Montag, 6. April 2015

Tag 4 ODER Wasser, Wasserfälle und Kristina geht in die Kirche (!)


Morgens ging es dann mit einem gemeinsamen Frühstück los und ich habe mich dann entschieden, weil Rosemarie und die Argentinierin (Sabrina) in die Kirche wollten (es war Sonntag), mit denen zu gehen. Auf den Cook Inseln hatte ich mich nämlich im Nachhinein geärgert, dass ich das nicht gemacht hatte.

Das Dorf, zu dem die beach fales und die Familie, die die betreiben, gehören, liegt seit dem Tsunami in den Bergen. Das zog sich dann doch ziemlich, der Weg, so dass wir "just in time" um 10.00 Uhr in der Kirche ankamen. Aber die Islander haben es ja (bis auf die Fähren zwischen den zwei Inseln) nicht so mit der Pünktlichkeit, also ging es um 10.15 Uhr los. Es war ja Palmsonntag, also sind die Kinder, getrennt nach Geschlechtern und Körpergröße/Alter, mit Palmwedeln eingezogen. Die von den Mädchen waren noch zusätzlich mit Blüten geschmückt. In der Kirche herrscht auch noch insofern Ordnung, als dass die kleineren Kindern alle rechts sitzen, schön nach Altern aufgereiht. Dann kommen links davon die Mädchen und dann die Jungs. Im hinteren Teil, wo die Älteren sitzen, ist es dann eher ein wenig gemischt. Und alle schön in weiß angezogen und die Damen mit Hut.

Die kleinen Kinder wurden von hinten von einer relativ alten "Mamma" beaufsichtigt, die hatte auch schön nen Rohrstock neben sich liegen und den Fächer in der Hand. Damit hat sie dann die zur Ordnung gerufen, die bei den Predigten (!zwei!) nicht die Köpfe auf den Armen auf den Sitzlehnen gehalten haben. Aber wie mir, in einem anderen Zusammenhang mitgeteilt wurde, haben Klapse noch nie jemanden geschadet ;-).
Aber mit drei "Weißen" war es halt auch einfach viel zu aufregend. Die haben aber auch viel gesungen ("Orgel" aka Keyboard vom Abend vorher hat der Junge bei uns aus der fale gespielt; der war im Übrigen nachts noch fischen, hat zwei fette Tintenfische an Land gezogen), die Lesung mitgelesen. Bei den Predigten hatte ich aber auch den Eindruck, dass die Mädels dabei Hausaufgaben gemacht haben....
Der Gottesdienst hat sich schon etwas in die Länge gezogen, der Pfarrer hat uns zwischendurch aber auch gebeten uns vorzustellen und hat uns zwei Deutschen wegen des Germanwings-Absturzes kondoliert. Er hat auch kurz auf Englisch das Thema der Lesung (Einzug Jesu in Jerusalem) für uns zusammengefasst, was ich ziemlich cool fand. So wusste man zumindest ungefähr, worum es geht. Das möchte ich mal bei nem deutschen Pfarrer sehen, dass der das so aus dem Stehgreif macht...

Danach bin ich dann noch ein paar Stündchen zum Lalomanu Beach. An der Südküste findet man dann tatsächlich den "Südseetraum" wie in der Vorstellung. Fische sieht man hier übrigens auch ganz viele ohne Schnorchelausrüstung ;-)....

 


Über die "Le Mafa Pass Road" bin ich dann wieder gen Norden gefahren, wobei es dann natürlich wieder prompt angefangen hat zu regnen. Diese Inselmitte, ne. Da hab ich einfach kein Glück.
 

Aber die Wasserfälle waren auch im (Niesel-)Regen beeindruckend. Laut Reiseführer sind die beide über 50 Meter hoch.

 
 Bisschen samoanisch kann man ja auch mal lernen ;-)


 

 
 


Grundsätzlich gehört der größte Teil der Insel (85 %) nicht dem Staat, sondern den in den autonomen Dörfern lebenden Familien. Diese verlangen für die Nutzung/das Betrachten ihres Wasserfalls eine geringe Gebühr. Durch diese Zahlungen profitieren die samoanischen Familien vom Fremdenverkehr. Diskussionen sind hier übrigens zwecklos.


 



 

 


Schöne Ausblicke gab es denn auch noch gratis :)
   

Und weitere Impressionen von der Le Mafa Pass Road:


 




   
Wie gesagt, Tiere findet man hier an allen Ecken... Hier: Das Insel-Schwein. Hat übrigens nen längeren Rüssel als unsere europäischen Schweine

Meine Übernachtung des Tages war im Le Uaiana Beach Resort, das auch schon seine beste Zeiten gesehen hatte, und wo außer mir noch ca. 5 andere Gäste waren. Als ich duschen wollte, gab es kein Wasser mehr, weil irgendwo im Ort einer die Leitung kaputt gemacht hat. Wurde aber relativ zackig wieder in Stand gesetzt, hat sich dann aber morgens noch mal wiederholt. Das Problem schien schon ein paar Tage zu bestehen...





Abends schön noch Abendessen auf der Terrasse, wo ich eine australische Familie kennengelernt hat, wo die Frau deutsche Wurzeln hatte. Die haben mir innerhalb von 30 Minuten auch so viel aus ihrem Leben erzählt, wie ich von manchen anderen nicht weiß. Beeindruckend....


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