchgefahren. Der Lookout auf den Strand war angeblich 40 Minuten hin & zurück. Keine Ahnung wie die hier rechnen, aber bei uns dahert es insgesamt 20 Mintuen. Der Strand war wirklich schön - so wie bei allen auf dem Weg liegenden Stränden - schließt sich der Regenwald direkt an den Strand an. Mit den Palmen hatte man direkt Südseefeeling.
 
  

   
Feriha sieht übrigens auf den Fotos immer viiiiiiiiiiiiel besser aus als ich :(((
  
    

Kurzer Stopp beim Mangrovenwald :
 

Auf dem Rückweg Stopp an Supermarkt (wo aber sehr komische Leute abhingen), Baumstamm-Posing am Thornton Beach und dann wieder auf die Fähre zurück.
 
   

Auf dem Rückweg noch am 4-Mile-Beach bei Port Douglas gehalten. Aber irgendwas war da komisch - der Strand war  wohl der falsche und der Schatten hatte sich mittlerweile über diesen gelegt. Mein Foto von den Bananenplantagen hat auch nicht geklappt :((((

Haben dann das Auto am Flughafen zurückgegeben (wobei das mit dem Volltanken eher ein langwieriger Act war, weil wir erst ein Stück wieder in die Stadt reinfahren mussten, weil wir an den Tanken vorbeigefahren waren und dann die Tankanzeige ständig nicht auf Voll ging. Mann, Mann, Mann. Der Shuttlebus hat uns dann zurück in die Stadt mitgenommen, wobei der uns bei unserem YHA als letztes rausgeflassen hat, nachdem er vorher an ein paar sehr netten, fancy Hotels gehalten hat. Mal sehen, vielleicht kann man sich das beim nächsten Mal leisten :D

Schnell geduscht, los zum Essen; aber vorher noch nervenaufreibende Uploadversuche im Internetcafé (ist das bitte ätzend), das dann eine Stunde gedauert hat. Eigentlich Unsinn, dass man sich immer mitteilen muss, der Außenwelt. Stell dir vor, es ist Facebook und keiner macht mit..... Na ja, zumindest konnte Feriha so alle ihre Glückwünsche abchekcen (nur Pascal hat es vergessen, eiaei!!). Waren dann in einem Restaurant, wo es Pizza und Pasta gab. Die Kellnerin ist dann erstmal mit meinen 50 Dollar verschwunden. Die hab ich dann nach 10 Minuten erstmal gesucht, weil ich das Geld ja noch zum Essen bezahlen brauchte. Und dann hat's noch gebuzzert, wenn das Essen fertig ist. Beim nächsten Mal vielleicht mal was mit mehr Service... Noch New Zealand Ice Cream für Feriha und dann war unser Ausgehabend auch schon zu Ende :)))) - wir werden alt...
 Beleuchtung in Cairns

Um 7.00 Uhr ging's los, weil wir um 7.45 Uhr am Ferry Terminal sein mussten. Standen dann erstmal mit hundert anderen (inklusive vielen meiner "Freunde") in der Schlange. Ziemlich (!) tourimäßig.
   
 
 Wir hatten 3 Stopps, bei denen man zum Schnorcheln ins Wasser konnte. Feriha ist getaucht - der extra gemachte Tauchschein musste sich ja nu auch lohnen. Schnorcheln war aber auch ziemlich cool. Am besten hat mir der zweite Stopp gefallen - insbesondere, wenn man nicht ständig so viele Leute um sich rum hatte. Das war beim dritten Stopp etwas ätzend, weil da ein Guide vorgeschnorchelt ist und Dinge erklärt hat. Alle natürlich hinterher geschnorchelt und man musste ständig aufpassen, dass man keine Flosse ins Gesicht bekam... Menschen im Rudel. Keine gute Idee.

 
 
  

Aber das Great Barrier Reef ist schon gigantisch schön - all die bunten Fische und die Korallen... Suuuuuuuuuuuuuuuperschön. Toll, toll, toll. Leider sind die Bilder der extra bei DM gekauften und importierte Unterwasserkamera nix geworden - beim nächsten Mal sollte man das Geld tatsächlich in ne richtige Unterwasserkamera zum Leihen investieren.
 
 
Feriha war eigentlich die ganze Zeit weg, weil das von einem zum anderen Stopp ziemlich flott ging und die Taucher sich schon immer früh versammelt haben. Der Lunch war aber eigentlich ganz lecker, die Zeit auf dem Sonnendeck war auch völlig ök. Natürlich hab ich mich (mal wieder) ein bisschen verbrannt. Ich lern's aber auch wirklich net. Ein bisschen zum Lesen bin ich auch gekommen (nur am Anfang saß noch eine etwas ängstlichere englische Inderin neben mir, die noch ein wenig Mitteilungsbedürfnis hatte) und hab auch Erklärungen zum Reef und den Fischen gelauscht.

Beim nächsten Mal (ja, man merkt, ich muss da nochmal hin) hätte ich schon gerne eine eher cosy Tour/Truppe. Und beim nächsten Mal möchte ich auch tatsächlich tauchen. Damit ich auch ne Schildkröte sehen kann :(((

Alles in allem: Ein wirklich toller Ausflug. Danach war man aber auch gut platt. Gut die zwei Biere aus dem Bottleshop haben da wahrscheinlich ihren Teil dazu getan. Und ist halt eben abends auch immer noch schweinewarm.

Ansonsten:
  • Überholen bringt dir mal gar nix, wenn du am Ende auf die Fähre warten musst, Blödmann!
  • Bleibt die Frage, ob Prinz William tatsächlich in der Stadt war
  • Die Aufweck-Lautsprecheranlage im Hostel kurz vor 10 Uhr ist nicht der netteste Wecker
  • An der Pipi-Farbe kann man sehen, ob man dehydriert ist oder nicht (Hinweisschilder in Toilettenkabinen des Uluru Visitor Centre)
  • Feriha und ich müssen noch nen Oldie finden, den wir covern können - scheint ja tatsächlich jedes Mal neu ein Erfolg zu werden
  • Check für die nächsten zwei australischen Bundesstaaten: Northern Territory & Queensland
  • Fürs nächste Mal: Übernachtung in der coolen Lodge bei Cape Tribulation
  • Es gibt auch Fische, die den Partner fürs Leben suchen - andere wiederum wechseln ihr Geschlecht (u.a. falls der Partner stirbt, dann wird das nächste "reife" Weibchen zum Kerl)
  • Am Ende der Tour hat sich die Crew am Ende aufgereiht, um sich zu verabschieden  - wie auf nem Kreuzfahrtschiff des ZDF - lustig

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