Montag, 2. März 2009

Sommer, Sonne, Sonnenschein - ein Ausflug auf die Coromandel Halbinsel ODER Bilder über Bilder

So, heute isses mal wieder soweit. Ausflug am Wochenende, natürlich wieder mit Sonnenbrand, gut überstanden, Unmengen an Fotos geschossen und das dringende Bedürfnis, mich der "Außenwelt" mitzuteilen. Also dann...
Samstag hat es den ganzen Tag in einer Tour durchgeregnet. Was aber nicht so schlimm war, da wir die ersten Daten unseres Projektes bekommen hatten und fleißig am Analysieren waren. Aber da danach mal wieder einiges geändert werden musste, und damit ein wenig meiner Vorbereitung der Tage zuvor für die Katz war, konnte ich mal wieder meine unerschöpfliche Geduld auf die Probe stellen. Es wird. Langsam. Aber es wird... There's a light at the end of the tunnel (trallalla)...
Sonntag ging's dann aber los zum Ausflug auf die Coromandel Halbinsel. Zusammengefasst: WUNDERSCHÖN (um nicht zu sagen: amazing, wonderful, terrific)!!! Tolle Landschaft, tolles Wetter, Strände, und dazu noch tolles sonniges Wetter - was will man mehr.
Hatten uns bei "Rent-a-dent" ein Auto geliehen - ein kleiner roter VW Polo. Mit Automatik natürlich. Denn man gewöhnt sich zwar ziemlich fix ans Linksfahren per se (wobei man beim Abbiegen doch noch mal kurz überlegen muss, auf welche Spur man jetzt genau fahren muss), aber das mit dem Linksschalten muss jetzt nicht wirklich sein...
Angekommen auf der Halbinsel erwartete uns eine tolle Strecke um die Insel herum, hier galt wirklich: der Weg ist das Ziel... - hier ein paar Eindrücke:







Wonderfull ;-) Dann ging's aber auch teilweise ein wenig ins Hinterland. Jetzt weiß man auch, warum Neuseeland die 'grüne Insel' heißt.

Nur die Schafe vermisse ich schon ein wenig - irgendwie sind hier (fast) immer nur Kühe oder Alpakkas. Ob die Schäfchen wohl schon alle von den bösen Touristen aufgegessen worden sind.. Man weiß es nicht...


Unser Trip ins Hinterland führte uns auch zu Waiau Falls, wo sich unten eine Art Swimmingpool (oder - wer sich an den Film erinnert - eine Lagune) zum Schwimmen gebildet hat. Quasi romantique (quasi ist übrigens mein Füllwort des Monats März, nur damit ihr Bescheid wisst)... Nur waren wir nicht schwimmen, sondern haben nur mal den Finger ins glasklare Wasser getunkt.


Vor den Waiau Falls liegen die "Waiau Waterworks", eine wirklich sehr liebevoll angelegte Gartenanlage, wo alles Mögliche mit Wasser betrieben wird. Ein Riesen-Spaß für die ganze Familie. Wir haben uns aber nur aufs Essen beschränkt - die 'ice cold Coke' war zwar eher 'oven warm', aber wat soll's. Das Sandwich dafür rischtisch lecker - von dem hab ich zwar kein Foto, dafür aber noch ein paar lustige Leckerbissen (was für ein Wortspiel, bin gerade selbst von mir beeindruckt):



Weiter ging's in den Norden (über Coromandel Town, falls es jemanden interessiert)...





