Wetter: Weiterhin ma su, ma su. In der Tendenz eher kühler.... :(
Sporteinheiten: 1
Zeit im Wasser: 20 Minuten
gelesene Bücher: Antje Rávic Strubel - Sturz der Tage in die Nacht (das war das Buch, was so lange gedauert hat - würde ich jetzt nur bedingt weiterempfehlen, denke ich; aber da bin ich nicht alleine, siehe hier)
Hier übrigens noch die fehlenden Bilder vom Wharf-Jumping:
Da gehen wir am Strand entlang zum Steg...
Na, wer traut sich?
Und Kristina springt....
Insgesamt ist jeder von uns (außer den Jungs) drei Mal gesprungen; wenn man schon mal da ist, wa?!
Das Heldenfoto (aka diejenigen, die es dann nicht mehr so ewig im Wasser ausgehalten haben und unter die heiße Dusche gesprungen sind ;-))
So sah dann der BBQ-Tisch und die Vorbereitung des Tastings aus....
Und mein "Certificate of Appreciation":
Wir waren dann Mittwoch übrigens doch noch in Orewa. War aber nix mit Bodyboarden, weil gar keine Wellen da waren. Also sind wir einfach so ein bisschen im Meer rumgeplantscht. Danach gab es noch Fish & Chips (für mich Burger, ich bin ja nicht so ein Riesen-Fan von dem frittierten Fisch; das ist ja mehr Panade als Fischfleisch) und ein paar Tränen, weil Darian sich den wackeligen Zahn angeschlagen hatte und es anfing zu bluten. Na ja, so ist das Leben, wa. Dafür haben die einen dann auch von den billigen hinteren Plätzen auf der Rückfahrt weniger geärgert als auf der Hinfahrt (Haralds Auto ist übrigens ziemlich cool, da gehen 7 Leute rein, very praktisch).
Das BBQ bei uns am Donnerstag war auch jut. Nur sehr alkohollastig, was uns dann ein wenig den Freitag verhagelt hat. Dafür habe ich heute (Sonntag) auch den ganzen Tag gearbeitet. Aber das Motto mit dem "wer saufen kann..." war an dem Tag quasi nicht durchsetzbar (das will was heißen!). Aber, Gott sei Dank, hatte es nicht nur mich getroffen, sondern auch Chef lag flach ("Migräne") und bis Dominik sein Shuttle zum Flughafen genommen hat, war ICH sogar auf und hab mich zusammen gerissen. Jaja. Das muss dann ja doch sein. Aber gut war das alles nicht. Wenn ich dran denke, dass der dann 36 Stunden Reisezeit vor sich hatte, oh jee..... Erinnert mich stark an den Hinflug nach Fuerteventura...
Samstagmittag waren wir mit einer größeren Gruppe zum America's Cup Match Race verabredet. Alex (die ehemalige Doktorandin von Valentyna, siehe ein paar Posts vorher, die mit einem Kiwi zusammen ist) hatte nämlich noch Voucher übrig für dieses Event - das Ganze war dementsprechend komplett umsonst für uns - jaha, das Sparbrötchen freut sich (insbs. nachdem der Samoa-Urlaub doch viel, viel teurer wird als gedacht, aber das macht man eben auch nur einmal).
America's Cup ist hoffentlich den meisten ein Begriff. Ich bin da ja völlig unbeleckt und hab keine Ahnung, wann man wie was macht und welche Regeln es überhaupt gibt. Aber jut. Musste man auch nicht. Man konnte mitmachen/-helfen beim Segeln, wenn man wollte. Wenn nicht (und das waren auch einige), dann eben nicht. Aber da es als "Match" bzw. Race angelegt war, wo ein altes Boot eines America's Cup-Teams gegen ein anderes segelte, mussten schon ein paar Männeken beim Grinden mithelfen. Wer nicht weiß, was das ist, der lese hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Grinder_%28Segeln%29. Wie gut, dass es Wikipedia gibt.
Und so sehen die Boote aus - im Hafen liegend und auf dem Weg nach draußen:
Noch jemötlich - Alex, Rob und ich chillen...
Rob hat übrigens die ganze Fahrt über die Cricket-Live-Übertragung
gehört, weil Neuseeland im Viertelfinale stand und er Karten für das
Halbfinale am Dienstag hat. Das Spiel ging irgendwie um 13 Uhr los und war noch dran, als wir uns auf den Heimweg gemacht haben (20.30 Uhr). Das ist ja echt so ein Endlos-Sport. Wer braucht das? Er hat mir auch kurzzeitig mal versucht, die Regeln und die Bepunktung zu erklären. Aber da ist bei mir Hopfen und Malz verloren. Ich meinte nur, ich könnte mir am ehesten vorstellen, dass man nur zum Cricket geht, um sich stundenlang in Ruhe in der Sonne zu betrinken. Da meinte er nur "You got it". Ok. Das war dann einfach.
Hier unser Skipper - Tom:
Und noch ein paar Ausblicke auf die Skyline von Auckland als wir aus dem Hafen getuckert sind.
Ja, getuckert, denn das war eines der wenigen Dinge, die Tom uns erklärt hat. Nämlich, dass das Boot mit Motor und Reling und noch was (das hab ich vergessen) aufgerüstet worden ist, damit es die Touren machen kann. Die Tour operiert seit 15 Jahren, bisher ist bei der Aktion noch nie jemand ins Wasser gefallen.
