Am Flughafen musste Feriha erstmal ein paar Sachen umpacken (26 kg Übergewicht :)). Übrigens: Auf dem Weg zurück zum Hostel haben wir gesehen, dass die Straßen wieder offen waren. Ist ja klar, ne?! Murphy's Law in Aktion. Der Flug dauerte nur 30 Minuten und von oben konnte man Teile des Reefs sehen. Das war echt schön. Am Flughafen von Rockhampton (don't go there!) haben wir natürlich den Shuttlebus um 30 Sekunden verpasst - der wartet wohl nicht auf ankommende Flieger (ja, nee, is klar, bei insgesamt 10 ankommenden Flügen am Tag). Also, Taxi zum Fähranleger genommen (was letztlich nur 2$ teurer war, insofern...). Meinen Ruckes hab ich auf die Rückbank geschmissen und mich mit dem Taxifahrer sehr nett unterhalten.
Am Fährterminal ging dann alles schnell und schon saßen wir auf der Fähre zu Magnetic Island. Wollte dann ne Broschüre in den Rucksack stecken und.... der war nicht da.... Ja, da bin ich LEICHT panisch geworden (harr, harr, harr). Da war ja auch alles drin. Mann, Mann, Mann.... Ich dann nervös in der Taxi-Zentrale angerufen, sollte in 10 Minuten nochmal anrufen. Diese 10 Minuten sind einfach nicht rumgegangen. Und natürlich hatte sich kein Taxifahrer auf den Rundruf gemeldet. Ganz toll. Da war der Tag ja gelaufen.
Obwohl Maggie Island schon super laid back ist, kaum touristisch, insgesamt 2500 Einwohner, unberührte Natur, total viele wildlebende Tiere, die totale Ruhe in der Wildnis. Aber dafür hatte ich eben keinen Kopf Hab mich einfach total über mich selbst geärgert. Da kann ich mich auch reinsteigern in so was. Man kennt das ja. Der 20 $-Dollar-Voucher wurde dann eben in Bierpitcher (für mich ganz alleine) investiert. So.
Die YHA-Anlage (Koala Village) war voll schön, super grün, gut gepflegt und überall viele Tiere und Geräuchse. Unser Bungalow hatte keine Klimaanlage und keine Fenster - es war drückend heiß und superschwül - da konnte auch der Ventilator nicht viel ausrichten.
Morgens um halb acht direkt die Taxifirma angerufen - hatte natürlich immer noch keiner Info; daher hieß es weiter warten. Wie furchtbar..... Aber endlich war es dann irgendwann soweit - sie hatten den Rucksack gefunden. Jott sei Dank. Da sind mir gefühlt 500 kg-Steine vom Herzen gefallen.
Sind dann zum Stand an der Horsehoe Bay (ca. 10 Minuten zu Fuß), ich meist im Schatten, Feriha in der knalligen Sonne. Nichtsdestotrotz hab ich mir (mal wieder) nen Sonnenbrand geholt. Nicht normal. Ehrlich. Schwimmen konnte man zwischen den Stinger-Netzen - wobei ich mich auf den Bademeister (Liam) jetzt auch nur bedingt verlassen wollen würde - der saß weit weg vom Wasser und las Zeitung. Mittagessen beim Mexicaner, zurück zum Hostel (vorher Geld noch in gebrauchtes Buch investiert) um den Schnorchelausflug zu planen.
Empfohlen hat uns der Rezeptions-Tippi die Arthur & Florence Bay. Angeblich 40 Minuten zu laufen. Wir also erstmal an der Straße lang (in der brütenden Hitze wohlgemerkt, mit Schnorchelausrüstung, Flossen etc); als dann die Straße langsam die Kurven nach oben ging, verließ uns die Lust. Wir haben uns aber tapfer hochgekämpft. Die ersten Leute haben auf Ferihas Anhalter-Zeichen nicht reagiert, aber dann hat doch irgendwann ein Typ im gelben Schaufelbagger angehalten, der uns (gequetscht) im Führerhäuschen mitgenommen hat. Irgendwie ein Vogel. Aber ein netter. Hat uns dann an der Kreuzung zu den Bays rausgelassen und meinte, das wäre nicht mehr so weit.
Allerdings scheinen Aussies ein anderes Entfernungsempfinden zu haben als urlaubmachende, vollbepackte, überhitze Kölner Stadtkinder. Jut, machste nix.
Lange Rede, kurzer Sinn: War doch weit. Gefühl zumindest. Und da gab es keinerlei Chance auf Anhalter, weil die Straße in der Mitte einfach durchgebrochen war und da eh kein Mensch weit und breit war. Allerdings waren die Buchten schon idyllisch. Kann man auch nicht meckern. Wenn man also da mal ramontisch Urlaub machen will - guter Tipp!

Haben dann noch knapp ne Stunde am Strand gelegen und den Rückweg hab ich dann versucht Feriha durch lustiges Wanderliedersingen zu verkürzen. Ob sie das auch so gesehen hat, sei dahin gestellt. Jedenfalls hab ich sie erfolgreich den Berg zur Bushaltestelle hochgebracht (obwohl sie auf der Hälfte schon aufgeben wollte) - da mussten wir auch Gott sei Dank nur 10 Minuten warten. Na ja, war nicht so der gelungenste Ausflug, allerdings dafür ein bisschen Work-Out und den Blick auf einsame Buchten.
Abends waren wir ziemlich platt, dass wir relativ zeitig im Bett waren :)))
Am nächsten Tag Bus zur Fähre (mit lustiger Schulkinderklasse zum Beobachten, inklusive Aufpasser-Vätern), sehr langes Warten auf Taxi (da hat sicherlich einer von den vor uns Wartenden unser bestelltes genommen, echt, ec) und ab zu Europcar (mit nem Taxifahrer, der uns dann erstmal gesteckt hat, dass auf dem Weg zwischen Townsville & Mackay einem durchaus mal große Kängurus ins Auto laufen können - na toll). Die gute Nachricht: Den potenziellen Aufprall würden wir mit unserem super-poshen 4WD-Nissan ohne Probleme überstehen (wurden upgegradet). Mit Ledersitzen. Und Tempomat (was ich persönlich sehr gut finde, weil ich bei dem eintönigen Tempo doch ab und an mal nen Krampf im Fuss krieg). Erster Stopp: Taxizentrale - Ruckes zurückholen (YEAH!!!). Zweiter Stopp: Frühstück bei Mäckes (eher so na ja) und dann ab auf die Strecke. Gerade Straßen, keine Abwechsulung. Super. Das geht jetzt noch 800 km so weiter... (der Taxifahrer meinte auch, dass Leute durchaus die Strecke nach Brisbane (16 Stunden) an einem Tag durchfahren - puh, das wär ja nix für mich). In Bowen (hier wurde mal ein Teil von Australia mit Nicole Kidman gedreht) haben wir mal ne Weile am Strand gelegen. Dann straight nach Airlie Beach, Einchecken fürs Segeln, Doppelbett im YHA und Fischessen an der Promenade. Sehr nett. Entlang der beiden Lagunen gelaufen (wirklich, wirklich schön und entspannt da) und auf der Bank gesessen. Feriha könnte hier locker ne Woche verbringen. Ist aber auch wirklich schön.....









