Ja, der Juni. Der war vollgepackt mit Ereignissen, Reisen, Konferenzen undundund. Das hier wird also ein etwas längerer Beitrag. Nehmt euch also ein kühle Limonade (es ist einfach viel, viel zu heiß!), lehnt euch zurück und "genießt" das ereignisreiche Leben der Frau K (apropos zu heiß: Mutti hat mir Vorhänge gesponsort, was die 35 Grad in meiner Dachgeschosswohnung auf muckelige 28 Grad reduziert - Kristina happy :) ).
6 Tage Kopenhagen - Die EMAC Konferenz
Es stand die erste Konferenz für dieses Jahr an: Die EMAC in Kopenhagen. Auch ich hatte diesmal ein paper eingereicht (und war nicht, wie die Kollgen, für den best paper award nominiert - schluchz, heul; gut, mittlerweile bin ich drüber weg, weil den auch keiner von uns gewonnen hat). Frühmorgens um viertel vor sieben ging der Flieger und nach einer relativ "just-in-time"-Taxifahrt (das war wirklich knapp), haben wir es dann doch zum Flieger geschafft.
Besonders frisch sahen wir allerdings nicht aus (btw, Kollege Bruno hat offensichtlich noch das falsche Datum auf seiner Kamera eingestellt, ts, ts, ts).
Nachdem uns dann der überaus freundliche Herr an der Hotelrezeption (den Service-Teil seiner Ausbildung hat der offensichtlich übersprungen) mitgeteilt hatte, dass wir noch nicht einchecken könnten (was uns nachher auch übrigens ne knappe Dreiviertelstunde gekostet hat, weil die unsere Buchung (bereits bezahlt) nicht im System hatten und das Hotel eigentlich ausgebucht war), sind wir also los um die Stadt zu erkunden. Natürlich war in dieser freien Zeit das Wetter weder einladend noch besonders sightseeingtauglich. Die restlichen Konferenz-Tage (auch klar, oder) gab es strahlenden Sonnenschein.
Da konnte ich einfach nicht widerstehen ;-) - Den Sessel will ich übrigens in meiner neuen Wohung (die Details dazu hatte ich ja bereits in tiefster Breite dargelegt, warte allerdings immer noch auf die Angebote;-))
Daher erstmal Frühstück und dann ab zu Schloss Amalienborg und Nyhavn....
Die dänischen Könige hießen übrigens alle Christian oder Friedrich. Nicht so einfallsreich, die Herrschaften ;-)
Leider war die Königsfamilie nicht zu Hause, deshalb konnten wir keinen Blick erhaschen. Allerdings gab es trotzdem einen Wachwechsel. Wobei das bei ca. 20 Wachen insgesamt jetzt nur mäßig spannend und beeindruckend war. Im Schloss Rosenborg gab's die Zimmer der Königsfamilie (also mittlerweile wohnen die woanders) zu sehen. Vollgestopft bis zum Anschlag, aber trotzdem sehr sympathisch. Und solche Kleider wie Königin Margarethe würde ich auch gerne mal anziehen... Ja, die Kleinschen Prinzessinnenträume (da Prinz William ja immer noch nicht den Antrag gemacht hat, kann ich davon ja noch weiterträumen *lach). Aber z.B. die ausgestellten Neujahrsansprachskostümchen brauch ich nicht unbedingt. In dem ausgestellten Taufkleid wurden übrigens bisher alle Königskinder getauft. Von daher gab's auch Geschichte live.
Zurückgelaufen sind wir entlang des Hafens. Bis wir dann die U-Bahn-Station gefunden haben um zur Uni zu fahren - das hat etwas gedauert. Die war unter den Glaspyramiden aber auch wirklich gut versteckt.
Die U-Bahn in Kopenhagen ist übrigens super - führerlose Züge. Supersauber (jetzt hab ich doch glatt erstmal sauper geschrieben - die Hitze, ich sach es euch). Und 5-Minuten-Taktung. Da macht es auch nichts, wenn man einfach mal ne Station weiterfährt, weil die Tür nicht aufgeht (ok, das ist vielleicht ein klein wenig problematisch bei führerlosen Zügen, das löst dann leicht phobische Ängste nach dem Motto von Speed 3 aus).
Die Treppen hoch zur Copenhagen Business School sind ideal für Treppentraining jeder Fußballmannschaft - gefühlte 40° Steigung...
Zurückgelaufen sind wir entlang des Hafens. Bis wir dann die U-Bahn-Station gefunden haben um zur Uni zu fahren - das hat etwas gedauert. Die war unter den Glaspyramiden aber auch wirklich gut versteckt.
Die U-Bahn in Kopenhagen ist übrigens super - führerlose Züge. Supersauber (jetzt hab ich doch glatt erstmal sauper geschrieben - die Hitze, ich sach es euch). Und 5-Minuten-Taktung. Da macht es auch nichts, wenn man einfach mal ne Station weiterfährt, weil die Tür nicht aufgeht (ok, das ist vielleicht ein klein wenig problematisch bei führerlosen Zügen, das löst dann leicht phobische Ängste nach dem Motto von Speed 3 aus).
Die Treppen hoch zur Copenhagen Business School sind ideal für Treppentraining jeder Fußballmannschaft - gefühlte 40° Steigung...
Nach längerer Check-In-Diskussion (Dilettanten!!!!), ging es zur Reception im Rathaus.
Lecker Essen, die Rede des Bürgermeisters etwas am Thema vorbei (nein, wir sind keine Naturwissenschaflter und können mit unserer Forschung nicht dazu beitragen, Kopenhagen zur umweltfreundlichsten Stadt Europas? der Welt? - man weiß es nicht - zu machen.), das neue EMAC Soundlogo (Konferenzmotto: The 6 senses - tada!) überzeugte auch bei mehrfachem Hinhören nicht, aber Alex fand wohl den perfekten Blumenschmuck für seine Hochzeit.
Danach ging es noch kurz mit allemann (Köln, Hamburg, Kiel, etc.) ins Irish Pub. Bier für 7 Euro trinken. Uncool. Aber ich hab ja (danke, Olli!) keins bezahlt. Hehe. Dafür wirst du hier jetzt auch mal verewigt.
Ein bisschen mussten wir dann doch noch wachbleiben, denn Kollege Pascal hatte Geburtstag. Über unsere Geschenke hat er sich waaaaaaaahnsinnig gefreut (wie man sehen kann):
Happy Birthday, Brüno!!!
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Konferenz. Wir haben uns viele Vorträge angehört. Bei einigen hätte man tatsächlich gut drauf verzichten können, aber es gab auch viel Interessantes dabei. Natürlich war das Wetter mittlerweile besser. So konnte man zumindest die (Mittags-)Pausen in der Sonne verbringen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause im Park (bei der mir eine Taube aufs T-Shirt kackte - vielen Dank auch dafür!) ging es abends zum Essen zum Thai. Hierbei merkte man mal wieder, dass es doch relativ schwierig ist, große Gruppen unter einen Hut zu bekommen. Das "Learning" (nur für dich, Isi) daraus: Einfach mal mit weniger Leuten gehen. Dafür haben wir dort auch gelernt, wie man besonders höflich einen Teller Erdbeeren (denn es sicher nicht gibt beim Thai) bestellt: "Äh, could you just, äh, focus on strawberries?"). Weisste Bescheid. Durch den Tivoli sind wir anschließend geschlendert, aber die Achterbahnfahrten für umgerechnet 10 Euro pro Fahrt haben wir ausgelassen. Nur der Spielplatz war umsonst ):
Am nächsten Tag war Vortragszeit angesagt!!! Bisschen Muffensausen war schon vorhanden, aber es hat alles eigentlich prima geklappt. Außer, dass mir plötzlich zwei Folien fehlten. Gut, äh. War auch "nur" eine Ergebnisfolie. Was soll's ;-). Habe das wohl offensichtlich ganz ok gelöst (bin also nicht in Tränen ausgebrochen oder bin wie Rumpelstilzchen auf dem Boden rumgehüpft und hab geflucht).
Danach ging's ab in den Park (das hatten wir uns verdient) - nachdem wir unter größter Mühe an den Selbstscankassen einen Sixpack erstanden hatten ;-). Ja, is nicht ganz so einfach. Und wie dort die Altersbeschränkung kontrolliert wird, ist mir auch unklar....
In dem Park bin ich auch tatsächlich mal einen Morgen ca. 6 km gelaufen (ich hatte ja voller Motivation die Laufschuhe eingepackt) - ich hoffe, dass der PT das jetzt auch liest und zur Kenntnis nimmt ;-)
Der nächste Programmpunkt war eine Hafenrundfahrt. Die war wirklich sehr, sehr schön. Und natürlich haben wir auch hier mal wieder was gelernt. Kopenhagen hat es tatsächlich geschafft, alten Baubestand in moderner Architektur einzubinden und nicht einfach was in die Landschaft zu stellen. Dafür: Chapeau!
Das Snack-Pack war auch ganz lecker, aber hat natürlich nicht gereicht....
