Freitag, 10. April 2015

Tag 7 ODER Blowholes ODER Kristina macht Bekanntschaften


So, hier noch ein paar Fotos von den beach fales bei Morgenröte. Die beach fale ganz vorne war meine ;-) (Nr. 1 - wie sich das gehört...)
 

Da ich den ganzen Urlaub eigentlich immer ziemlich früh wach war - ich denke mal, das liegt an der Hitze, irgendwann kann man dann einfach nicht mehr schlafen -, hab ich mir den Sonnaufgang angeguckt. Nicht so beeindruckend, wie der Sonnenuntergang, aber immerhin...
Das war das Frühstück - typisch samoanisch - Frucht, "Pancake", Toast, diesmal mit selbstgemachter Kokusnuss-Zitronen-Marmelade und warmen Papaja-Reis-Kokosmilch-Brei. Letzterer war jetzt nicht so mein Favorit. Hab mit nem deutschen Pärchen am Tisch gesessen, die waren aber nicht sonderlich gesprächig, sondern einfach nur schön. Na ja, jeder so wie er will, wa?!

Hier gibt es ja überall so kleine Stores am Straßenrand - so sieht das dann von nah/von innen aus. Alles im Angebot - bis auf frische Sachen eben, weil das die Leute ja alle selbst im Garten haben.
Mein erster Stopp des Tages war der Canopy Walkway (noch auf der Halbinsel Falealupo). Der liegt im Rainforest Preserve und ist eine schwankende, bis zu 30 m hohe Hängebrücke, die auf die Plattform eines mächtigen, über 200 Jahre alten Banyan-Baum (ein Ficus bengalensis) geht. Letztlich ist diese Brücke aber nichts anderes als Leitern, die hintereinander hängen und darauf liegt dann ne Holzplanke. Bissi unsicher war ich mir da schon, ob das so ne vertrauenserweckende Konstruktion ist - TÜV ahoi....
 
Guckst du, da oben...:
Den Turm muss man dann hoch steigen:


 

Ein Vorher-Foto - wäre ich runtergefallen...
(ein glücklicher Gesichtsausdruck sieht wohl auch anders aus..)
 
Allerdings ist man auch innerhalb von 2 Minuten drüberspaziert... (wenn überhaupt)
 
Der Blick auf die Umgebung von oben
 
Die Vorrichtung am Baum zum Runtersteigen

Danach in ich den Weg vom Vortag wieder zurück gefahren. Diesmal mit mehr Ruhe und mit mehr Fotostopps an der Straße. Hier bekam man dann wirklich einen guten Eindruck, warum die Insel "wild Savai'i" heißt, weil sich die Wellen an den Lavastein-Buchten gut brechen...
  


Eine Legend (oder ein wahre Geschichte?). Eine alte Frau und ihre Tochter blieben viele Jahre lang mit ihrer Familie zusammen. An einem Tag wurde die alte Frau während der Essenszeit sehr wütend auf ihre Familie, weil diese sie ignorierte und verließ das Haus. Sie kamen an diese Stelle der Bucht, mit nichts anderem im Kopf als dort hinunterzuspringen. Die alte Frau nahm ihre Tochter hoch und hob sie fest auf ihren Rücken bevor sie ins Meer sprang. Als sie die Meeresoberfläche trafen, verwandelte sich die Frau in eine Schildkröte und ihre Tochter in einen Hai. Seitdem werden an dieser Stelle oft eine Schildkröte und ein Hai Seite an Seite gesehen. Diese Stelle heißt "Lover's Leap", weil es sich um die große Liebe der alten Frau für ihre Tochter handelt.
  

Hier noch ein paar Eindrücke vom Weg
Noch nen Shop am Straßenrand


    



Und diesmal hab ich sogar mal was gefunden, was ich mir vorgenommen habe, nämlich den „black sand beach“. Na ja, ok, dafür hab ich den „Mu Pagoa Fall“ nicht gefunden, obwohl der angeblich der größte im samoanischen Archipel ist. Den hätte man doch durchaus mal ausschildern können. Aber lustigerweise waren auf dem Rückweg noch weniger Dinge offensichtlich aufgezeigt; die stellen die Schilder nicht nur in geringer Anzahl, sondern auch nur in einer Fahrtrichtung auf. Richtig clever ist das nicht. Aber: Da machste nix….

 



Dann bin ich zu den Alofa’aga Blowholes, die wirklich ziemlich beeindruckend sind. 

Hier die Legende dazu:
Legend tells that the Alofa’aga Pupu originated from times of the ancient warfare and rivalry between Samoa and the Kingdom of Tonga. The King of Tonga, Tuitoga Asoaitu, was planning an attack on Samoa, so he sent his two sons, Haliu and Haluilui, on a mission to find the best location for smooth execution of an attack. When the two sons arrived at the coastline of the village of Taga they decided it was the best location for their plan. As they approached the coastline, all of a sudden their canoes were hit by a strong wave and both brothers were thrown into the water, while their canoes were washed up onto the rocks. They struggled and fought hard against very strong currents and giant waves, until finally their bodies were tossed up onto the rocks too weak to move. On these rocks, legend tells that both sons of the might King of Tonga died, defeated by the fierce seas of Samoa. It is also believed that two holes were formed right where the two sons died, creating the famous Alofa’aga Pupu, also known as the Alofa’aga Blowholes. Whenever the La’I (south-westerley wind) blows from Tonga you will hear an unusually loud sound coming from the holes, believed to be the voices of the two sons. 

