Freitag, 3. Juni 2016

Tag 4 ODER Wunderbare Unterwasserwelten (von denen ich keine Fotos habe ;-))


Ich hatte mir ja vorgenommen, auf jeden Fall noch einen Schnorchelausflug zu machen. Komme, was da wolle. Das Wetter war, wie angekündigt, nicht grandios, aber auch nicht so schlimm, dass Riki Tiki nicht doch mit mir rausgefahren ist. Also mal wieder eine persönliche Exklusiv-Tour für Kleini. Sonst ist wahrscheinlich auch keiner so verrückt ;-). Der Typ war schon ein ziemliches Original, haben uns ein wenig unterhalten, nach und nach ist er ein bisschen aufgetaut. Er meinte z.B., in Neuseeland sollte man nicht tauchen (lernen), da wäre das Wasser viel zu kalt. Er sei seit 19-20 Jahren hier und laut ihm kommen seitdem die gleiche Anzahl an Touristen, 6.000/Jahr, nach Vava'u. Gut, wenn das Flugzeug eben auch nur hächstens 30-50 Leute/Tag auf die Insel bringen kann....

Also, ein bisschen gefieselt hat es schon, der Regen hat mir tatsächlich teilweise ganz gut ins Gesicht gepiekst. Mitunter war es auch gut wellig, insbesondere auch beim Schnorcheln selbst, so dass man ab und an mal gegen die Strömung schwimmen musste. Aber nicht nur ich, sondern auch die Fische :). Das sah auch ganz lustig aus. Erster Stopp: Coral Garden. Grandios. Große, kleine Fische, in allen Farbe und Musterungen, teilweise in richtig großen Schwärmen. Das war schon ziemlich beeindruckend. Hätte ich mal ne Unterwasserkamera dabei gehabt. Na ja, beim nächsten Mal :).

Hiervor befindet sich eine tolle Unterwasserwelt - würde man gar nicht meinen...:

Danach sind wir auf ne kleine, unbewohnte Insel (übersetzt heißt die offensichtlich "Lizard's Vomit"; sehr schöner Name :)). Da ist Riki auch mit mir an Land gegangen, das wäre wegen der Strömung auch alleine echt schwer geworden. Die Wellen hatten da ganz schön Power, was einen mal näher zum Strand und dann wieder weiter weg brachte. Und das dann noch bei schön steinigem Untergrund. Läuft... Das war dann aber noch gar nix gegen die Steinkletterei durch Höhlen, Felsspalten etc. (ich schön im Bikini, das sah bestimmt absolut verboten aus - das Michelin-Männchen klemmt sich durch die Ritzen). Muscheln suchen. Aha. Zwischendurch hab ich mich doch mal gefragt, äh, remind me, why are we doing that again?! Die Felsen waren auch teilweise ganz schön scharf. Ein paar Krabben haben wir auf der Tour durchaus aufgeschreckt und ein paar leere Clams gefunden (die darf man aber nicht ausführen).

Auf dem Weg zu einem Strand auf der anderen Seite durch "Baumabfall" zurück schlängelte sich eine kleine Seeschlange uns entgegen, die sich auf dem Hinweg wohl versteckt hatte und die wir da wohl aufgeschreckt hatten. Anscheinend sind die schon ziemlich gefährlich, aber auf Land können die sich nicht so richtig schnell bewegen. Und zudem sind die Zähne so weit hinten im Maul, dass die einen nur im Ohrläppchen und zwischen den Fingern beißen kann. Na dann... Ich habe trotzdem Riki als menschliches Schutzschild benutzt. Alta. Da ging mir doch was die Muffe...
 
Auf dem Weg zurück zum Boot kam der Hinweis "pay attention to the rocks" 10 Sekunden zu spät, so dass ich jetzt "schöne" (blutige) Krazer am Oberschenkel haben. Machste nix ;-)

 Hier meine Ausbeute:
Der letzte Stopp war Swallows Cave, wo man auch mit dem Boot reinfahren kann.
Innen drin kann man gut erkennen, dass die Höhle schon ziemlich lange entdeckt worden ist - teilweise sind da "Ich war hier"-Hinweise aus dem 19. Jahrhundert. Und schön bunt isses auch...:


Die Höhle selbst ist 18 Meter tief. Zum Ausgang der Höhle sinkt die Tiefe auf 4 Meter ab, bevor diese dann zum Meeresboden wieder auf 40 Meter abfällt. Ziemlich cool. Lehrt einen mal wieder Ehrfurcht vor der Naturgewalt Wasser. Wenn man da ins Wasser geht, warten nicht nur ganz viele Fischschwärme, sondern auch ein ganz tolles Licht, was man gar nicht so erwarten würde, da das einzige Licht ja durch die Öffnung der Höhle fällt.

Bin da noch ein wenig rumgeschnorchelt; da hat es dann auch etwas mehr angefangen zu regnen. Das Wasser war aber superwarm.


Insgesamt war es auf jeden Fall ein cooler Ausflug, auch wenn die Landschaft(saufnahmen) natürlich bei Sonne, insbesondere mit den vielen verschiedenen Facetten blau,  besser ausgesehen hätte. Riki hat mich dann auch in der Stadt rausgelassen (vorher musste ich zu ihm zur Wharf laufen), so dass ich nicht den ganzen Weg zurücklaufen musste, ich war zwar patschnass, aber es hat ja eh geregnet.
Letzltich war das dann das Wetter, was mich die nächsten Tage begleiten sollte. Ab und an hatte man den Eindruck, dass draußen buchstäblich die Welt untergeht - es schüttete wie aus Eimern....

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