Montag, 21. Februar 2011

Sonne(nbrand) am Waihi Beach


Am Freitagnachmittag ging es dann mit Sack und Pack los gen Waihi Beach. Vorher war am Treffpunkt am Supermarkt noch große Aufregung, da Pascal seine Kamerakarte zu Hause im Computer vergessen hatte. Gott sei Dank hatte Franziska noch eine (kleine) Speicherkarte übrig und auch meine Speicherkarte konnte man ja auch hin- und hertauschen. Nichtsdestotrotz war dann erstmal die Laune im Keller....Ich habe ja mittlerweile einen angestammten Platz in der letzten Sitzreihe von van Heerdes Auto. Diesmal war die Kletterei durch den Kofferraum auf meinen Platz allerdings etwas erschwert, da das Auto und der eine der beiden hinteren Sitze mit Sachen fürs Wochenende vollgepackt war. Aber ein bisschen Flexibilität aus den Turnertagen scheine ich ja doch noch behalten zu haben. Habe mal wieder meinem Ruf alle Ehre gemacht - habe den ganzen Weg geschlafen bis wir kurz vor dem Ort waren. So geht die Zeit wirklich schnell rum :D

Anscheinend ist das hier, ähnlich wie in Frankreich, so, dass Bewohner für die Sommer ihr Haus aufgeben und das an andere Leute vermieten. Wir hatten "Modern Waihi Beach" gebucht, wobei Chefin und ich im unteren Teil in einem Stockbett geschlafen haben (die Matratze war ein Alptraum, ich han Rücken) und Pascal im Wohnzimmer auf der Couch, so dass die oberen Stockwerke den Familien vorbehalten sein konnte. Pascal musste so aber leider das ganze Wochenende sehr früh aufstehen, weil die Kinder ja nun nicht wirklich ausschlafen. Letztlich bin ich aber auch immer so gegen 8.00 Uhr auf den Beinen gewesen - so richtig dicke Wände gibt's in NZ ja nicht wirklich....

DAS "HAUS AM MEER"
  
 
Das Haus verfügte aber auch über einen Sky-Zugang (so dass es Tonnen von Fernsehsendern gab), über ne Playstation mit SingStar, einem Riesen-Giga-BBQ (oder "Barbie", wie man hier sagt), ein Fahrrad, etc. Die komplette Ausstattung also.

Da Dominik inkl. vollgepacktem Auto ein bisschen später ankam, haben wir schonmal den Zugang zum Strand erkundet. Das war tatsächlich auch nur knapp 4 Minuten Fußweg. Und ganz schön toll.... Die Wellen waren auch der Kracher. Wie früher am Atlantik. Da kam schon Vorfreude aufs Wellenbad auf...

 


Abends gab's dann erstmal ne Runde Fish'n'Chips aus dem Take-Away "in Town" (für mich die Extrawurst mit Burger statt Fish, aber diesen frittierten Fisch mag ich nu mal überhaupt nicht). Dazu drei verschiedene Arten "Chips", wobei ich sagen muss, dass mir die Kumara-Fritten am besten geschmeckt haben. Ich sach ja, ich werde da ein richtiger Fan von....

Hier auch mal die ganze Truppe, damit ihr wisst, von wem ich hier ständig spreche
Darian                                         Daniel
Dominik, Hannah, Clara                   Harald und Darian
Pascal, Valentyna und Franziska im "Research Talk"

Nach dem Abendessen sind Pascal und ich noch mal an den Strand getigert um ein bisschen was vom Sonnenuntergang zu erwischen. Allerdings ging die Sonne auf der anderen Seite unter (was Dominik uns auch schon vorher gesagt hatte), so dass wir eigentlich nur den Mond und die Atmosphäre fotografieren konnten. Wobei Pascal natürlich wieder die schöneren Fotos gemacht hat. Is ja klar :)
 
 




Wobei ich finde, dass das Foto hier auch fast was Künstlerisches hat....

Abends wurde auf dem Sofa noch etwas geschnackt und Erfahrungen ausgetauscht. Bin dann aber (nach den Kindern) mit als Erste ins Bett :D (ja, das ändert sich wohl nie)...