Im Reiseführer stand nämlich, dort gäbe es "den meistfotografiertesten Laden in ganz Neuseeland", danach kommt nämlich auch nix mehr. Man sollte sich hier also mit Sachen eindecken, bevor man noch weiter in den Norden fährt. Anyway, in dem Laden sollte jedenfalls alles, was nach 1980 war für Science Fiction gehalten werden. Gut äh, meine Erinnerung an die 80er ist (Gott sei Dank) relativ schwammig (dunkel kommen die Erinnerungen an die Leggins wieder, uiuiuiui..., schnell wieder verdrängen), aber was anderes als ein ganz normaler Dorfladen war es nun halt auch nicht. Aber Hauptsache mal 40 km hin und zurück gefahren. Nee, is klar. Reiseführer danach in die Tonne gekloppt.... Aber euch will ich das 'jute Stück' natürlich nicht verwehren:


Dafür gab's dann noch ein paar sehr nette Landschafts-Eindrücke dazu:


Danach ging es weiter zu einem angekündigten 360 Grad-Rundumblick über den nördlichen Teil von Coromandel (angekündigt vom Reiseführer - damit ist ja wohl schon alles gesagt). War eher ein 180 Grad-Blick (Bilder weiter unten), aber die Dschungelwanderung dahin hat sich doch gelohnt.. Zuerst haben wir nämlich den Weg nicht gefunden (so Treppen kann man ja auch schon mal gepflecht übersehen), und sind stattdessen dem 'marked trail' (selten so gelacht) ins Dickicht gefolgt. Die Schrammen und Pickser von den stacheligen Pflanzen verschwinden auch nur ganz langsam, sehe schon ein wenig verschrammt aus... Nach ca. 10-15 min haben wir gemerkt, dass da irgendwas nicht richtig sein kann (irgendwann ging der Weg auch nur noch weiter, wenn man ne Machete dabei gehabt hätte - leider im Auto vergessen), also sind wir umgekehrt, und (tata) haben die Treppe (zwar auch durch Gebüsch, aber ohne Machete möglich) entdeckt. Ja, so kann's gehen. Akademiker auf Wanderung, würd ich da mal sagen...

Und hier der Ausblick von Lukas' Lookout (zwar nicht der vom Prinz Poldi, aber auch net so schlecht, zumindest das untere Bild - harrharr...):


Danach haben wir uns auf den Weg nach Hahei (schnuckeliges Örtchen) gemacht und haben auch noch eine "Motel-Suite" (mit Wohnzimmer, Kochgelegenheit, 2 Zimmern) für wenig Geld (dem Euro sei dank) bekommen. Die Anlage war auch sehr liebevoll gemacht. Ist hier eh so, dass es keine großen Hotelanlagen gibt, sondern alles eher familiär gehalten ist. Finde das auch viel netter so - gibt dem Ganzen einen viel entspannteren Touch (als wenn man sich mit anderen ums Buffet und die Strandliegen prügeln muss...)

Hier der Strand von Hahei und der Polo vor dem Strand von Hahei:



Am nächsten Morgen bin ich morgens schwimmen gegangen. Das ist ja soooooooooo toll. Wenn ich mal groß, berühmt und reich bin, will ich bitte ein Häuschen (auch gerne in Hahei) am Meer, wo ich dann jeden Morgen (ich würde dann natürlich ja nur im Sommer dort 'weilen' - ist ja klar) ne Runde schwimmen gehen kann. Spiele auch mit dem Gedanken, mich der örtlichen Tai Chi-Gruppe (die da früh morgens ihr Training absolviert) anzuschließen. Mal sehen...
Na ja, die Nahaufnahmen wollte ich euch ersparen, daher gibt es nur einen billigen Baywatch-Abklatsch (man beachte auch bitte den roten Badeanzug; besser, wa Girls?!)



Für 10.00 Uhr hatten wir dann eine Bootstour gebucht. Das war richtig cool. Das war mehr ein größeres Schlauchboot und wir sind mehr über die Wellen gehüpft als gefahren, wenn unser "Skipper" (wrrh..., Surfer - mehr brauche ich wohl nicht zu sagen) richtig Speed gegeben hat. Die Küste, die ja zum größten Teil aus Vulkangestein besteht, mal aus der anderen Perspektive zu sehen, war beeindruckend.
Hier das "Champagner-Glas" und der "Elefant":


