Am letzten Tag bin ich relativ früh aufgewacht (so nen Mist), aber dafür war dann Zeit, sich den Sonnenaufgang anzugucken. Die 6-Uhr-Fähre hab ich so auch gesehen (Dinge, die man nicht unbedingt sehen muss, aber die man ja mal mitnehmen kann, wa?!)....
Und so sah das dann aus, als ich dann irgendwann mal aufgestanden bin. Aus dem "Garden-Chalet" kann man im Übrigen auch direkt über eine Leiter ins Wasser, wenn man will. Da schwimmen auch ganz viele bunte Fische, die kann man auch beobachten, ohne zu schnorcheln ;-)
Beim Frühstück bin ich dann noch mal auf Robert getroffen; der hatte mal probiert, wie der samoanische Kakao schmeckt. Wohl kein Geschmackserlebnis, nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen. Die Kokosnuss-Schoko-Sauce, die es zu den üblichen Früchten gab, war aber auch nicht wirklich lecker. Dafür das Omelett umso mehr.
Zur 12-Uhr-Fähre hatte ich noch was Zeit, also bin ich auf den Markt (direkt am zentralen Busbahnhof). Das sieht auf Savai'i so aus:
Da gibt es wirklich alles zu kaufen. Bananen an Stauden, Kokosnüsse, Fleisch, Fisch, Kosmetika (siehe weiter unten - Robert hat mir dann später erzählt, da hätte man auch total schlecht gefälschte Parfüms kaufen können - Job und so... - also, wenn fälschen, dann doch weniger auffällig, oder nicht?!). Und natürlich gab's wieder ne Menge Schmuck und Souvenirs. Da hab ich dann auch die Schalen aus halber Kokosnuss gefunden, die ich so schön fand. Check.
God is awesome neben Puma - geht alles ;-)
Wie gesagt, Shampoo, Seife, Parfüm, Kochutensilien. Gibbet hier alles im Angebot...
Do not sit on the stairs...
Danach bin ich Richtung Fähre gefahren, obwohl ich eigentlich viel zu früh war. Aber mir ist sonst nix Besseres eingefallen. So stand ich dann aber auch als Erstes in der Schlange :). Hab mir dann noch ne gechillte Kokusnuss gegönnt und wurde von mehreren älteren Männern belagert, die sich mit mir unterhalten wollten und auch haben. Wobei das bei den wenigen Englisch-Kenntnissen echt immer was schwierig ist. Na ja, hab jedenfalls wieder den imaginären Ehemann ausgepackt.
Irgendwann kam auch so ein dickes Auto (von nem Chief; anscheinend auch Mitglied des Parlaments - haben mir die anderen Vögel da gesagt) angefahren, der sich dann auch ein bisschen mit mir unterhalten hat. Der hat dann auch dem Fährenvogel signalisiert, die sollten mich ja gut behandeln. Aber als erstes auf Schiff fahren durfte er dann doch. Vordrängler!
Leider musste man da rückwärts drauf fahren; hab Blut und Wasser geschwitzt, dass ich das nicht komplett unprofessionell hinkriege. Der hat mich da auch so eingewiesen, dass ich am Ende noch ca. 5 cm von der Schiffswand entfernt stand. (zwischendurch hat der mich immer angemeckert, ich solle nicht einschlagen, näher ran und so). Puh, das war ne knappe Kiste, aber die wissen schon, wie sie die größtmögliche Anzahl an Autos auf dieses Schiff kriegen.
Der kleine hellblaue ist meiner:
Da das auch mehr oder minder ne reine Autofähre ist, gab es keinen schönen Warteraum wie auf der Hinfahrt, sondern man hat sich da hingesetzt wo Platz war. Der eine Typ von vorm Warten hat sich mir dann angenommen und mir ne Sitzgelegenheit besort, wo auch schon 2 Jungs saßen. Der eine hat schön laut Mucke von seinem Handy gehört. Damit haben die echt hier keinen Vertrag. Pech, müssen die anderen halt mithören, ob es denen passt oder nicht. Der Typ rechts von mir hat nur ein paar Worte mit mir gewechselt (und war, glaube ich, ein bisschen beleidigt, dass ich nicht so richtige viele Worte samoanisch in der Woche gelernt habe), der linke Typ war sehr anhänglich und gesprächig (und wollte auch unbedingt ein Foto von mir machen). Der studiert im 2. Jahr computer science in Apia und musste am Montag irgenden Report an der Uni abholen. Der hat auch gefragt, ob ich ihn mit nach Apia nehmen könnte. Ja, wieso nicht? Musste ja eh dahin.
Hab dann auch noch länger mit einem von den Fähren-Leuten gesprochen, der mal einen Monat in Hamburg verbracht hat, mir erzählt hat, dass ich Flieger heute Abend seinen Bruder treffen würde (Spieler bei der samoanischen Volleyballnationalmannschaft; die haben ein Turnier in NZ) und der mit dem Konzept Scheidung und Kinder ohne Ehe so gar nichts anfangen konnte. Ja, das kennen die hier eben nicht...
Hier noch der Blick zurück auf die Lagune, wo mein Hotel vom Abend davor war:
Da geht's hin - gen Upolu (kann man auch schon sehen, dass es da schön am Regnen war...)