Der Samstag begann dann, wie erwartet, relativ früh. Pascal war am ehesten wach und ist dann los den Sonnenaufgang zu fotografieren. Hier das Ergebnis:
Ziemlich cool, finde ich


Wir sind dann mit Harald und den beiden Jungs nach dem Frühstück an den Strand. Allerdings hatte Darian keine so gute Nacht gehabt (genauso wie Dominik und Hannah, die meinten, dass diese Nacht die bisher schlimmste Nacht gewesen sein - ja, die Benchmark hat sich doch ein wenig nach unten bewegt), so dass nach 11 Minuten Schluss mit lustig (Sandburg bauen, respektive Frisbeespielen) war. Pascal und ich sind aber noch was länger geblieben. Wenn wir schonmal Meer und Sonne haben... Und wenn die Sonne noch nicht so stark ist... Bin dann auch direkt mal ins Meer gehüpft. Im wahrsten Sinne. Denn die Wellen waren doch ganz schön stark und groß, so dass man die nur im Hüpfen (oder mit Drunterdurchtauchen, das find ich aber nur bedingt toll) überwinden konnte.
Pascal hat dann noch ein bisschen weitergebraten; ich bin aber wieder zurück ins Haus um die Mittagshitze drinnen zu verbringen. Da gab's dann Buch weiterlesen, Pasta essen, Dominik beim Salate fürs abendliche Barbei zubereiten zugucken (hab mir nun auch mal direkt das Rezept abgeguckt), einen Teil des Barbecuegrills von jahrelang angesammelten Schmutz entfernen.. Alles ziemlich entspannt. Hab auch noch ein bisschen mit den Jungs, insbesondere Daniel, getobt. Aber das ist, muss ich ja mal zugeben, doch auf die Dauer ziemlich anstrengend. Die wollen ja nie aufhören. Immer weiter, weiter, weiter. Wo die bloß ihre Energie hernehmen. Vielleicht sollte ich es auch mal mit Chocopops am Morgen versuchen....

Gegen (Spät)Nachmittag sind wir dann mit dem Auto (irgendwie ist es dann doch ziemlich amerikanisch hier) zu einem 3km entfernten Strandabschnitt (mit Lifeguards) gefahren, weil Harald meinte, dort seien die Wellen nicht ganz so krass. Waren sie aber dennoch. Aber das macht ja gerade Spaß.

Male im Wasser: 2
Gelesene Seiten: ca. 100
Entspannungslevel: ok

Irgendwann ist dann Franziska los, dann sind Valentyna und Hannah mit den Kiddies los und Harald un Dominik haben sich die Joggingschuhe angezogen und sind nach Hause am Strand entlang gelaufen (warum ich, danke Dominik!, nun meine Joggingschuhe eingepackt habe, wenn mir keiner Bescheid sagt, wenn es denn so weit ist, bleibt unklar). Pascal und ich sind noch ein bisschen rumgelegen bis es tatsächlich ein wenig zu kühl dazu wurde (generell wehte den ganzen Tag über ein wenig Wind, so dass die Temperaturen sehr gut zu ertragen waren). Dann sind wir auch zurück gelaufen, wobei wir uns mal wieder an einem "Germany's Next Top Was auch immer"-Fotoshoot versucht haben. Siehe hier:




Nur für dich, Steffi - noch mal ein Sprungfoto :)

Jedenfalls war der Weg zurück doch länger als gedacht, insbesondere weil wir am Ende nicht mehr am Strand entlang konnten, weil die Flut uns den Weg abgeschnitten hatte. Wir sind dann teilweise schon ein wenig dumm angeguckt worden, als wir da durch die menschenleeren Straßen getigert sind. So Menschen, die zu Fuß gehen (statt das Auto zu nehmen), sind doch eher was Ungewöhnliches.

