
Ich hab mich eingemummelt vor der Sonne - hier der Beweis:

Dann sollten irgendwann die Segel gehisst werden - wir hatten ja auch nen Segeltörn gebucht (es gibt tatsächlich Leute, die klagen so was ein; wenn nicht wenigstens einmal die Segel gehisst werden - verrückt...). Allerdings war fast überhaupt kein Wind, was auch den ganzen Törn über so bleiben sollte, insofern war das auch das letzte und einzige Mal, dass die Segel ausgepackt wurden. Soviel zum Segel(!)-Ausflug. Rob hat sich dann Feriha & mich als Freiwillige ausgesucht - mein Gott, war das schwer, die Teilen ach oben zu kriegen. Gutes Workout :))
Nach ner Stunde "So tun als ob" wurden die Segel wieder eingeholt und wir haben Whitehaven Beach angesteuert (vorher gab's noch Lunch - Salat, Hähnchen und Kartoffelsalat - der Rob, der kann's).

Den ersten Schnorchelspot haben wir dann ausgelassen, weil das Wasser zu aufgewühlt war und wir so eh nichts wirklich sehen hätten können. Sind noch ein bisschen auf offener See getrieben um den Sonnenuntergang zu sehen. Leider war er nicht so vollendet schön, weil da Wolken im Wege waren. Man konnte in der Ferne auch ein Gewitter sehen - ziemlich beeindruckend.

Sind dann (wohl früh - irgendwie verliert man da doch das Zeitgefühl) in die Kajüte.Allerdings hat man, nicht nur wegen der Beengheit - erstaunlich übrigens, was man alles in so einem Boot alles unterbringen kann - das Gefühl gehabt, zu ersticken, weil da überhaupt keine Luft drin war. Insofern haben wir die Tür zum "Salon/Küche" offen gelassen. Soviel zur teuer erkauften Privatkabine. Außerdem hatte man auch das Gefühl, dass die Toilettenpumpe direkt neben unserer Kabine war. - so hatten wir was von jedem Klogang.
Haben das Fenster aufgelassen, allerdings fing es nachts total an zu regnen und es hat (trotz vermeintlich geschlossenem Fenster) auch auf unsere Klamotten geregnet. Summa summarum war die Nacht jetzt nicht wirklich erholsam - bin daher final um 6.30 Uhr aufgestanden. Da hat es immer noch wie aus Eimern geregnet und draußen war es überall so grau, dass man nicht mehr daran dachte, dass es eventuell noch besser werden könnte.
Und Elvis & Priscilla haben wir auch gesehen - das sind so große, gräuliche Fische, die dort "wohnen". Bei einer kurzen Über-Wasserflächen-Pause haben wir mitgehört, dass der Tag wohl seit Wochen der mit der besten Sichtbarkeit ware. Cool, wa. Lucky us.
Bis zum nächsten (Lunch-/Sandwich-)Stopp (Longford Island) lagen wir an Deck - ich im Schatten (dachte ich); bin dann auch mal gut weggeknackt.
Im Hafen angekommen hat es von jetzt auf gleich aus allen Rohren angefangen zu regnen (gut, besser im Hafen als auf dem Trip selbst).
Die Strecke war auch mal wieder supereintönig, nur unterbrochen durch die diversen Varianten des "Bitte überleben Sie die Fahrt"-Claims. Hier eine kleine Auswahl (übrigens scheinen sich Alliterationen und Reime anzubieten):
- Arrive alive
- Survive this drive
- Rest or R.I.P.
- Break the drive. Stay Alive.
- Stop. Revive. Survive.
Gegen halb elf sind wir dann in Rockhampton (losgefahren sind wir so um halb fünf, inkl. Pizzaholstop (Feriha kann man auch einfach mal "rrrarrha" nennen, warum nicht?!)) angekommen. Haben das YHA nicht direkt gefunden und sind noch ein bisschen rumgecruist. Allerdings mussten wir den armen YHA-Betreiber rausklingeln, weil wir keinen Safecode bekommen hatten. Schnell noch duschen - die Haut ist mittlerweile pinky-and-the-brain-mäßig rot. Und tat auch weh. Verdammte Scheiße!
Ansonsten:
- Neue 3 P's gelernt: Pee, Pooh, Paper (fürs Klo; sonst kommt da nix rein)
- bin "pretty enough" um auf dem Boot zu bleiben und zu putzen (vielen Dank, Jungs!)
- Tauchlehrer scheinen in der Ausbildung immer dieselben Witze zu lernen - Maske nicht zu eng machen, sonst gibt's Abdrücke und alle lachen über dich (harrharrharr)
- Die Schilder mit "Daddy, how long still to go?" sind nur bedingt hilfreich, wenn sie nicht beantwortet werden; genau wie ein einziges Rätsel (welches ist der höchste Berg in Queensland?) für die gesamte Strecke
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