Die Oper
Kristina in der Brille
Also ging's danach noch in eine Pizzeria beim Rathaus. Allerdings waren wir da wohl nicht ganz sooo gerne gesehen - tja, ist aber auch blöd, wenn man meint, wir würden die nicht verstehen. Aber wozu haben wir denn unseren Halb-Italiener dabei ;-..?!
Am nächsten Tag gab's noch einmal das volle Konferenz-Programm und dann (endlich!) das Konferenz-Dinner. War in einer sehr coolen Location (ehemalige Ställe/Markthallen), von den Reden haben wir nicht so viel mitgekriegt (nur das Steenkamp den Steenkamp-Preis gewonnen hat *lach und eine ehemalige Kollegin aus Hamburg den zweiten Platz beim McKinsey Dissertation Award). Essen war auch wirklich gut und der Weinflaschen-Supply war dann auch irgendwann in Ordnung (wahrscheinlich als Entschädigung für das Essen auf Julians Schoß).
Am nächsten Tag gab's noch einmal das volle Konferenz-Programm und dann (endlich!) das Konferenz-Dinner. War in einer sehr coolen Location (ehemalige Ställe/Markthallen), von den Reden haben wir nicht so viel mitgekriegt (nur das Steenkamp den Steenkamp-Preis gewonnen hat *lach und eine ehemalige Kollegin aus Hamburg den zweiten Platz beim McKinsey Dissertation Award). Essen war auch wirklich gut und der Weinflaschen-Supply war dann auch irgendwann in Ordnung (wahrscheinlich als Entschädigung für das Essen auf Julians Schoß).
Essens-Deko - ziemliche Verschwendung eigentlich...
Und: Wir gehen nicht nach Berlin!! Es gab also was zu Feiern...
So fühlt er sich am wohlsten - der Hahn im Korb
Samstagmorgen sollte es losgehen: Die Stadt per Fahrrad erkunden. Ja nu. Die Idee hatten dann auch noch andere, so dass der Fahrradladen erstmal temporär "out of bikes" war. Aber nach einer gefühlten (und auch tatsächlichen) Stunde gab's Nachschub und wir konnten los.
Erstmal Richtung Kastellet.
Natürlich darf auch die Kleine Meerjungfrau nicht fehlen (hier ist die Geschichte zu finden). Das Original ist übrigens momentan in Shanghai auf der Weltausstellung. Übrigens auch mit dem Originalhafenwasser. Dafür wurden dann einige Tausend Kubikmeter per Flugzeug dahin transportiert. Was es alles gibt. Momentan kann man sie daher nur per Livestream auf Leinwand angucken.
Vorbei am David (fast wie in Florenz) und noch einmal Amalienborg bei schönem Wetter...
.. hoch auf den Turm der Erlöserkirche (Vor Frelsers Kirke). Diese barocke Kirche aus den Jahren 1602 bis 1692 besitzt den mit 93 Metern zweithöchsten Turm Kopenhagens. Er ist Wahrzeichen des Stadtteils Christianshavn und lässt sich über eine 1752 konstruierte Wendeltreppe besteigen. Da drehte sich auch ganz schön der Kopf. Und die Teile, wo man aneinander vorbei musste, waren auch supereng. Nix für Leute mit Höhenangst...
Der Stadtteil der freien Gemeinde Christiania darf ja nicht fehlen. Dort haben wir nach einem freien Stück Gras/Wiese gesucht, weil wir unbedingt was essen/picknicken wollten. Das war aber leider ein erfolgloses Unterfangen... Und die Orientierung haben wir im ruhigen Teil mit den schönen Häusern auch ein wenig verloren.
Nichtsdestotrotz haben wir dann final einen Platz zum Picknicken gefunden. Nur der Rotwein lief nicht ganz so gut ;-) (das war wohl am Abend vorher doch etwas viel)...
Abends waren wir dann noch lecker Burger am Platz essen, wo auch das Konferenzdinner war. Das war wirklich schön. Und zum Abschluss haben die anderen noch ein Beer-Tasting gemacht.
Und warm war es auch noch. Dafür gibt's sogar nen Thermometer-Beweis...
Und warm war es auch noch. Dafür gibt's sogar nen Thermometer-Beweis...
Da wir am Sonntag vor dem Abflug noch ein wenig Zeit hatten, haben wir uns noch den Botanischen Garten angeschaut.
Auch nett.... Braucht man selber nicht so lange suchen...
Da hat sich auch wieder ein Künstler ausgetobt - aber eigentlich sieht's doch sehr schön aus. Wär vielleicht was für den Aachener Weiher?!
Auch noch mal schön ins Palmenhaus.
Und dann noch einmal Schlossbesichtigung. Diesmal: Schloss Rosenborg.
Die Schatzkammer war ganz nett, bis auf die vielen Kinder, die etwas die Atmosphäre gestört haben. Na ja. So ein Krönchen oder so ein Collier (die Ringe waren auch schön) würden mir bestimmt gut stehen :D. Viele Sachen waren auch auf einer Ausstellung. In Deutschland. Super-Timing!
Die Kofferhol-zum-Hauptbahnhof-dann-zum-Flughafen-Aktion war "just in time" (und Karten für den Flughafen-Zug hatten wir auch nicht *schäm). Hat aber alles noch geklappt. Nur die Einlösung unserer Essensvoucher (mit 1 Euro-Upgrade auf ein richtiges Brötchen) hat etwas länger gedauert. Wenn die Reihen 3-Ende auch noch so einen gehabt hätten, hätte nur die Hälfte bis zur Landung was zu essen gehabt. Mann, die war soo lahm... Unglaublich. Am Flughafen sind wir dann einmal komplett außen rum gelaufen, obwohl die andere Richtung sicher deutlich schneller gewesen wäre. Daher haben wir auch den Zug verpasst und haben uns noch ein wenig auf dem Bahnsteig vergnügt.
Und damit war die EMAC auch geschafft....
In der Woche danach war ich noch bei David & Vera zum Essen und Urlaubsfotos gucken (von vor einem Jahr - ja, unsere Terminkalender sind tatsächlich ziemlich inkompatibel ;-)) eingeladen. Es gab Thai-Curry, das sehr, sehr lecker war. Dazu werde ich gerne nochmal eingeladen (solltet ihr zwei das jetzt lesen...). Auf jeden Fall machten die Fotos Lust auf Urlauben in Thailand und Australien. Und wenn ich dann zufällig auch mal in Dubai sein sollte, werde ich mir auch so ne Limousine leisten. Das sah nach sehr angenehmen Sightseeing aus.
Unilauf
Den Tag drauf hab ich am Unilauf teilgenommen. So hatte ja meine "Läuferkarriere" ursprünglich angefangen, denn letztes Jahr hatte ich ja auf Grund fehlender Fitness nicht teilgenommen und um es dieses Jahr dann zu schaffen (das musste ich versprechen), hab ich ja mit dem Laufen angefangen. War auch ein tolles Timing. Gefühlte 40 Grad, total schwül und dann noch der hügeliste Lauf Kölns. Großes Kino. Dementsprechend sah ich danach auch aus. Ich hab so geschwitzt, dass man meinen konnte, ich käme gerade aus der Dusche. So ist mir die Suppe gelaufen. Ich hab sogar auf (!) den Knien geschwitz. Das muss man sich mal vorstellen...
ABER: Ich bin unter der Stunde geblieben (wenn auch nur 3 Sekunden, aber drunter ist drunter) und war 132. meiner Altersklasse auf Platz 224 (des 10 km-Laufs). Ob das jetzt gut oder schlecht ist, weiß ich nicht. Wollte damit hier nur mal kräftig angeben. Zumindest war ich schneller als der Kollege Becker, der mir zwar erst in der 2. Runde davongelaufen ist, den ich dann aber wieder eingeholt hab. Ja, stetes Tempo ist alles... He, he, Schadenfreude ist doch was Feines ;-)
Einen Tag später waren wir dann noch lecker Tapas essen für unsere Hilfe bei der Programmgestaltung für die Marketing Science-Konferenz. Kann ich nur empfehlen, den Laden: Das Pablo II am Rathenauplatz.
A bisserl Spass muss sein - 10 Jahre ist das her?!
Dann stand das lange geplante 10jährige Abitreffen auf dem Programm, für das sich Klein-Kristina dann tatsächlich noch extra zum Frisör begeben hat. Die Haare waren danach ziemlich (!) blond. Na ja, irgendwie mussten die Leutz mich ja erkennen.
Los ging es in der alten Schule mit Sektempfang und dem ersten Klönen. Sehr schön war, dass relativ viele der alten Stufe den Weg gefunden hatten. Hier sind se:
Hier das Foyer - noch ohne Gäste
Unser alter Theater-AG-Leiter
Ich versuche mit Händen und Füßen die Begrüßungsrede zu halten... Klappte so.. na ja...
Wir hatten uns überlegt, noch einmal mit allen gemeinsam die Schulbank zu drücken. Und natürlich mussten wir zur Begrüßung auch aufstehen. Wie sich das gehört. Scheint aber wohl nicht mehr allzu in Mode zu sein wie uns von den anwesenden Lehrern kolportiert wurde.