There are many blowholes around Savaii’s coastline but these at Taga rank as some of the world’s most spectacular. They are formed when wave action cuts a cave under the flat low lying coastal shelf and, providing the cave has an overhead opening, incoming swell will compress and be discharged with a mighty roar. The opening for the most impressive Alofa’aga blowhole is a vertical round hole 130 cm in diameter. It is a vent where steam and gas escaped during consolidation of the lava. A strong swell from the South will spray massive plumes of highly pressurized water and air up to 40 meters skyward. 

Vorne bei der Familie musste man dann wieder Geld abdrücken und so ein Typ meinte, er würde mit mir fahren. Aha. Der ist dann schön in den Fonds gestiegen. Da man von diesem Punkt noch 1/2 Meile entfernt war. Da ist hier nicht viel mit Laufen. Der Weg war auch mal wieder schön holprig und schlaglöcherig, aber irgendwann waren wir dan da. Der "Guide" ist dann ausgestiegen, hat sich Kokosnüsse aus seinem Versteck geholt und wir sind dann noch ein Stück zu den blowholes gelaufen. Da waren dann tatsächlich auch mal ein paar andere Touristen (yeah!!!). Der Guide hat dann die Kokosnüsse ins Loch geschmissen und die kamen dann mit dem nächsten Blow wieder aus. Der Guide von den anderen Touris hat sogar seinen Bananenstauden-Korb reingeworfen. 
Ziemliches Spektakel... Hier ein paar Video-Eindrücke davon:

 

Das Meer schmettert da im Allgemeinen ganz gut gegen die Felsen.....
 




Na jedenfalls meinte der Typ dann bei der Rückfahrt zu mir, die "Kokosnuss-Show" würde 20 SAT kosten. Ich so, ja nee, das hätte er ja gepflegt mal früher sagen können (hat mich doch stark an die Schlitzohren in Sri Lanka erinnert). Ausgebufft, sind sie ja dann doch, die Vögel. Ich hab dem dann letztlich 5 SAT gegeben, aber auch darüber hab ich mich im Nahhinein geärgert. So lernen die es ja auch nicht...
 

Hier noch ein paar, wie ich finde, beeindruckende Fotos von der "wilden Küste" vom Weg:
 
 Den einen Wasserfall hatte ich verpasst, den Afu Au Wasserfall aber gefunden. Problem war nur, dass der "aus" war, also nicht sprudelte. Tja, man kann halt nicht alles haben....
Auch hier gibt es eine Geschichte zu:

A giant by the name of Mafane lived just on the outskirts of Vailoa, Palauli Village, a location that was strategically chosen by the great strong fighter to allow him a perfect view of an approaching battle contenders during the time when great Samoan warriors fought and conquered the lands in Samoa.
It is believed that the giant Mafane eventually turned into a mountain. The mountain erupted and created a great open crater and the perfect water catchment lake, rich in flora and fauna. This crater lake is called Lake Mafane and when there are heavy downpours of rain, the lake is known to feed 25 streams, said to be the 25 warriors that made up Mafane’s battalion. These streams flow to seven rivers, four of which merge and flow directly to the Village of Mafana at Vailo, Palauli. One of these four rivers flows over the cliffs cascading into the large freshwater pool forming the beautiful Afu Aau-Swimming Waterfall Pool.
The pool gained its name from the villagers who would wait for the heavy rainfall season to compete in racing to the waterfall, jumping down into the pool and swimming from the bottom of the waterfall to the edge of the pool. 

Das Wasser war aber wieder richtig erfrischend und reingesprungen bin ich auch von oben, nachdem ich mich bei den bereits Badenden (Deutsche, natürlich! Aus Süddeutschland. Bissi links und öko angehaucht, aber sehr nett) rückversichert hatte, dass ich da jetzt nicht direkt am Boden aufschlage....

 
  

Als irgendwann Wolken aufzogen, bin ich weiter. Zu meiner letzten Unterkunft, wo ich mir dann auch ein richtiges Zimmer, mit eigenem Bad, direkt an der Lagune gegönnt habe. In Lusia's Lagoon Chalets. Der Rezeptionist war auch mal einer der wenigen, der wirklich gut Englisch sprach. Hab da ein bisschen rumgegammelt und dann abends auf dem Parkplatz Robert getroffen. Der war auch an dem Badeplatz gewesen, mit Fahrrad. Freak! Nee, eigentlich bewundernswert, dass man eine Woche mit dem Fahrrad bei den Temperaturen die Insel umrundet. Jedenfalls ist der aus Berlin, selbstständig (Winfo), auf 15monatiger Reise durch die USA, Zypern, Australien, Neuseeland. Hat auch nen Blog: frischluftgeschichten.de. Trinkt kein Bier, isst nix mit Geschmacksverstärkern und erkundet die Ländern am liebsten wandernd. Gut, mit all dem kann ich jetzt nicht so richtig was anfangen, aber der war einfach supernett und wir haben uns wirklich lange noch unterhalten. Der hat sich auch ne imaginäre Freundin erfunden, weil der auch keine Lust auf Erklären hatte.. Hihi. Seine ist Ärztin.
 

Dinner war im Übrigen sehr lecker; schön Fisch. Wenn man den schonmal frisch bekommt, wa? Und das Curry war auch angenehm scharf.... Und was gelernt hab ich auch noch. Siehe hier:
 
 


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