Mit dem Boot kommt man dann auch in allerlei versteckte Höhlen rein:

Sind auch an einer Insel vorbeigefahren, wo früher mal Schafe drauf gezüchtet wurden. Diese musste man dann aber auf die unten wartenden Schiffe abseilen, so dass man irgendwann feststellte, dass das vielleicht eine recht komplizierte Herangehensweise ist (ach?). Aber stell ich mir schon lustig vor, wie die Schäfchen über dem Meer schweben. Da bekommt der Ausdruck "Schäfchen zählen" gleich eine ganz andere Bedeutung ;-)
Dann sind wir natürlich auch zu "Cathedral Cove", DEM 'must-see' auf Coromandel gefahren. Wer den Prinz Kaspian-Teil von den 'Chroniken von Narnia' gesehen hat (ich nicht), der müsste das wiedererkennen, da die Höhle der 'Eingang' zu Narnia ist [Ich geb das hier jetzt nur weiter, übernehme keine Garantie, dass das richtig ist, oder ich da möglicherweise irgendwas falsch verstanden habe - hadere immer noch mit dem 'Slang' der Kiwis, aber die 'Excuse me?' werden jeden Tag weniger...].

Na, wer sieht den Pferdekopf?

Wir haben danach jedenfalls den Fußweg zu Cathedral Cove genommen. Und zwar nicht den 60min-Weg vom Parkplatz, nein, den 90min-Weg vom anderen (Strand-)Parkplatz. Wir sind ja schließlich Schörmens und das Wandern ist ja bekanntlich des Müllers Lust... Aber schön wor et:


Und hier dann Cathedral Cove von der Landseite aus:





Auch hier war ich natürlich wieder schwimmen. Wenn man schon mal da ist... Das Wasser ist aber auch quasi (;-) granatenmäßig - nicht wirklich kalt, kristallklar, ein paar Wellen zum Hüpfen... Also, ein bisschen hat mich (generell die ganze Szenerie - zumindest in Teilen - das widerspricht sich jetzt, oder?! - na ja, egal) an die Karibik erinnert. Kleine Buchten, mit Stränden (wo oft auch keine Sau, äh, kein Mensch ist), weißer Sand, türkises Meer und ein Boot geht dort vor Anker. Ja, wenn ich mal reich und berühmt bin (siehe oben)....;-D

Gut, dass mein Gesicht hier etwas im Schatten liegt. Meine Kondition hat nämlich noch grad so für den Wiederaufstieg gereicht:


Danach ging's zum Hot Water Beach, einem weiteren 'Must Do' auf Coromandel. Hier tritt heißes (und ich meine wirklich heißes) Wasser aus der Erde. Man schnappt sich also ne Schaufel, geht 2 Stunden vor/nach dem tiefsten Punkt der Ebbe los und schaufelt sich seinen eigenen 'hot pool'. Natürlich muss man früh genug oder mit genügend Ellbogenstärke ausgestattet sein, denn man ist nicht allein.. Siehe hier:



Da kann man sich auch ganz schön die Flossen oder das Popöchen verbrennen. Ich sach et euch. Aber ist schon ne coole Sache, und gibt es so, glaube ich zumindest, nirgendwo auf der Welt. Das war dann der letzte Tagesordnungspunkt unseres Ausflugs und es ging wieder ab nach Hamilton. Nur der Polo zickte zeitweise ein wenig: Kein Blinker, kein Licht, keine Klimaanlage - Elektrik: tot. Deutsche Wertarbeit ist auch nicht mehr das, was sie mal war... Na ja, die Verleiher meinten, einfach mal 5 min abstellen und dann geht das schon wieder. Und siehe da, das klappte tatsächlich. Vielleicht sollte man das mal öfter, statt Werkstatt, ausprobieren. Das war's dann auch für heute.
Vielleicht gehe ich gleich nochmal zum Semester-Opening-Spektakel mit DJ und diversesten Ständen, Auftritten - hier is Party-Alarm angesagt...

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