Und Sekt gab's natürlich auch früher nicht im Unterricht... ):
Mit Herrn Dombek diskutierten wir anhand von Gottfried Benns Gedicht "Schöne Jugend" über den Sinn von Sprache und die Sinnhaftigkeit, die eine Anzahl von Worten für jeden Einzelnen hat, da man von völlig unterschiedlichen Erfahrungen ausgeht. Herr Otto dagegen amüsierte uns mit allerlei Lehrreichem rund um die Geographie des Fußball-WM-Gastgeberlandes und den afrikanischen Kontinent und führte den bei vielen noch unbekannten Song "Give me hope, Joachim" ein...
Anschließend bekamen wir unsere Abi-Arbeiten zurück. Oh je. Was man da alles geschrieben hat. Und was man damals alles noch wusste. Wo ist das bloß alles hin?
Danach ging's ins Café Libre. Zu Buffet und nochmehr miteinander Quatschen. Dort waren dann auch noch mehr alte Lehrer zugegen. Find ich jut, dass die auch noch den Weg zu uns gefunden haben. Da merkte man schon, dass wir als Stufe doch einigermaßen beliebt waren ;-)
Anschließend bekamen wir unsere Abi-Arbeiten zurück. Oh je. Was man da alles geschrieben hat. Und was man damals alles noch wusste. Wo ist das bloß alles hin?
Danach ging's ins Café Libre. Zu Buffet und nochmehr miteinander Quatschen. Dort waren dann auch noch mehr alte Lehrer zugegen. Find ich jut, dass die auch noch den Weg zu uns gefunden haben. Da merkte man schon, dass wir als Stufe doch einigermaßen beliebt waren ;-)
Im Café Libre
Irgendwie fällt auf, dass ich mich fast nur mit Kerlen auf'm Foto bin... Hmh....
Alles in allem war es ein sehr schönes Wiedersehen. Ich freu mich schon auf das 15jährige!!!
Sonntags war dann direkt Muttis 61. Geburtstag angesagt, wo ich traditionellerweise eigentlich den ganzen Tag in der Küche beim Spülen verbringe. Ja, was tut man nicht alles...
Trotzdem hab ich es noch rechtzeitig zum grandiosen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien zum Public Viewing an der Kölnarena geschafft. Fotos hat die Caro gemacht. Vielleicht stell ich die noch ein, wenn ich sie irgendwann krieg...
Sonntags war dann direkt Muttis 61. Geburtstag angesagt, wo ich traditionellerweise eigentlich den ganzen Tag in der Küche beim Spülen verbringe. Ja, was tut man nicht alles...
Trotzdem hab ich es noch rechtzeitig zum grandiosen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien zum Public Viewing an der Kölnarena geschafft. Fotos hat die Caro gemacht. Vielleicht stell ich die noch ein, wenn ich sie irgendwann krieg...
SATC2 hat mich nicht so überzeugt - war ganz nett, aber den ersten fand ich eindeutig besser...
3 Tage Köln - Marketing Science Konferenz
Meine höchst subtile (und verkehrt herumte) Deutschland-Fanausrüstung (von unten nach oben schwarz-rot-gold; wie gut, dass ich nochmal beim Frisör war)
Der Mann ohne Hals
2 Tage bei Istanbul - Global Branding Konferenz
Direkt nach dem Ende der Marketing Science Konferenz ging’s Sonntagmorgen mit dem Zug auf zum Frankfurter Flughafen. Dank Online Check In (und rasanter Abfertigung) waren wir 1 ½ Stunden zu früh am Flughafen. Na ja, dafür viel mehr Zeit, Kleini beim Security Check rauszuziehen um meinen Laptop auf Sprengstoff (!) zu kontrollieren. Bitte?! Seh ich etwa aus wie jemand, der einen Anschlag vorhat? Mal abgesehen davon, dass ich in Chemie immer die totale Niete war.. Na ja. Auf der Tour hab ich dann in der Security-Plastikwanne ein Pandora-Element verloren (was mich nachher noch mehr geärgert hab, als ich rausgefunden, dass das eins von den teuren war – grrrrrrrr – ich platze!!! – die haben mich einfach irgendwie nervös gemacht). Der Flug war überbucht und wir wurden aufgefordert, doch eventuell vom Flug zurückzutreten. Doch das war keine Option. Und mal ehrlich, soo schön ist Frankfurt auch nicht, dass ich da freiwillig eine Nacht in einem Hotel auf Lufthansa-Kosten verbringen muss.
Der Flug war ziemlich wackelig und das Abenteuer ging gleich im Taxi weiter, als wir gelandet waren (Gut, dass wir die Directions auf Türkisch hatten – die Englischkenntnisse halten sich hier (gelinde gesagt) ziemlich in Grenzen). Es schüttete wie aus Eimern, Riesenpfützen auf der Straße (Aquaplanning?! Nie gehört ;)), der Taxifahrer mal rechts, mal links, mal zwischendurch überholt. Warum auch nur mit drei Autos nebeneinander fahren, wenn auch fünf gehen?! Nachher haben wir bei der Reception von einer Türkin gehört, dass die mal locker in 2 Minuten 60 Verkehrsregeln brechen. Check, würde ich sagen. Einer ist uns auch fast reingefahren. Gott sei Dank scheint das Verkehrsregelnbrechen auch mit einer guten Reaktionsgabe einherzugehen. Heiaei…. Zumindest über Fußball haben wir uns mit dem Taxifahrer verständigen können (und das zog sich dann als roter Faden durch den ganzen Urlaub), nachdem wir die diversen türkischen Fußballer in der Bundesliga durchdekliniert hatten (Mondragon vom FC ist hier auch voll der Held), waren wir ganz dicke Buddies. Gut so, denn die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde.
Im Hotel angekommen haben wir noch zwei der phd-Studenten getroffen, die zum Organisationskommittee gehörten, und konnten daher noch unsere Konferenzbags in Empfang nehmen. Endlich auch mal richtig schöne (die schönste bisher) – wie ne Handtasche. Nur Pascal war nachher mit der „Männerversion“ nicht ganz so glücklich ;-). Das Hotel war voll schön, allerdings ziemlich kitschig (orientalisch, wie man es sich vorstellt eben), mit Pagen (für die ich leider noch kein Kleingeld hatte), mit Einzelbetten (so schade, gell, Pascal ;-)) und RTL. Natürlich lag der Koffer wieder auf dem Stammplatz, liebe Isabel :). Allerdings war es auch ca. 1 ½ Stunden (mit dem Bus) vom Zentrum Istanbuls weg, dafür lag es direkt am Bosporus.
Die nächste Erlebnis-Taxi-Fahrt ließ nicht lange auf sich warten. Da wir ein bisschen zu spät waren und den offiziellen Shuttle zur Reception nicht bekommen hatten, blieb nur das Taxi. Trotz zweier auffälliger non-smoking-Zeichen steckte sich unser Taxifahrer mal direkt ne Kippe an. Warum der dann zwischendurch dauernd hupte, darüber haben mich Franziska + Pascal dann anschließend aufgeklärt. Anscheinend hat er jede Frau, die am Wegesrand stand, angehupt. Alter! Insgesamt bleibt auch zu bezweifeln, ob er den schnellsten Weg gefahren ist, aber gut, da ist man halt eben auch ein wenig machtlos.
Die Reception fand in einem Museum (auf der Terrasse desselben) mit Blick auf den Bosporus statt. Es gab ein Flying Dinner (keine Sorge, Ute, diesmal lief der Supply deutlich besser als damals *lach) und wir haben ein wenig genetworkt. Die phds waren supernett und haben uns auch gleich mal Tipps fürs Sightseeing in Istanbul gegeben. Lustigerweise habe ich dann auch Sherif wiedergetroffen, mit dem ich schon in Köln auf der Marketing Science ein paar Worte gewechselt hatte (die Welt ist so klein). Er hat sich als „Guide“ angeboten, weil er bei einem Paar untergekommen war, wo die Frau ursprünglich aus Istanbul kommt. Der Rückweg war wieder im Taxi, weil die Polizei unseren wartenden Shuttlebus verscheucht hatte und es für diesen wohl keine Möglichkeit gab, noch einmal zurückzukommen. Da war aber auch ziemlich Verkehr – Auto an Auto. Wahrscheinlich kamen alle von ihren Wochenendausflügen zurück.
Während Pascal seinen Vortrag (zum gefühlten 50. Mal) noch einmal durchging, haben wir es uns mit einem leckeren Carlsberg aus der Dose auf dem Balkon mit Blick auf den Bosporus gemütlich gemacht. Ja, auch schön. Kann man nicht anders sagen.
Unser Hotel Fuat Pasa von der Bosporus-Seite aus gesehen...
Ich sach ja, bissel kitschig
An diesem Morgen ging die Konferenz los. Abgeholt wurden wir mit dem Shuttle direkt am Hotel, die Fahrt dauerte ca. 25 Minuten die Berge hinauf, an bunten Shops, quirligem Leben vorbei. Die Uni ist relativ neu und super gepflegt. Gesponsert wurde sie für 300 Mrd. Euro von der Familie Koc. Die schießt auch jedes Jahr einige Milliönchen zum laufenden Betrieb zu. Die Uni hat eine eigene Busflotte, auf dem Campus Unterkünfte (mit Schwimmbad, Tennis- und Basketballplatz), ein eigenes Gästehaus unten am Bosporus (wie ein Hotel), der Eingang wird von Guards bewacht, die Gebäude sind unterirdisch miteinander verbunden, so dass man quasi nie einen Fuß vor die Tür setzen muss, die undergrads wohnen alle auf dem Gelände, für die grad und phd-Studenten gibt es Wohnungen draußen. Die Studis werden dann mit privatem Transport zur Uni gebracht. Privat-Uni müsste man sein ;-).
