Montag, 21. März 2011

Great Ocean Road ODER Der gewaltsame Tod eines Flip Flops

Abends sind wir (vor der Nacht) uebrigens noch am Fluss in Melbourne lang gelaufen - das hat uns schon ein wenig versoehnt. Da war auch noch richtig was los - coole Bars auf'm Fluss und so. Da haette man sicherlich, mit entspannterer Vorgeschichte, einen schoenen Abend verbringen koennen....
 


Auf dem Weg zum Auto:
Melbourne haben wir dann (wie erwartet) relativ schnell hinter uns gelassen und sind gen Great Ocean Road gefahren. Die ersten Ausblicke (nachdem wir diverse Nebelwaende - Buschbraende - hoffentlich geplant - hinter uns gelassen hatten) haben uns aber sofort versoehnt, so dass wir ein paar Mal rausgefahren sind um das Panorama zu geniessen.




Jut, hier waren wir schon fast 200 km gefahren, aber so ein kleiner Hinweis kann ja nicht schaden:

In Lorne

Wie gesagt, planerisch waren wir nicht so auf der Hoehe, das haben wir dann in Lorne gemerkt, als die Dame an der Touri-Info uns nur noch horrend teure Unterkuenfte (und davon total wenige) anbieten konnte. Jut, das ging ja prima weiter. Sie meinte allerdings, wir koennten mal auf der anderen Strassenseite bei Erskine Backpackers fragen, ob die noch was frei haetten. Also, wir dahin gelatscht. Was uns schon mal gefiel war das Schild "This is not a party hostel". Grosses Aufatmen nach dem "Melbourne Disaster". Den Typen allerdings, der das betrieb, haben wir erstmal weder in persona noch uebers Telefon erwischt (Kommentar von der Touri-Info-Dame: "He doesn't like phones" - yoaaaaah, haben wir gemerkt). Das hat uns etwas zurueckgeworfen (ja, nicht nur ich bin ungeduldig, liebe Feriha! - ausserdem noch ein Kontrollfreak und dominant, Psychoanalyse nach FZ) und da wir auch noch nix gegessen hatten, haben wir das erstmal gemacht. Danach haben wir es nochmal probiert und irgendwann kam er dann (Kauz wuerde ihn, glaube ich, ganz gut umschreiben). Hat uns dann ein Doppelbett angeboten, bei dem wir direkt zugegriffen haben. Das war der Anfang einer ganzen Reihe von Naechten in einem Bett. Und nachdem sich Feriha am Uluru (ok, das greift jetzt was vor, aber was soll's) lautstark beschwert hat, wo denn nu ihr Heiratsantrag bliebe (um uns herum natuerlich ueberall Deutsche, die sind wirklich, wirklich immer ueberall), gehen wir nun tatsaechlich als Paar durch *lach. Na gut, Feriha ist sowieso immer schon die zweite Frau Klein (was das Gepaeck angeht oder auf gebuchten Touren und so), dann ist das eh irgendwann egal.
Jut, dann dachten wir, lernen wir daraus und buchen die naechsten Unterkuenfte im Voraus. Das Unterfangen war aber erstmal auch nicht mit Erfolg gekroent (die beim YHA in Lorne waren mal UEBERHAUPT nicht hilfreich: nichtsdestotrotz war die Anlage dort sehr, sehr schoen - kann ich zum Uebernachten nur empfehlen). Wir also zurueck in die Touri-Info - die Dame kannte uns ja mittlerweile schon. Das hat dann mit diversen Telefonaten einigermassen gut geklappt. Insofern waren wir bis Cairns dann safe.

So hatten wir leider aber auch schon den halben Tag mit Organisieren verbracht (insofern, Learning, das wirklich einfach vorher erledigen), dann uebernahm aber Feriha das Steuer und wir haben uns noch ein paar Sachen angeguckt.
Zuerst ging's zu Kenny's Lookout. Dort haben wir mal voellig vercheckt, dass man direkt bis zum Lookout haette fahren koennen (ok, haette man sich eigentlich auch denken koennen, die Aussies sind ja nicht gerade diejenigen, die gerne viel irgendwohin laufen). Sind wir eben durch den Wald gelatscht. Dabei bin ich dann so auf Ferihas Flip Flop gelaufen, dass der gerissen ist. Ja, so schnell ganz gehen. Aber es hat sich bestaetigt, ich bin ein Tollpatsch.