Das Boot wurde eigentlich (1995?) für das deutsche Team gebaut. Das ist damit aber nie gefahren, weil die da irgendwas mit der Buchhaltung vercheckt haben und es nicht mehr bezahlen konnten. Irgendwas war dann noch mit dem Schweizer Team Alighi (?)- ich glaub, der Designer von dem Team hat das Boot dann übernommen oder so. Und dann hat es irgendwann das Team Neuseeland als Trainingsboot genutzt, aber irgendwann festgestellt, dass die damit zu langsam sind. Insgesamt hatte das Boot, bevor das die Firma übernommen hat, relativ wenige Segel-Stunden auf dem Buckel, war also quasi brandneu.
Leider muss ich sagen, dass Tom ziemlich genuschelt und extrem schnell gesprochen hat, so dass ich nur Wortfetzen aufgeschnappt hab. Diesmal also weniger Text und mehr Fotos (und ich höre Leute tief ausatmen ;-)).
Daher hier: Ich auf dem Boot
Das Segel war übrigens riesig - angeblich ist das 4 1/2 Stockwerke hoch - aber je nachdem, wenn man da auf dem Boot gefragt hat (die Mannschaft waren mit Skipper 5 Leute), gab's immer ne andere Antwort... Insofern, Angabe ohne Gewähr...
Und dann ging's los. Tom hat uns seine "Strategie" erläutert, aber ich hatte natürlich keinen Plan, wovon der eigentlich spricht. Irgendwas war mit "3 leg journey", "5 Minuten", "10 Minuten"... Ich hatte keinen blassen Schimmer... Auf jeden Fall gab es ein "back team" und ein "front team", die jeweils zwei Grinder zu zweit bedienen mussten. Natürlich hat sich von den hinteren Bänken keiner freiwillig gemeldet, also haben Simone und ich das erstmal übernommen (hinteres backteam). Für die Anweisungen "forward", "backward", "hold" hat es gerade noch gereicht ;-)
Das gegnerische Boot
Wir haben auch die meiste Zeit an dem Grinder gestanden; irgendwann zwischendurch (aber nicht allzu lange) haben Chef und Leo (ein anderer Prof aus Massey) übernommen....
Und so sah das dann aus... Irgendwie ziemlich uncool...
Und hier kann man ganz gut erkennen, wie sich das Boot zur Seite legt. Da war Festhalten angesagt bzw. schön die Füße gegen die Fußbodenerhöhungen stemmen.... Aber cool war's....
Und hier noch ne Aufnahme von der "Segel-Action".
Hat auf jeden Fall Spaß gemacht und wir haben auch einigermaßen Geschwindigkeit bekommen. Allerdings haben wir das Rennen verloren, obwohl Toms Strategie sicherlich einwandfrei war (I guess ;-)). Er hat uns dann auch erklärt, woran das lag - einem Wind"loch", aber ehrlich gesagt, ich hab eh nie gecheckt, wer wie wann geführt hat und warum. Ist offensichtlich nicht mein Sport.
Danach haben wir noch ein paar Wenden (und Halsen) gemacht - das ist mal mehr, mal minder gelungen. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, vielleicht war auch die gestellte Mannschaft schlecht ;-).
Simone hat mir dann das ein oder andere in Ansätzen erklärt... Aber einen Experten würde ich mich jetzt nicht schimpfen....
Sind dann noch unter der Harbour Bridge durchgesegelt (das passt auch gerade so mit dem Segel - bei Flut muss man da wirklich aufpassen), haben da Leute beim Bungee-Jumpen beobachtet; es durften noch ein paar Externe ans Steuer (u.a. Jan & Simone), und dann ging's schon zurück in den Hafen. Na ja, schon, das Ganze hat 3 Stunden gedauert...
Da ist einer vom Team rumgeturnt um die Segel einzuholen - uiuiuiui...
Danach waren wir da am Viadukt (Bereich am Hafen) noch ein-zwei Bier trinken; natürlich mit Cricket im Fernsehen und sind noch was essen gegangen. Und da hab ich dann endlich meine Muscheln gekriegt Die waren ja noch auf der to eat-Liste... Waren aber nicht so lecker wie vor ein paar Jahren. Oder ich hab mir das zumindest eingebildet.
Alles in allem eine sehr runde Sache, mit viel Wasser, Sonne, guten Gesprächen und einer sehr entspannten Atmosphäre.
Jetzt bin ich ein wenig unter Druck, weil ich Mittwoch einen Vortrag hab, wofür noch nix steht, weil da nur Mist rauskommt, mir für Samoa noch Unterkünfte fehlen (wobei - chill ma - die sind da sicherlich voll entspannt auf der Insel), ich noch keine Sachen gepackt hab, und meine "to do"-Liste für die Arbeit auch nicht wirklich merklich geschrumpft ist. Keine Ahnung, wo die Zeit hin ist. Und jetzt sagt bitte nicht in Freizeitaktivitäten :)
Anyway: Das war erstmal der letzte Blog für längere Zeit. Auf Samoa hab ich den Rechner nicht mit. Aber ich versuche, die "Island Time" später zu Hause im WW noch aufzuarbeiten. Kann das aber nicht versprechen.
Passt auf euch auf!!!
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