Kann man auch gut an den Impressionen entnehmen, finde ich:
Kann man auch gut an den Impressionen entnehmen, finde ich:
Zu Mittag gab es das erste 5-Gänge-Menü im oberen Stock des Dozententurms. Sehr nett. Und das Essen: Sooo lecker. Irgendwer hat am Ende zwar auf den Feueralarm gedrückt, aber das da auch niemanden wirklich gestört… Und an die Markenallianz-Menschen: Herr Simonin saß bei uns am Tisch.
Wer findet den Tennisplatz?
In den Pausen standen draußen immer Kuchen, Obst, Kaffee, Tee, Gebäck, etc. zur Verpflegung bereit. Eigentlich hatte man das Gefühl, dass es ständig was zu essen gab. Die Konferenz war unglaublich durchgetaktet; eigentlich gab es nie eine Verschnaufpause. Das hinderte natürlich niemanden daran, die Sitzungen zu überziehen. Insofern waren auch die Pause immer kürzer als vorgesehen. Das war unglaublich anstrengend…
Da will ne Kuh über den Zebrastreifen (Kuh, Zebra, verstehste??! ;-) - ok, das ist wirklich Jimmi Breuer-Niveau)
Dementsprechend hatten wir auch nur eine Dreiviertelstunde bevor es zum Conference Dinner losging. Das war in einer supercoolen Location – im 360° (das ist hier so ne Kette in Istanbul), einer künstlichen Insel mit Blick auf die Bosporus-Brücke. Fett, fett, fett. Mit Cocktail-Bar, Swimmingpool, Chill-Liegen. Hingefahren wird man mit der hauseigenen Fähre. Das Essen war wieder unglaublich lecker. An den Vorspeisen, die en masse aufgefahren wurden (so dass eigentlich gar kein Platz mehr auf dem Tisch war), haben wir uns schon so satt gegessen, dass für die Fisch-Hauptspeise kaum noch Platz war. Aber wir haben den Abend sehr genossen! Tolle Location. Kann ich wirklich nur empfehlen.
Fett, fett, fett!!
Warum auch immer das Bild sich von selber dreht...?!
Um 8.15 Uhr war Aufstehen angesagt. So langsam merkte man dann doch, was einem noch alles in den Knochen steckte. Eigentlich hab ich den ganzen Tag nur darum gekämpft, die Augen irgendwie aufzulassen (Pascal hat den Kampf zwischenzeitlich verloren *lach). Dann gab es noch eine E-Mail von einem friendly reviewer zu unserem paper, die unsere Chancen beim anvisierten Journal gegen O taxierte. Das hob jetzt nicht gerade die Stimmung. Na ja, die Diskussion der einzelnen Punkte hat uns jedenfalls eine Session erspart. Was ganz lustig war, dass der Keynote Speaker nicht kommen konnte und dann per Skype-Call ins Auditorium geschaltet wurde, während einer seine Folien weitergeklickt hat. Bis das mit der Synchronität geklappt hat, hat es auch etwas gedauert…
Mittagessen mit 3 Gängen gab es wieder im „Turm“ – 20 Kellner ca. turnten im Service rum. An den Wänden hingen die Portraits der Stifterfamilie – jedes der "Kinder" ist wohl ca. 2 Mrd. wert. Hmhm.. Net sooo schlecht. Leider musste wieder alles schnell, schnell, schnell gehen, weil wir mal wieder den Zeitplan nicht eingehalten haben. Daher gab’s beim Essen die Verleihung des best paper awards, den Pascal nicht gewonnen hat und dann für den Rest des Tages schwer enttäuscht und gekränkt war ;-)
Nachdem die Konferenz dann vorbei war (auch die Abschlusszusammenkunft dauerte nur ca. 20 Minuten, obwohl es wieder sehr viele Leckereien und Weinchen gab, schaaaaade), sind wir (mit einem WissMa aus Kovelenz (WHU)) auf die Suche nach einem Restaurant zum Abendessen gegangen. Das war gar nicht so einfach. Irgendwann haben wir dann eins gefunden. Allerdings war das einzige Wort auf der „englischen Karte“ wohl „Menu“. Der Kellner stand erstmal gefühlte 10 Minuten 10 Zentimeter hinter uns bis wir uns entschieden hatten. Mann o Mann, das stresst ja ÜBERHAUPT nicht. Zumindest der Vorspeisen-Anpreisung haben wir widerstanden und uns nur für den leckeren Joghurt mit dem feldsalatähnlichen Gemüse entschieden (Feriha, wie heißt das noch mal – das ist soooo lecker!!). Die Forelle war aber sehr gut.
Abschließend noch ein Bierchen auf dem Balkon. Das gehörte ja mittlerweile dazu….
Mittagessen mit 3 Gängen gab es wieder im „Turm“ – 20 Kellner ca. turnten im Service rum. An den Wänden hingen die Portraits der Stifterfamilie – jedes der "Kinder" ist wohl ca. 2 Mrd. wert. Hmhm.. Net sooo schlecht. Leider musste wieder alles schnell, schnell, schnell gehen, weil wir mal wieder den Zeitplan nicht eingehalten haben. Daher gab’s beim Essen die Verleihung des best paper awards, den Pascal nicht gewonnen hat und dann für den Rest des Tages schwer enttäuscht und gekränkt war ;-)
Nachdem die Konferenz dann vorbei war (auch die Abschlusszusammenkunft dauerte nur ca. 20 Minuten, obwohl es wieder sehr viele Leckereien und Weinchen gab, schaaaaade), sind wir (mit einem WissMa aus Kovelenz (WHU)) auf die Suche nach einem Restaurant zum Abendessen gegangen. Das war gar nicht so einfach. Irgendwann haben wir dann eins gefunden. Allerdings war das einzige Wort auf der „englischen Karte“ wohl „Menu“. Der Kellner stand erstmal gefühlte 10 Minuten 10 Zentimeter hinter uns bis wir uns entschieden hatten. Mann o Mann, das stresst ja ÜBERHAUPT nicht. Zumindest der Vorspeisen-Anpreisung haben wir widerstanden und uns nur für den leckeren Joghurt mit dem feldsalatähnlichen Gemüse entschieden (Feriha, wie heißt das noch mal – das ist soooo lecker!!). Die Forelle war aber sehr gut.
Abschließend noch ein Bierchen auf dem Balkon. Das gehörte ja mittlerweile dazu….
Fischen gehört hier zum National-Hobby wohl..
4 Tage Istanbul
1. Tag
Da das Hotel einfach viel zu weit draußen war, haben wir unsere Reservierung storniert (was völlig unkompliziert möglich war – fand ich gut) und sind (mal wieder abenteuerlich) mit dem Taxi in die Stadt. Der Taxifahrer wusste selbst erstmal nicht, wo es langging und musste nach dem Weg fragen. Irgendwann haben wir es dann aber doch gefunden. Ein kleines, aber gemütliches Hotel mit sehr netten Angestellten. Der Chef hat uns dann erstmal auf Kaffee und Tee eingeladen und natürlich hat Fußball (Fehnerbace, Daum, der Held Mondragon) wieder das Eis gebrochen – so kommt man an die Leute ran ;-). Leider hat das versprochene W-Lan nicht bis zu uns in den (bergmäßig zu erklimmenden) 3. Stock gereicht. Dafür gab’s dann allerdings beim Surfen im Foyer immer lecker Teechen oder die Kaffee-Tee-Mischung, die aber eher gewöhnungsbedürftig ist. Übrigens wird hier Kaffee meist als Nescafé (also in Pulverform zum Aufschütten) serviert.
Blaue Moschee
Das Hotel lag ca. 5 Minuten von der Blauen Moschee entfernt, von daher nicht sehr verwunderlich, dass wir hier unsere Sightseeing-Tour gestartet haben. Wirklich ziemlich beeindruckend. Aber da lass ich lieber die Bilder für mich sprechen:
Das Hotel lag ca. 5 Minuten von der Blauen Moschee entfernt, von daher nicht sehr verwunderlich, dass wir hier unsere Sightseeing-Tour gestartet haben. Wirklich ziemlich beeindruckend. Aber da lass ich lieber die Bilder für mich sprechen:
Übrigens mussten wir durch den Touristen-Eingang rein, wo generalstabsmäßig das Schuhe ausziehen und die Bedeckung kontrolliert wird.
Anweisungen:
INFO: Sultan Ahmed I. (regierte 1603-17) wollte sich mit dem Bau dieser Moschee ein Denkmal setzen. Der Sultan war von seinem Projekt so begeistert, dass er angeblich selbst auf der Baustelle mit anpackte, Arbeiter und Handwerker antrieb und besonderen Einsatz extra belohnte. Architekt der Blauen Moschee war der Sinan-Schüler Mehmet Aga. Ihm gelang ein Ensemble mit sanft geschwungenen Rundungen. Es hat mehr Minarette als jede andere Moschee Istanbuls und den größten Hof aller osmanischen Moscheen. Auch das Innere ist grandios: ein riesiger zentraler Gebetssaal mit 260 Fenstern und Zehntausenden blauer Fliesen, die dem Bauwerk seinen inoffiziellen Namen gaben.
