Dienstag, 26. Februar 2013

Tiritiri Matangi oder (komische) Vögel

Da man ja nu am Wochenende nicht arbeiten muss, hatten wir uns für den Sonntag einen Ausflug zur Insel "Tiritiri Matangi" ausgeguckt. Wie alles im Kiwi-Land startet auch dieser relativ zeitig (Abfahrt der Fähre um 9.45 Uhr). Allerdings stand im Internet, dass wir auch noch mindestens eine halbe Stunde früher dasein sollten um unsere Tickets abzuholen, was irgendwie total Kiwi-untypisch ist. Bedeutete also, dass wir gegen kurz nach halb neun losfahren mussten :((. So schlimm war es aber nicht, denn vor dem Hintergrund unseres nicht-existierenden Nightlifes gehen wir ja schon eher früh ins Bett.
Allerdings haben wir dann eben noch knapp ne Dreiviertelstunde (ja, wir waren zu früh) noch rumgestanden. Und sooo spannend ist ein Hafen in der Früh ja nu auch nicht. 

Jedenfalls handelt es sich bei Tiritiri Matangi um eine Insel, auf der Vogelarten leben, die auf dem Festland schon ausgestorben sind. Die Insel selbst hat man in den 80er Jahren komplett neu bepflanzt und eben auch in Teilen Pflanzenarten genommen, die sonst nicht mehr wachsen (für alle, die mehr wissen wollen: http://www.tiritirimatangi.org.nz/; http://en.wikipedia.org/wiki/Tiritiri_Matangi_Island). Insofern sind die, um es etwas vorsichtig zu formulieren, etwas "picky", was Taschen und Schuhe angeht. Man muss, bevor man auf die Fähre steigt, durch die "Biosecurity", um so sicherzustellen, dass man keine Pflanzensamen oder Mäuse bzw. Ratten (ja, nee, is klar) auf die Insel bringt.
 
Die Schuhe macht man mit einer sehr interessanten Bürstenkombination sauber:
Die Fähre selbst kommt aus Auckland, wir sind aber bei Gulf Harbour eingestiegen. Von dort braucht man ca. 20 Minuten zur Insel....Von dort konnte man zumindest die Skyline von Auckland erkennen:



Das hier war unser Gefährt:

Die "Guided Tours", die einem Flora & Fauna erklären und einem insbesondere die Vögel zeigen und erklären, werden komplett von Freiwilligen (Supporters of Tiritiri) durchgeführt. Die verbringen auch viel ihrer Freizeit auf der Insel. Dort kann man auch übernachten (wenn man das vorher ankündigt und selbst Essen mitbringt). An manchen Tagen dürfen die dann da umsonst übernachten, müssen aber dafür auch ein paar Stunden ihrer Arbeitskraft im Gegenzug zur Verfügung stellen. Ist schon ziemlich beeindruckend, was die da bisher auf die Beine gestellt haben. Zum Beispiel wurde der Weg, den man entlang gehen kann (über Holzbohlen) komplett von denen selbst gemacht. Und da nichts per Auto in den Wald transportiert werden kann, wurden die einzelnen Bohlen alle einzeln da hoch geschleppt. Not bad, würde ich sagen. Im Januar werden die sogar umsonst mit der Fähre auf die Insel gebracht. In Teilen nimmt die Fähre die auch umsonst (und sonst zum halben Preis) mit, wenn die da arbeiten... Find ich jut. Das sollte uns mal einfallen so was...

In den zehn Jahren des Aufforstungsprogramms wurden auch insgesamt 280.000 Bäume gepflanzt. Find ich ziemlich beeindruckend. 

Jedenfalls waren wir mit unserer 6er Gruppe Syd zugeteilt:
 
In Teilen war der etwas schwierig zu verstehen, weil ihm ein paar Zähne fehlten, aber er hat uns gut mit Insider-Informationen versorgt. Er hat uns auch auf einen Abstecher mitgenommen, bei dem wir nochmal richtig viele Vögel (deren Namen ich natürlich vergessen habe, dabei waren der Tui, der Saddleback, die NZ Pigeon, und... bestimmt noch andere - bin eben kein Ornithologe...;-)). Leider haben die sich immer zu viel bewegt, so dass ich keine richtig schönen Fotos machen konnte....
 

Jedenfalls waren die Ausblicke und die Natur auch nicht zu verachten. Und wir hatten grandioses Wetter. Kein Wölkchen am Himmel! 

 

 Der Walk sollte eigentlich knapp 2 Stunden dauern, sind aber mit Syd 3 Stunden gelaufen, bis wir das Visitor's Center erreicht haben. Dort kurze Lunchpause.
  
Da die Fähre dann um 15.15 Uhr wieder losfahren sollte, sind Pascal und ich noch schnell zurück zum Schwimmen zu "Cook's Beach" zurückgelaufen. Glasklares Wasser! Total schön. Das scheinen auch viele Einheimische so zu sehen, die da mit ihren Booten anlaufen. 

So waren wir dann schon relativ früh (16 Uhr) wieder zurück, so dass aus dem Fischessen dort in der Nähe nichts wurde. Stattdessen gab es nach kurzen Schlafeinlagen (nicht meinerseits!) Thai Take Away. Das hat mir echt alles weggebrannt. Pascal hat sein Curry gar nix ausgemacht, obwohl er noch eine Chilischote mehr hatte als ich... Uiuiuiiuiui... Ich bin ein Weichei.
Jedenfalls habe ich jetzt auch mein zweites Offline-Oldschool-Buch ausgelesen. Deswegen kann jetzt der Kindle in Aktion treten...

Jetzt hat die Woche angefangen. Pascal hat heute (Dienstag) einen Vortrag in Valentyna's Kurs, ich am Donnerstag. Und da das offensichtlich ein Competition ist (nicht von meiner Seite!!), wurde sehr lange an der Präsentation und der Schönheit der Folien gefeilt. Mit dem Wissen, dass ich da eh nur verlieren kann, bin ich da jetzt nicht so involviert ;-).
Ende März müssen wir auch alle noch einen Research Talk machen vor dem gesamten Department (hoffe ich jedenfalls, nicht, dass die gesamte Business School einladen - na ja, bis dahin sollte das Projekt auch in trockenen Tüchern sein, sonst kann ich da meine letzten Urlaubsfotos vorstellen ;-)....). Ihr seht, et läuft... Uns wird nicht langweilig...

Und hier noch der Mond über "unserem Ozean":
 

 

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