Sind dann gen Erskine Falls gefahren - wunderschoener Wasserfall, mitten im . Hier haben sich mal wieder alle meine Vorurteile gegen Asiaten (die hier uebrigens auch zu gefuehlten Millionen rumlaufen) bestaetigt. Das ging los beim Parkplatz freihalten (Hallo?! - wer zuerst kommt, mahlt zuerst, so is das halt) bis zum Wasserfall in den Weg von allen anderen klettern, die auf dem richtigen Steg stehen und Fotos machen wollen. Jut, zumindest ein paar von denen sind dann auf den glitschigen Steinen ausgerutscht. Bisschen Strafe muss sein, finde ich (ich bin manchmal tatsaechlich ein ganz schoen boeser Mensch).
 


Danach sind wir noch Richtung Strand gefahren, wobei dort mittlerweile Wolken aufgezogen waren (was Feriha als Sonnenkind gar nicht so klasse fand, ich als Schattenkind aber schon). Ausserdem lagen wir auch nicht in der Naehe des knackigen Surf Rescuers und ansonsten gab's generell wenig Anschauungsmaterial (auch die Surfer im Wasser waren eher so Anfang 20). Viele Familien und viele Ausflueglern. Man hat gemerkt - es war langes (Labour Day) Wochenende.
Abends gab's lecker Wok im Noodle-Haus (yammi).

Am naechsten Morgen sind wir einen Teil der Strecke vom Vortrag noch einmal zurueckgefahren (ja, Planung ist alles *lach), weil wir uns noch die Kaengurus, die zu hunderten auf einem Golfplatz in Anglesea leben, angucken wollten. Erstmal haben wir keine gesehen (und uns geaergert), dann aber doch welche gespottet. Feriha ist dann direkt mal naeher an die dran gelaufen, wobei mich noch die Schilder, auf denen stand, dass man nicht den Golfplatz betreten sollte, abgeschreckt haben. Nachdem aber einer, der da Abschlaege trainiert hatte, meinte die Schilder waeren doch "bullshit", bin ich dann auch mitgegangen. Was bin ich doch fuer ein obrigkeitshoeriges kleines Maedchen manchmal.
   
Dann wieder "on the road". Tolle Ausblicke auf die zahlreichen Buchten und Straende, die an der Great Ocean Road liegen.

Allerdings wurde das Wetter immer schlechter (was nicht bedeutet, das es kalt ist oder so) und es nieselte sogar was, als wir bei Maits Rest angehalten haben, einem kleinen Regenwald, der superschoen war - die totale Ruhe, riesige Farne und Baeume, die sich anscheinend selber schaelen. Mein Outfit hatte was von Nerd-Style, aber da waren jetzt auch nicht so viele Leute, die das haette stoeren koennen.
Wenn man dort innehaelt, kann man die ganzen Geraeusche des Waldes in sich aufsaugen (eigentlich wollte ich "aufsogen" schreiben, aber wie man das mit dem Hilfsverb "kann" verbindet, das geht gerade ueber meinen Verstand - hier (sind uebrigens gerade in Cairns und warten darauf, dass unser Flug geht) ist es einfach viel, viel, viel, viel, viel zu heiss und zu schwuel.

Weisste Bescheid :)

Baby-Farne:
 
  


 Laut Feriha "The new Australian collection" - ich sach's euch: Hot, Hot, Hot!!!

Supergerade gewachsen - kann nur nen Deutscher sein: mitten im Weg, das ist wohl nen Tuerke :))) 

Auf dem Weg zu Cape Otway haben wir dann ganz viele wilde Koalas in den Baeumen gesehen (ok, zugegebenermassen, wir haetten die nicht wirklich gesehen, wenn nicht staendig auf dem Weg Leute angehalten haetten und nach oben geguckt haetten). Die waren aber auch zuckersuess - insbesondere der, der mit dem Gesicht nach unten auf dem Baum schlief (uebrigens gehoeren Koalas zu den Beuteltieren und sind keine Baeren - wieder mal was gelernt!). Uebrigens auf dem Weg haben wir auch ein wildes Kaenguru am Strassenrand gesehen. Unser Tiere-Guck-Glueckstag :)
 

 

 Den Leuchtturm haben wir uns dann geschenkt, die wollten aber auch ein unverschaemt hohes Eintrittsgeld von uns. Insofern haben wir uns direkt auf den Weg zu den 12 Aposteln gemacht (also, mit Eishol-Tankstellenzwischenstopp, denn ein Tag ohne Eis ist kein guter Tag).
Erst runter zum Stand, wo uns das Meer doch etwas ueberrascht hat, so dass die Schuhe dann mal richtig nass waren. Jut, macht nix. Allerdings hat das mit dem Trocknen dann doch etwas gedauert.
 

 
 

Das ist natuerlich megatouristisch alles (mit Aussichtsplattformen), aber trotzdem gigantisch schoen.

Die weiteren Bilder hab ich auf ner anderen Karte, die Zeit rennt (wir muessen zum Flughafen), aber ich guck mal, wann ich evtl. das naechste Mal Zeit hab, ein bisschen was zu schreiben....

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