Danach ging’s zur Hagia Sophia. Da kann man auch nicht so viel zu sagen, was Fotos eigentlich viel besser zeigen.
Die Hagia Sophia
INFO: Die Kirche der "göttlichen Weisheit" ist das berühmteste Bauwerk Istanbuls. Ihre Geschichte ist ebenso lang wie faszinierend. Kaiser Justinian (527-65) ließ sie an einer Stelle errichten, wo vorher schon zwei byzantinische Kirchen gestanden hatten. Dieser Bau stellte im Jahr 537 sämtliche Gebäude der Stadt in den Schatten und blieb die größte Kirche des Christentums, bis Mehmet der Eroberer sie nach der Einnahme Konstantinopels 1453 in eine Mosschee umwandelte. Atatürk machte das für Muslime und Christen bedeutsame Bauwerk 1934 zum Museum. Als Justinian seine imposante Schöpfung zum ersten ersten Mal betrat, rief er aus: "Gelobt sei Gott, dass ich eines solchen Werkes für würdig befunden wurde. O Salomon! Ich habe dich übertroffen!" Der Innenraum mit seiner prächtigen hohen Kuppel ist von einer überwältigenden Schönheit. Die Baumeister Anthemios von Tralles und Isidorus von Milet schufen mit der Hagia Sophia ein beispielloses Meisterwerk - und das ohne die Technik und die Baumaterialien von heute. Die Byzantiner staunten über den weiten luftigen Krichenrum und die 30 Mio. goldenen Mosaikplättchen und über die gewaltige Kuppel, der scheinbar die Stützpfeiler fehlen.
Als die Türken Konstantinopel eroberten und die Hagia Sophia in eine Moschee umwandelten, war klar, dass die Mosaiken verschwinden mussten. Zum Glück zerstörten sie die Bilder nicht, sondern überputzten sie nur. Seit man die Moschee in ein Museum umgewandelt hat, sind die Mosaiken endgültig freigelegt...
Als die Türken Konstantinopel eroberten und die Hagia Sophia in eine Moschee umwandelten, war klar, dass die Mosaiken verschwinden mussten. Zum Glück zerstörten sie die Bilder nicht, sondern überputzten sie nur. Seit man die Moschee in ein Museum umgewandelt hat, sind die Mosaiken endgültig freigelegt...
INFO: Die großen Medaillons mit vergoldeten arabischen Schriftzeichen sind Werke des Meisterkalligrafen Mustafa Izzet Efendi aus dem 19. Jh und zeigen die Namen Gottes (Allah), Mohammeds und der Kalifen Ali und Abu Bakr. Diese an sich imposanten Kunstwerke wirken hier allerdings etwas fehl am Platz und lenken von den klaren Formen des Bauwerks ab.
Danach gab’s lecker Maiskolben für nen Euro ;-)
Basilikazisterne
In der Zisterne konnten wir gut die Kälte genießen, wo bei man durchaus ab und an mal ein paar Tropfen von oben ausweichen musste. Leider wollte Pascal kein Kostümfoto mit mir machen ):. Schade, ich finde, ich wäre bestimmt ne schöne Seherazade geworden…
Danach gab’s Burger und die ersten Postkarten.
INFO: Diese ungewöhnliche Zisterne ließ Justinian 532 bauen. Sie ist der größte erhaltene Wasserspeicher aus byzantinischer Zeit in Istanbul. Die Zisterne ist 65 m breit und 143 m lang. Das Deckengewölbe ruht auf zwölf Säulenreihen mit insgesamt 336 Säulen. Früher fasste sie 80000 Kubikmeter Wasser, das durch 20 km lange Aquädukte aus einem Reservoir in der Nähe des Schwarzen Meeres kam.
Die Medusenköpfe:
Die Wunschsäule - mal schauen, ob das was hilft ;-)
Am Hippodrom über den Kaiser-Wilhelm-Brunnen an den diversen Säulen vorbei ging’s zur kleinen Hagia Sophia, die wir gerade erreichten als ein heftiger Regenschauer einsetzte. Perfektes Timing würde ich sagen.
Kaiser-Wilhelm-Brunnen - Der deutsche Kaiser schenkte ihn dem Sultan und seinem Volks als Freundschaftsbeweis.
Der imposante Theodosius-Obelisk wurde um 1450 v. Chr. in Ägypten aus Granit gemeißelt. Der byzantische Kaiser Theodosius ließ den Obelisken 390 n.Chr. aus Ägypten nach Konstantinopel schaffen und auf einen Marmorsockel stellen.
Die kleine Hagia Sophia
Rund um die Kleine Hagia Sophia haben sich Künstler angesiedelt. War sehr gemütlich da. Auf dem Weg nach draußen hat mich einer angequatscht, ob ich Holländerin sei (das war eigentlich immer die erste Frage – koooomisch…). Ich: Nein, ich sei aus Deutschland. Er: Woher? Ich: Aus Köln. Da fing der an auf breitem Kölsch zu schwaaaden, er wäre ehemaliger Kölner und hätte Jahrzehnte bei der Weisshausstraße gewohnt. Saulustig. Wie klein ist die Welt, bitte. Mit ihm haben wir uns dann hingesetzt und einen Apfeltee getrunken. Er hat bissel verzällt, wie er wieder zurück gegangen ist, was er in Köln so gemacht hat. Das war sehr nett. Da er seinen Lebensunterhalt gerade mit Führungen verdient, hat er uns angeboten uns auch rumzuführen (ja, so ohne Hintergedanken is das nie – den Tee hat er übrigens auch net selber bezahlt ;-)). Da er aber sehr nett war, haben wir uns für den nächsten Morgen (9.00 Uhr, das war ihm fast zu früh – ja, die Deutschen…) mit ihm verabredet.
Das Innere der Kleinen Hagia Sophia
Dann stand ein wenig Entspannung im Hotelzimmer auf dem Programm. Für den Abend hatten wir uns mit Sherif zum Fußballgucken (Deutschland – Ghana) verabredet. Also sind wir mit der Bahn hoch nach Taksim (dem „Vergnügungsviertel“). Natürlich haben wir für die Zahnradbahn erstmal den falschen Token gekauft. Na ja, macht aber nix, denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind einfach wirklich günstig. Und man kommt auch sehr regelmäßig sehr gut überall hin. Sherif war 8 Minuten zu spät (ja, ich HASSE es, wenn Leute zu spät kommen), dann hat er uns aber über die Istiklal-Straße (DIE Einkaufsstraße Istanbuls, ca. 2 km lang) geführt, wir haben noch Jo abgeholt (der Kumpel von ihm, der mit der Türkin verheiratet ist, ihr erinnert euch? – siehe weiter oben) und wir sind in Nevizade essen gegangen. Da war was los. Mann o Mann. Und kaum Touristen. Das war auch echt schön. Wieder haben wir voll bei den Vorspeisen (Meze) zugeschlagen. Da könnte ich mich reinlegen. So ne tolle Essenskultur. So viel Auswahl.. Läckär… Wir mussten auch Raki trinken, weil man das hier so macht. Allerdings nicht die große Flasche, so wie alle Tische um uns herum, sondern die abgespeckte (Loser-Touri) Variante. Wie die das aber den ganzen Abend trinken können, ist mir völlig schleierhaft…
Sherif, Pascal, Franziska, ich und Jo; mit leckeren türkischen Tapas wie gefüllten Weinblättern, Joghurt mit Knoblauch + Feldsalatähnlichem gemischt + ganz viel Aubergine
Ahmed (der phd-Student von der Koc) haben wir dann per sms und Telefon zu einem Treffpunkt navigiert und ich hab ihn abgeholt. Bin durchaus doch immer überrascht, dass mein Orientierungssinn einigermaßen gut funktioniert, auch bei den engen, vollen Gässchen voller Leute. Zusammen sind wir dann in ne Kneipe zum Fußball gucken. War auch echt knapp. Bei der Hymne waren wir noch unterwegs… Aber da Sherif schon dicker Buddy mit einem von der Kneipe war, wurde auch direkt mal vom Australien-Spiel auf unser Spiel umgeschaltet. Das wär ja auch noch was gewesen…. Ging ja, wie bekannt, auch gut aus. Und dann hat sogar noch ein türkischstämmiger Nationalspieler das Siegtor geschossen – was will man mehr. Wir happy, unsere Gastgeber happy. Lustig war aber die ganze Atmosphäre, der Fernseher lief auf Anschlag, 7 Meter weiter unten gab’s türkische Live-Musik und Action. Pures „East meets West“. Da war einfach unglaublich viel los in dem Viertel und das noch bis tief in die Nacht…
Schland, oh Schland!!!
Den Absacker (Bier für 7 Euro ):) haben wir in der Hotelbar des Richmond genommen (Sherifs Hotel) mit tollem Ausblick auf das nächtliche Istanbul. Toll.
