So, kurz vor (meinem) Wochenende melde ich mich nochmal. Viel zu berichten gibt es allerdings nicht. Die vergangene Woche stand voll unter dem "Arbeitsstern".
Hier die Woche in der Kurzzusammenfassung (von Susi):
- Die Laufstrecke ist definitiv zu hügelig (ich war dreimal diese Woche - bin überrascht ob meiner Disziplin; Strecke ist aber auch deutlich kürzer als zu Hause :D).
- Das Fernsehprogramm lässt dienstags ziemlich zu wünschen übrig.
- Kumara ist lecker
- Indisch auch
- Neuseeländer warten tatsächlich immer auf die Antwort auf die Begnegnungs "How are you"-Frage. Die Standardantwort: "I'm good". Für Männer: "Not too bad, not too bad."
- Im Supermarkt sollte man möglichst "On special" [sprich: "Spischel", damit es NZ-Sprech wird] kaufen.
- Pascal kann "Spaghetti Frittata" (Spaghettiomelette) "kochen"; Spaghetti kann man also auch ruhig mal zwei Tage lang essen; Nudelsalat übrigens auch
- Die Sushi-Plätze (Uni, Zentrum) sind einfach gigantös - da kann man sich einfach nicht dran satt essen
- Man kann jeden Tag in den Supermarkt gehen. Muss man aber nicht.
Jungs - opjepasst! Wenn man draufklickt, kriegt man den "Guide for all MANkind" auch in groß :)
Am Mittwoch (hat übrigens fast den ganzen Tage geregnet - nur damit ihr nicht denkt, dass hier die ganze Zeit Sonnenschein ist - ich hab natürlich Sonnenschein im Herzen, is ja klar :)) waren wir abends im Kino - in "The King's Speech". Gut, es hat etwas gedauert, bis wir den Eingang (bzw. die richtige Auffahrt) gefunden hatten (das Kino war außerhalb) und die Bauarbeiter waren bei der Nach-dem-Weg-Frage auch nicht wirklich hilfreich ("I didn't even know there's a movie theatre here"), der Film war aber wirklich richtig gut und trotz anfänglicher Bedenken (British English und Stottern - eine ffffffulminante Mischung) auch gut zu verstehen. Pascal und ich haben auch noch Studentenrabatt bekommen (so dass das Kino dann nur 8 Euro gekostet hat), allerdings hat Harald das mit dem Dozentenrabatt (wo gibt's denn sowas???!) noch getoppt. Das gesparte Geld zum Normalpreis habe ich dann in die Popcorn-Kombo investiert, allerdings hatte ich keine 2 Minuten später einen Teil der Sprite auf meinem T-Shirt und keine 5 Minten später hab ich gemerkt, dass das Popcorn salzig war. Bäh, pfui. Tja, da war wohl der Tollpatsch-Modus mal wieder angeschaltet.
Pascal hat auch einen Teil des Films verschlafen, was NATÜRLICH (!) meine (!) Schuld war, weil ich den armen Kerl morgens um viertel vor sieben zum Laufen GEZWUNGEN (!) habe ["Mir ist schlecht, ich hab noch nix gegessen und getrunken", "Morgens Laufen ist voll blöd"]. Und deswegen (wegen des Laufens am frühen Morgen - der Kopfschleim hat sich wohl auch aufs Logikzentrum gelegt) ist er auch krank. Und leidet. Und lässt uns durch unaufhörliches Nasehochziehen daran teilnehmen [ich höre schon (wenn er das liest): "Du kannst ruhig mal Mitleid mit mir haben", "Boah, ich bin wirklich krank"].
Apropos Pascal. Liebe Leute, die meinen, wir würden doch so ein schönes Paar abgeben.
Dem kann ich nur erwidern: "I don't think so" (das mit leicht quäkender Einschnapp-Stimme vortragen). Was übrigens ein Zitat (eines von vielen) von Pascal ist.
Die anderen sind z.B.
- "Go f yourself"
- "Du [Anmerkung der Redaktion: Damit bin ich gemeint] bist der Ursprung allen Übels"
- "Y'all"
- "You make me feel, like I'm the only girl [Anmerkung der Redaktion: !!!] in the world" (man stelle sich das jetzt noch gesungen vor.
Auf dem Rückweg aus dem Kino sind wir noch über folgendes gestolpert (typischer Kiwi-Humor):
Jawoll! ("I like"-Button)
[Btw: ich werde hier irgendwie zum Schokoesser. Keine Ahnung, was da los ist]
Gestern (Donnerstag) waren wir zum BBQ bei Mark (einem Associate Marketing Prof hier an der Uni) und seiner Freundin Chen eingeladen. Weil wir für Salate eingeteilt waren, aber Pascal und Franziska noch Arbeitstreffen hatten, bin ich zu Hause geblieben um dann die Salate frisch mitbringen zu können. Aber unser Internet hier im Appartment ist auch ganz gut, so dass die Literaturrecherche fröhlich weitergehen konnte.
Hab mich als Hausmütterchen geriert - Wäsche gewaschen (LEARNING (nur für dich, Isabel): Man sollte doch nicht die weißen Handtücher mit den dunklen zusammen waschen - die haben lila Flecken; ups...), Spülmaschine laufen lassen, Einkaufen gegangen (wobei ich eine deutliche Präferenz dafür habe, wenn Pascal als männlicher Schlepper (gibt Muskeln und so) dabei ist) und Salate unter Zeitdruck (wegen manelhafter Zeitabschätzung) gezaubert (ein weiteres Learning: Nudelsalat ist tatsächlich eher so ein deutsches Ding). Der Kumara-Salat von Dominik hingegen kam super an. Der war aber auch superlecker - werde hier wohl noch zum Süßkartoffelfan.
Das Baby von Hannah und Dominik ist übrigens einfach nur superlieb, ständig am strahlen und total ruhig - als Benchmark allerdings, so wurde gestern festgestellt, ziemlich schwierig. So ein nettes Kind habe ich wirklich selten gesehen. [Sollte ich mal Kinder bekommen, hätte ich auch gerne so eins - das sei mal hier festgehalten]. Ansonsten habe ich ein bißchen mit Darian und Daniel rumgetobt. Kinder sind in dem Alter wirklich leicht zu entertainen ("I like").
Kurzzusammenfassung des Abends:
- Fliegentöten mit der Fliegenklappe gehört nicht zu meinen Talenten. Auch nicht, wenn es hunderte zur Auswahl gibt
- Michael Jackson hat wirklich gute Musik gemacht. Allerdings hat sich seine Taktik mit dem Blumen-in-das-Panzerrohr-Stecken und "Stop" rufen wohl nicht so richtig durchgesetzt
- Bei Air New Zealand werden vorne immer zwei freie Sitze angezeigt. Allerdings, wenn man die buchen will, gibt's den Hinweis: "This is where the pilots sits" (hihi, typisch Kiwi)
- "Goodbye Sandfly" wird mein Lieblingsduft (zu den angesammelten Mückenstichen auf meinen Füßen ist nämlich keiner mehr dazu gekommen *und alle so: Yeah)
- Fotos von meinem Hintern sind verboten
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