Und Savai'i von weiter weg:
Der anderen Fähre sind wir dann auf dem Weg begegnet:
In Upolu angekommen hat es geschifft wie doof und mitten im Regen stand Robert, der sein Fahrrad abgegeben hatte und auf mich gewartet hat. Denn so konnte ich ihn mit zum Flughafen nehmen, damit er sich da einen Mietwagen nehmen konnte. mein Begleiter, Tua, fand das, glaub ich, nicht so toll, aber ich war, ehrlich gesagt, ganz froh, dass Robert jetzt mit im Auto saß. Ich hab ihn dann am Flughafen rausgelassen und ihm gesagt, ich würde mal zur Sicherheit 10 Minuten warten, ob das klappt. Hat es dann natürlich nicht, weil die keine Mietwagen-Stationen am Flughafen haben, sondern die Autos nur bei entsprechender Bestellung dahin bringen. Also, hab ich ihn auch mit nach Apia genommen.
Da ich noch zu den
Papase'ea Sliding Rocks wollte und Robert auch, wurde schnell der Plan geschmiedet, dass wir dahin fahren, ich dann das Auto zurück geben, wir gflls. was gemeinsam essen und ich dann ein Shutle zum Flughafen nehmen. Als ich Tua dann gefragt hab, wo ich ihn rauslassen sollte, meinte er, er würde dann mit zu den Sliding Rocks kommen. Da hat er, glaube ich, auch schön Fotos und Videos von uns gemacht - keine Ahnung, wo die mal auftauchen werden. Hat mich auch gewundert, dass er mitkam, denn die 3 SAT, die er beim Bus gespart hatte, da er mit mir gefahren ist, hat er dann (+2 SAT) in den Eintritt investiert....
Die Papase'a Sliding Rocks sind moosbewachsene natürliche Wasserrutschbahnen mit sich anschließenden Pools.
Da über die Steine kann man runtersliden und landet dann im Becken (ist auch nur eine von vier Rutschen insgesamt):
Das Sliden hat Megaspaß gemacht (der TÜV hätte sich allerdings mal wieder im Grabe rumgedreht), die ein oder andere Schramme hab ich aber mitgenommen. Und meine Bikinihose ist jetzt wirklich durch (gut, die ist jetzt auch schon 10 Jahre alt oder so; die hat jetzt auch ihren Dienst getan). Insbesondere der Slide mit dem Bump in der Mitte hat richtig Bock gemacht.
Das ist Robert (der wollte mir auch noch ein Video von mir beim Sliden schicken, mal gucken, ob ich das jemals bekomme):
Hab auch mal nachgeguckt - bin auch im Blog erwähnt (schulterklopf)
Irgendwann wurde es aber ein bisschen eng mit der Autorückgabe (dass man das ja auch immer noch tanken muss, das vergesse ich auch immer mal gerne in meiner Zeitplanung), Tua musste ich ja auch noch rauslassen und meine Postkarten zur Post bringen. Tua hat dann beim Aussteigen gefragt, ob er mich auf die Wange küssen könne, was ich höflich abgelehnt habe. Er hat sich zwar meine e-mail-Adresse geben lassen, aber seinem "friend in Germany" hat er noch nicht geschrieben.
Anyway, bin dann mit Robert zum Outrigger gefahren, wo ich mich dann von meinem kleinen Autochen verabschieden musste:
Ich hab dann Robert auch noch den Rest meines Internetguthabens im Outrigger gegeben, was dazu geführt hat, dass er noch ne megawichtige (Arbeits-)E-Mail mit Fristsetzung zu genau dem Tag hat lesen und antworten können. Da war der mir so dankbar, dass der mir angeboten hat, mich zum Flughafen zu fahren. Meganett. Und so hab ich auch das überteuerte Shuttle gespart ;-).
Wir sind dann zum Abschluss noch zum Gourmet Seafood (was ich vorher ja schonmal vergeblich gesucht hatte, aber ich hätte das auch nicht gefunden, weil ich an der vollkommen falschen Stelle geguckt hatte; ja, wer Karte lesen kann, ist klar im Vorteil), wo ich richtig mit Seafood Platter zugeschlagen hab. Leider ist hier der Fisch ja meist frittiert und ich hatte zumindest den einen, der ging, gegrillt bestellt - hatten die allerdings vergessen, so dass ich neben dem falschen frittierten dann anschließend noch gegrillten Fisch bekam. Einfach mehr davon.. Haben uns dann auch noch echt gut unterhalten bis es Zeit war zum Flughafen zu fahren.
Das ist großes Bier :)
Flug war superangenehm, hätte ich nur einmal vorab die Infos gelesen und mir die Virgin App runtergeladen, hätte ich auch Filme gucken können. Ja, hätte, hätte, Fahrradkette. Und wenn man mit Daten und Zahlen umgehen könnte, hätte man bei Ankunft in Auckland auch nicht am Flughafen schlafen müssen. Aber das will ich hier gar nicht so ausbreiten. Ich hab mich nur maßlos über mich selbst geärgert...
Ich kann Samoa auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen - ich würde nur, glaube ich, mindestens 10 Tage einplanen, um alles in Ruhe genießen und auch mal einen kompletten Strandtag einplanen zu können. Wem ich also noch mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, der möge sich melden :)