2. Tag
Der nächste Morgen begann mit der „gebuchten“ Toru mit Necati durchs alte Hafenviertel mit seinen alten Holzhäusern, in verschiedenste (christliche) Kirchen hinein und durchs Schuhmacherviertel. Dabei hab ich festgestellt, dass Istanbul doch ziemlich hügelig ist.
Der nächste Morgen begann mit der „gebuchten“ Toru mit Necati durchs alte Hafenviertel mit seinen alten Holzhäusern, in verschiedenste (christliche) Kirchen hinein und durchs Schuhmacherviertel. Dabei hab ich festgestellt, dass Istanbul doch ziemlich hügelig ist.
Die Holzhäuser des Hafenviertels
Die Kirchen haben sich teilweise eklatant unterschieden, protestantisch sehr spärlich wie in einem Gemeindesaal, armenisch eher mit sehr viel Gold, griechisch-orthodox…
Lust auf neue Schuhe?
Dann sind wir kurz durch den Basar (Da sag ich nur: Wow!!) zur Universität. Eigentlich wollten wir durch das Gelände der Universität zur Süleymaniye Moschee laufen, allerdings haben die Securities am Eingang unseren Führer nicht reingelassen (wobei wir bis heute nicht rausgefunden haben, wieso). Er hat dann voll Alarm gemacht, hat die Leute da beleidigt und angeschrien. Er hat sich so tierisch aufgeregt, dass er noch den ganzen Weg entlang der Universitätsmauern vor Wut gekocht und auf die Türkei (und ihre Rückständigkeit) geschimpft hat. War uns ziemlich unangenehm…
Die Universität
Die Süleymaniye Moschee (wohl eine der schönsten Moscheen Istanbuls) ist allerdings wegen Renovierung geschlossen (genauso wie das Bad der Roxelane z.B.) – Super-Timing, Istanbul. Insbesondere wenn man 2010 Kulturhauptstadt Europas ist. Hätte man ja bei der Sanierungsplanung auch nicht ahnen können…
Der große Basar
Necati haben wir dann vor dem Basar verlassen. Im Basar ging dann der Kaufrausch los. Da hätte ich ja so viel Geld lassen können. Die Keramik war so schön bunt, der Schmuck auch. Also hab ich das ein oder andere gekauft. Mit Verhandeln natürlich. Wobei ich da jetzt, glaub ich, auch nicht so der Mega-Verhandlungs-Held bin. Na ja… Is ja Urlaub :).
INFO: Seit Jahrhunderten ist der Basar nicht nur geografisch das Herz der Stadt. Der riesige überdachte Markt ist eine Welt für sich mit über 4000 Läden und kilometerlangen Gassen. Die Gassen sind nach Gewerben benannt (z.B. Goldgasse, Juweliergasse, Perlenhändlgergasse).
Nach dem Basar haben wir uns mit Sherif zum Topkapi-Palast-Besichtigen getroffen. Vorher gab’s noch ziemlich teuren Döner auf nem Hausdach, wo wir quasi direkt neben den Lautsprechern saßen, die zum Gebet riefen. Vorher war uns das eigentlich gar nicht so aufgefallen, dass regelmäßig zum Gebet gerufen wird, aber jetzt war das eindeutig nicht mehr zu überhören.
Der Topkapi-Palast
Den Topkapi-Palast kann man eigentlich nicht an einem Tag machen, da gibt es so unglaublich viel zu sehen. Viel Zeit haben wir im Harem verbracht.
INFO: Um den Topkapi Sarayi ranken sich vermutlich mehr schillernde Stories als um sämtliche Museen der Welt zusammen. Hier ertrank Selim der Säufer im Bad, nachdem er zu viel Champagner gebechert hatte. Ibrahim der Wahnsinnige verlor den Verstand, als er vier Jahre lang im berüchtigten Käfig des Palasts eingesperrt war. Und nicht zuletzt lebte und intrigierte hier Roxelane, die schöne und boshafte Gemahlin Süleymans des Prächtigen (auch Stoff für Mozarts Entführung aus dem Serail).
Schatzkammer: Topkapi-Dolch
Schatzkammer: Topkapi-Dolch
Der Harem
INFO: Viele halten den Harem für einen Ort, an dem sich der Sultan ungezügelt Ausschweifungen hingeben konnte (Murat III. hatte auch tatsächlich 112 Kinder!). Die Wirklichkeit sah allerdings prosaischer aus: Dies waren die Privatgemächer der Sultansfamilie - "harem" heißt wörtlich "privat". Dort war das Leben bis ins kleinste Detail durch Traditionen, Pflichten und Etikette geregelt.
Die Frauen im Harem mussten Ausländerinnen sein, da der Islam es verbot, Muslime als Sklaven zu halten. Die Mädchen wurden als Sklavinnen (oft von ihren Eltern zu einem guten Preis) an den Harem verkauft oder von Adeligen und Potentaten verschenkt. Besonders beliebt waren Mädchen aus dem nördlichen Kaukasus, der für seine schönen Frauen berühmt war.
Im Harem bekamen die Mädchen Unterricht in Islam, türkischer Kultur und Sprache, Musik, Lesen, Schreiben, Handarbeiten und Tanzen. Außerdem lernten sie sich angemessen zu schminken, zu kleiden und zu benehmen. Danach konnten sie in der Haremshierarchie aufsteigen. Zuerst dienten sie als Hofdamen den Konkubinen und Kindern des Sultans, dann der Sultansmutter und die Besten schließlich dem Sultan persönlich.
Der Harem stand unter der Fuchtel der valide sultan, der Mutter des regierenden Sultans. Meist besaß sie große eigene Landgüter, die sie von einem schwarzen Eunuchen verwalten ließ. Sie konnte dem Großwesir unmittelbar Weisungen erteilen und hatte oft einigen Einfluss auf den Sultan, was die Auswahl seiner Ehefrauen und Konkubinen, aber auch Staatsgeschäfte anging.
Nach islamischem Recht durfte der Sultan maximal vier Ehefrauen haben. Sie trugen den Titel kadin (Frau). Da die Thronfolge in der osmanischen Dynastie nicht das Recht des Erstgeborenen galt, konnte im Grunde jeder Sohn des Sultans Anspruch darauf erheben. Jeder Haremsdame war daher eifrig bemüht, ihren Sohn zum Thronfolger erklären zu lassen und sich damit die Position der valide sultan zu sichern. Der Islam erlaubt einem Mann so viele Konkubinen, wie er angemessen unterhalten konnte. Die osmanischen Sultane konnten sich teils bis zu 300 leisten, die allerdings nicht alle gleichzeitig im Harem lebten.
Der Harem war wie ein eigenes Dorf mit allen nötigen Versorgungseinrichtungen. In diesem Flügel des Palastes lebten jeweils 400 bis 500 Menschen. Von den Damen blieben nur wenige ihr Leben lang im Harem. Vielen schenkte der Sultan die Freiheit, worauf sie meist hochrangige Männer heirateten. Denn diese gebildeten Frauen mit ihren Verbindungen zum Sultanshof waren begehrt. Umgekehrt lag dem Sultan daran, die zur Loyalität erzogenen Frauen überall im Reich zu verteilen. Denn über ihre Ehemänner konnten sie ihm helfen, die Politik zu kontrollieren.
Die Schatzkammer war heillos überfüllt, die Leute sind in Schlangen im Schneckentempo, Fuß an Fuß an den Ausstellungsgegenständen vorbeigelaufen, keine Klimaanlage. E-kelhaft! Aber der Ausblick auf die Bosporus-Brücke vom letzten Raum aus war wirklich superschön. Nur einfach zu viele Leute um das richtig genießen zu können. Beim nächsten Mal sollte man da wirklich direkt beim Öffnen dorthin. Über den Garten ging’s dann wieder zurück zum Hotel.
Das Abendessen haben wir uns im „Fischviertel“ gegönnt (Ali vom Hotel wollte uns erst noch ein Taxi bestellen, für einen Weg von knapp 2 km – ts, ts, ts, wer wird denn da fußfaul werden). Natürlich voll die Touristengegend, wo man von allen Restaurants angequatscht wird und überhaupt viel und laut Musik läuft. Man merkt sehr deutlich, dass die hier alle miteinander im Wettbewerb stehen. Es gab aber auf jeden Fall wieder leckere Vorspeisen (leider keine Weinblätter ):), die allerdings der Kellner zwischendurch direkt weggeräumt hat, obwohl es da immer noch was zu Dippen gab. Aber auf die Tour haben wir ca. 4 x neue Teller bekommen. Auf Empfehlung haben wir uns für den Fisch in Salzkruste, die angezündet wird, entschieden. War auf jeden Fall ein richtiges Event-Essen. Geschnittenes Obst gab’s dann noch als Dessert aufs Haus, allerdings hatten wir dann mit der Rechnung ein Aha-Erlebnis, da die Steuer (was vorher noch nie passiert war) noch oben drauf gerechnet wurde (was dem gesamten Essen dann einen etwas schalen Beigeschmack gab). Na ja, wieder was gelernt. Beim nächsten Mal fragen wir eben direkt.