Frau E.: So eine haben wir Ihnen gesammelt :)


Abends war dann BBQ angesagt, wobei ich dann durch die Fliegerspiele mit Daniel & Darian meinen Teil Würstchen und Fleisch (das Lamm! Deliziös!!) schon wieder abtrainiert habe (zumindest bilde ich mir das ein - hier ist ja nirgendwo ne Waage und ich muss mich ja im Bikini nicht selbst angucken *lach). Abends haben wir dann noch in die Rugby-League (Hamilton wurde vernichtend von Canberra geschlagen) reingeschaltet und Harald hat uns ein wenig die Regeln erklärt. Ist so ein wenig wie American Football, nur ohne Ausrüstung (Kennt ihr den Asterix-Comic, wo die bei den Briten sind und die Briten beim Spielen so ne komische Kopfbedeckung tragen? Genau solche haben die, neben Ohrwegbandagiervorrichtungen, auch getragen). Dem Kapitän des einen Teams hat beim Interview auch noch fett das Ohr geblutet.
Irgendwann haben wir dann auf den Movie-Channel umgeschaltet und haben alle zusammen "Hangover" geguckt. Der war eigentlich ziemlich witzig.

Eigentlich hatte ich gesagt, dass ich am nächsten Morgen mit Pascal aufstehen und den Sonnenaufgang fotografieren wollte. Aber diesmal hatte ich ne schlimme Nacht, weil ich gefühlt jeden halbe Stunde aufgewacht bin, weil meine (mittlerweile zahlreichen) Mückenstiche so gejuckt haben. Irgendwas haben die auch an der Rezptur meiner ehemaligen Wundersalbe Systral geändert, so dass die irgendwie nicht mehr so wunderbar wirkt wie sonst immer. Und auch das "Goodbye Sandfly"-Zeug hat mich ziemlich im Stich gelassen. Aufgestanden bin ich dann trotzdem um 6.30 Uhr, aber da es wolkig war und ich verdreht und müde, ist Pascal doch alleine los und ich hab mich auf die Couch verzogen um doch noch ein wenig zu schlafen, weil es in unserem Zimmer (im Gegensatz zum Tag davor) doch ziemlich warm war.
Hätte ich aber gewusst, wie schön das aussah, wär ich vielleicht doch mitgegangen. Gut, Feriha, dann musst du in Australien wohl öfter dran glauben :)))




Weil das Haus um 11 Uhr übergeben werden sollte, haben wir dann gemächlich zusammengepackt und sind dann nochmal gen Strand. Schön in der Mittagssonne. Läuft. Das habe ich dann tatsächlich abends auch gemerkt. Meine Nase ist vorne immer noch ziemlich rot. Wer mich kennt, weiß wie das aussieht.
War aber noch 2 x im Wasser, was richtig cool war, weil die Wellen, fand ich jedenfalls, doch noch etwas höher waren als am Tag vorher.

Irgendwann sind wir dann los, zu einer "Winery", die kurz vor Waihi lag um dort zu lunchen. Lustigerweise war der Typ, der dort den Laden schmiss, ein Deutscher. Auf meine Frage, wo er herkam, hat er zwar nicht geantwortet, aber vom Slang her würde ich mal auf Hesse tippen. Die Winery war auch voll schnuckelig, mit einer Terrasse draußen, drinnen urig mit Kamin, kleine Essenskarte, kleine Weinauswahl. Genau so was stellt sich, glaub ich, mein Vater vor, wenn er sich seinen kleinen Gastrobetrieb ausmalt. Die Portionen waren für den Preis zwar ein wenig klein, das selbstgebackene Brot und die Dips (Knoblauchbutter - yammi!!!) aber superlecker. Der Wein natürlich auch :)
Danach ging's zurück nach Hamilton - aber ich hab davon natürlich (wie immer) nicht so viel mitgekriegt.
Kofferraum-Kristina

Der Abend endete mit diversen Waschgängen, Thai-Take Away und dem "Yes-Man" Jim Carrey (den ich auch nur gerade so zu Ende gucken konnte bevor mir die Augen zugefallen sind). Irgendwie doch zuviel Sonne, zuviel frische Luft, zuviel Rumtoben mit den Kiddies. Kinder sind doch schon ein 24-Stunden-Job. Das muss man sich wirklich gut überlegen. Eiaiei....

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