In dem Restaurant war eine 6köpfige Männerkombo, die von Tisch zu Tisch gezogen ist, und Musik gemacht hat. Dazu kam dann noch eine Bauchtänzerin, die ebenfalls von Tisch zu Tisch tanzte und der von den Kerlz Geld zugesteckt wurde. Das war ein ziemlicher Kontrast: Vor dem Restaurant standen die Frauen in Kopftüchern mit ihren Fotohandies und filmten die Performance, während die andere halbnackt vor den Männern rumtanzte. Clash of cultures, würde ich sagen. Übrigens lief auf den Fernsehern im Hintergrund noch Kamerun gegen Holland. Da hatte man also entertainment-technisch die volle Auswahl. Übrigens ging der Wettbewerb nicht nur übers Essen. Auf der anderen Seite in den Restaurants waren auch Bauchtänzerinnen am Start – die Blonde da hatte aber nicht so viel Erfolg (die hatte auch keinen Bock – das hat das Gesicht deutlich kommuniziert). Auf dem Rückweg haben wir einen getroffen, der in Brühl geboren wurde (und akzentfrei fließend Deutsch sprach). Witzig.
Diesmal hab ich den Imam auch um 4.30 Uhr gehört, davon bin ich wach geworden. Sherif hat uns erklärt, dass sich die Zeit immer ändert, da sie an den Aufgang der Sonne (wann das erste Mal ein kleines bisschen Licht am Horizont zu erkennen ist) gekoppelt ist. Das gilt dann auch fürs Abendgebet. Krass. Könnt ich nicht.
3. Tag
Pascal brauchte an diesem Morgen etwas länger, wir kamen also ein bisschen spät los. Der Gewürzbasar war aber eher so ein „Na ja“-Erlebnis. In den vielen kleinen Straßen, hoch und runter, die eigentlich nur aus Ständen, Auslagen und Geschäften bestanden, haben wir uns fast verlaufen. Interessant fand ich, dass die Geschäfte thematisch angeordnet waren. Gar nicht so unschlau… Überall saßen wieder die Männer vor der Tür und haben Backgammon gespielt. Das sieht man hier überall. Draußen sitzen und Teechen trinken. Läuft, würde ich sagen. Wobei die Zahl von bis zu 60 Gläsern Tee pro Tag, die Necati in den Raum geworfen hatte, mir doch reichlich übertrieben erscheint. Wobei man das schon überall angeboten bekommt…
Neues Haustier gefällig?
Der Gewürzbasar
Der Gewürzbasar
Wie hier ein Auto dazwischen passen soll, ist mir ein Rätsel....
Die alte Post war jetzt nicht so sehenswert – von innen sah die eher aus wie die Ticketschalter-Halle eines englischen Bahnhofs. Zusammen mit Franziska sind wir noch schnell in die „Neue Moschee“.
Die neue Moschee
Dann hat sich Franziska verabschiedet und Pascal und ich sind über die Galata-Brücke rüber auf die andere Seite. Leider fing es an zu regnen (mal mehr, mal weniger schlimm).
Nach einer Stärkung direkt am Bosporus bei Tophane (natürlich mit Tee), sind wir zum Galata-Turm hochgelaufen.
Galata-Turm
INFO: Die Genueser bauten diesen Turm 1348 und nannten ihn Christusturm. Bis heute ist er das markanteste Bauwerk in der Skyline Beyoglus. Er diente nacheinander als Gefängnis, Observatorium und Ausguck.
Der Ausblick war schon ziemlich gut, allerdings ist der bei Sonnenschein bestimmt noch deutlich schöner.
Auf dem Weg zur Istiklal wollte uns noch ein Postkartenverkäufer beim Briefmarken-Verkauf abzocken (der nahm nen Aufpreis – ich glaub, es geht los). Aber nich mit uns. So was.
Istiklal
Auf der Istiklal war superviel los. Also haben wir uns erstmal bei Döner entspannt. Die machen den übrigens mit Pommes drin. Super. (Hätte ich jetzt den Facebook-Button, würd ich sagen „Gefällt mir“).
Mit dem funicalar (Zahnradbahn) sind wir dann zurück nach Kabatas. Dann begann unsere Odyssee „Auf der Suche nach der Touristen-Information“. Der erste Polizist hat erstmal gar nicht mit uns geredet, der Reiseführer sagt am „nordöstlichen Ende des Hippodroms“ (ja, äh, wo iss’n welche Himmelsrichtung?), wir also einmal komplett um den Platz rumgelaufen. Da gab’s dann nen Riesenauflauf von Security und Polizei (und wir weiterhin keinen Plan und wussten auch nicht, was los war). Irgendwann haben wir’s dann endlich gefunden, das Schild war wirklich verdammt gut versteckt. Gut, so kann man sich auch um die Arbeit drücken. Die Dame war auch eher unmotiviert und eher weniger hilfreich. Zumindest hat sie uns zum Kaufen meiner Busfahrkarte nach Canakalle zu einer Reiseagentur geschickt. Der Typ da war aber auch nicht so richtig freundlich. Insbesondere weil wir uns wegen des Transports zum Busbahnhof ein wenig missverstanden haben. Da kann man echt noch dran arbeiten, am Service-Gedanken. Auf dem nochmaligen Weg zur Touri-Info (wegen Post & Pascals Bus zum Flughafen auf der asiatischen Seite) kamen uns dann die schwarz verdunkelten Limousinen, die vorher vor der Blauen Moschee (mit den ganzen Polizisten drumherum) gewartet hatten entgegen, aus den oberen Dachfenster ragten Männer mit Maschinenpistolen. Hatte doch etwas Archaisches. Einer am Wegrand erklärte uns dann, dass Erdogan in der Moschee zum Freitagsgebet gewesen war. Gut, erklärt auf jeden Fall das Sicherheitsaufgebot. Die Post befand sich übrigens in einer kleinen „Box“ (so wie die Büros auf Baustellen) direkt bei der Hagia Sophia. Ok, Briefe schicken ist eh total überschätzt. Aber der Typ war schon ein wenig baff als ich erstmal bei ihm 25 Briefmarken gekauft hab. Dass die dann so lange gebraucht haben, die Karten.. Na ja, wat willste maachen…
Abends haben wir uns dann noch für Touri-Programm entschieden und haben uns den Tanz der fliegenden Derwische angeguckt, der eigentlich nur aus Drehen, Drehen und nochmal Drehen bestand.
Abendprogramm: Die tanzenden Derwische
INFO: Die sogenannten "Tanzenden Derwische" sind die Sultane des spirituellen Drehs: Sie wirbeln sich schon seit dem 13. Jh. unablässig in höhere Ebenen. Der Mevlevi tarika (Orden) wurde im 13. Jh. in Konya gegründet und breitete sich im gesamten Osmanischen Reich aus. Wie für andere Sufi-Gemeinschaften auch sind für Mevlevis alle Menschen vor Gott gleich, ungeachtet ihres Glaubens. Sufis streben auf verschiedenen Wegen nach mystischer Verbindung mit Gott. Für Mevlana führte dieser Weg über eine sema (Zeremonie) mit Gesang, Gebeten, Musik und einem wirbelnden Tanz. Durch die ständige Drehung kommt man in einen tranceartigen Zustand, der einem die spirituelle Vereinigung mit Gott erleichtert.
4. Tag
Für eine Bootstour auf dem Bosporus waren wir ein wenig spät am Hafen (wobei letztlich nicht ganz klar war, ob tatsächlich eine um 10.00 Uhr gestartet wäre – aber grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass man auf Pascal immer warten muss). Daher haben wir uns für die Günstig-Variante entschieden und haben für 1,50 TL die Fähre nach Kadiköy (auf die asiatische Seite) genommen. Dabei konnte man auch wunderbar die Skyline bewundern und dazu schien noch die Sonne – was will man mehr. Nach einem Tee sind wir allerdings schon wieder zurück, da ich ja meinen Bus für den Beginn meiner Rundreise erwischen musste.
Für eine Bootstour auf dem Bosporus waren wir ein wenig spät am Hafen (wobei letztlich nicht ganz klar war, ob tatsächlich eine um 10.00 Uhr gestartet wäre – aber grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass man auf Pascal immer warten muss). Daher haben wir uns für die Günstig-Variante entschieden und haben für 1,50 TL die Fähre nach Kadiköy (auf die asiatische Seite) genommen. Dabei konnte man auch wunderbar die Skyline bewundern und dazu schien noch die Sonne – was will man mehr. Nach einem Tee sind wir allerdings schon wieder zurück, da ich ja meinen Bus für den Beginn meiner Rundreise erwischen musste.
Der Topkapi-Palast vom Wasser aus gesehen
Die asiatische Seite:
Ein letzter Blick auf die Blaue Moschee....
Schöne Bilder von Püschkül
Ich bin also mit dem Taxi zur Busstation gefahren. Natürlich ließ sich der Monsieur das Zugangsticket zum Busbahnhof von mir bezahlen. Wie sollte es auch anders sein.
Der Bus war voller türkischer Mitreisender, ziemlich luxuriös und hatte sogar Entertainment an Bord, an jedem Sitz, wie im Flugzeug. Allerdings hab ich nicht rausgekriegt, wie das eigentlich funktionieren sollte. Na ja, ich bin eh sofort eingeschlafen und musste ständig von dem Kellner (!) angepiekst werden, wenn der mit dem Snack, Wasser, Tee oder Kaffee kam. In dem Bus fuhren insgesamt 5 oder 6 Angestellte mit: 2 Fahrer, 2 Kellner, einer zuständig fürs Gepäck. Schon krass. So kann man definitiv auch Jobs schaffen. Allerdings spricht kaum jemand Englisch und ständig hatte ich das Gefühl, die Leute würden mich anstarren. Aber das kann auch Einbildung gewesen sein. Nach ca. 2 ½ Stunden gab es einen längeren Stopp. Die Landschaft war sehr verschieden – mal viel Agrarflächen, dann wieder Wälder, Sonnenblumenfelder, dann entlang der Küste.
Mit der Autofähre sind wir dann nach Canakalle übergesetzt.
Der Bus war voller türkischer Mitreisender, ziemlich luxuriös und hatte sogar Entertainment an Bord, an jedem Sitz, wie im Flugzeug. Allerdings hab ich nicht rausgekriegt, wie das eigentlich funktionieren sollte. Na ja, ich bin eh sofort eingeschlafen und musste ständig von dem Kellner (!) angepiekst werden, wenn der mit dem Snack, Wasser, Tee oder Kaffee kam. In dem Bus fuhren insgesamt 5 oder 6 Angestellte mit: 2 Fahrer, 2 Kellner, einer zuständig fürs Gepäck. Schon krass. So kann man definitiv auch Jobs schaffen. Allerdings spricht kaum jemand Englisch und ständig hatte ich das Gefühl, die Leute würden mich anstarren. Aber das kann auch Einbildung gewesen sein. Nach ca. 2 ½ Stunden gab es einen längeren Stopp. Die Landschaft war sehr verschieden – mal viel Agrarflächen, dann wieder Wälder, Sonnenblumenfelder, dann entlang der Küste.
Mit der Autofähre sind wir dann nach Canakalle übergesetzt.
Auf der Autofähre
Erstmal bin ich bei der Suche nach meinem Hotel natürlich in die falsche Richtung gelaufen (keine Karte dabei) und habe dann am Taxistand nach der Richtung gefragt. Anscheinend sah ich so fertig und kaputt aus, dass mich der nette Taxifahrer die 200 m (!!) zum Hotel gefahren hat, ohne was dafür zu wollen. Sehr nett fand ich das. Das Zimmer war sehr schön und, was noch besser war, hatte alle deutschen Fernsehkanäle (ja, ich weiß, ich bin ein Fernsehjunkie). Hab dann noch kurz ne Tour nach Troja für den nächsten Tag und den Bus nach Izmir gebucht, dann bin ich am Wasser entlang zum Trojanischen Pferd spaziert, das die Filmcrew dort gelassen hat und das deshalb auch „Brad Pitt Pferd“ genannt wird. Mit Händen & Füßen hab ich dann noch eine Abendessens-Kumpir in einer Kneipe am Wasser rausgehandelt, bin dann aber auch schnell wieder in Richtung Heia gelaufen.
Das Brad Pitt-Pferd
6Tage Türkei-Westküste
Troja
Um 8.30 Uhr startete die Tour nach Troja mit jeder Menge Aussies und mir an Bord eines Kleinbusses. Unser Tourguide hat sein eigenes Buch zu Troja geschrieben – wir hatten also unseren eigenen ausgewiesenen Experten dabei. Die Legende ist dann doch etwas anders als ich sie im Kopf hatte, das mit dem goldenem Apfel und den zankenden Göttinnen z.B. wusste ich gar nicht. Jedenfalls haben dort seit Jahrtausenden Menschen gesiedelt (wegen der Nähe zum Wasser und der strategisch günstigen Lage), daher gibt es Überreste von Troja I-X. Leider von allem nicht mehr richtig viel, so dass man ziemlich viel Vorstellungskraft braucht um eine Idee davon zu bekommen, wie es dort mal ausgesehen haben mag. Das besagte Troja soll Troja VI gewesen sein, Schliemann hat allerdings ne Menge dazu erfunden und auch zerstört.. Na ja… Interessant war noch die Frage unseres Guides an die männlichen Teilnehmer „ Would you fight for 10 years for a beautiful woman?“. Die Ladies standen natürlich direkt daneben, so dass die Antworten doch eher sozial erwünscht ausfielen ;-)
Um 8.30 Uhr startete die Tour nach Troja mit jeder Menge Aussies und mir an Bord eines Kleinbusses. Unser Tourguide hat sein eigenes Buch zu Troja geschrieben – wir hatten also unseren eigenen ausgewiesenen Experten dabei. Die Legende ist dann doch etwas anders als ich sie im Kopf hatte, das mit dem goldenem Apfel und den zankenden Göttinnen z.B. wusste ich gar nicht. Jedenfalls haben dort seit Jahrtausenden Menschen gesiedelt (wegen der Nähe zum Wasser und der strategisch günstigen Lage), daher gibt es Überreste von Troja I-X. Leider von allem nicht mehr richtig viel, so dass man ziemlich viel Vorstellungskraft braucht um eine Idee davon zu bekommen, wie es dort mal ausgesehen haben mag. Das besagte Troja soll Troja VI gewesen sein, Schliemann hat allerdings ne Menge dazu erfunden und auch zerstört.. Na ja… Interessant war noch die Frage unseres Guides an die männlichen Teilnehmer „ Would you fight for 10 years for a beautiful woman?“. Die Ladies standen natürlich direkt daneben, so dass die Antworten doch eher sozial erwünscht ausfielen ;-)
INFO: Hier soll die mythenumwobene Stätte liegen. Jedoch steht weiterhin der Beweis aus, dass Truva, wie es türkisch heißt, tatsächlich Troja ist, jene legendäre Stadt des Homer, die von Griechen unter Führung des Agamemnon zerstört wurde, nachdem der trojanische Prinz Paris die schöne Helena, Gemahlin des partanischen Königs Menelaos, entführt hatte.
Aber z.B. der erste Teil der Sage, bei dem Paris, der gar nicht wusste, dass er ein Prinz war, sondern als Hirte aufgewachsen ist, den Streit um den goldenen Ball der drei Göttinnen schlichten soll (weil Zeus keinen Bock hatte sich einzumischen), das war mir neu.
Troja, das man mit dem nachgebauten Trojanischen Pferd des Odysseus geschmückt hat, mit dem die Griechen nach zehnjährigem Kampf schließlich doch in die Stadt gelangten, hält einem Vergleich mit Ephesos nicht stand. Allein, dass die Stätte in zehn Kulturstufen zwischen 3700 v. Chr. (Troja 0) und 400 n. Chr. (Troja IX), also von der frühen Bronzezeit bis hin zur spätrömischen Epoche, besiedelt war, wirkt vor Ort sehr verwirrend. Mal steht man vor bronzezeitlichen, mal vor hellenistischen, mal vor römischen Ruinen. Der homerische Mythos wird übrigens mit den Kulturstufen VI und VII verbunden (13./12. Jh. v. Chr.)
Ostwall von Troja VI
INFO: Rechteckiger Turm, der noch meterhoch erhalten ist. Er verstärkte die Stadtmauer, die mit Recht als ein Meisterwerk spätbronzezeitlicher Militärarchitektur gilt. Sie ist abgeschrägt, damit Angreifer an ihrem Fuß für die Pfeile und Speere der Verteidiger erreichbar bleiben.
Rampe von Troja II
INFO: 21m lang und 5,5 m breit. Man kann sich vorstellen, wie über ihr bronzezeitliches Pflaster Ochsengespanne mit knarzenden Scheibenrädern Güter zu den Vorratskammern der fürstlichen Residenz hinaufschafften, dabei die Lehmwälle der zweiten Stadt passierend.
Na ja, es war auf jeden Fall beeindruckend an einer Stätte zu stehen, die teilweise 4.500 v. Chr. von Menschen besiedelt war. Das macht doch nachdenklich und man ist schon beeindruckt wie wir uns in den letzten Jahrtausenden weiterentwickelt haben.
Zurück in Canakalle musste ich noch ein bisschen Zeit totschlagen bis der Bus fuhr. Und wie kann man das besser als mit Essen. Leider war das Pita-Brot aus, aber war auch ok, gab’s halt normalen Döner. Denn der macht eh schöner.. Bin dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen – da war wirklich jeder zweite Laden ein Internetcafé. Unglaublich.
Die Busfahrt war auch wieder 6 Stunden lang – und leider lief parallel das Deutschland-England Achtelfinale. Ich wurde aber per sms-Liveticker mit den Spielständen versorgt. Diesmal war die Busfahrt nicht ganz so angenehm, da der Bus tendenziell überall gehalten hat (z.B. an Kreuzungen, wo die Leute dann von ihren Familien abgeholt wurden). Im Bus arbeiteten auch wieder 5 Leute. Die Pause war sehr nett, weil mich eine Türkin an ihren Tisch gewunken hat und mir süße Teigwaren angeboten und einen Tee ausgegeben hat. Ihre Tochter konnte ein paar Brocken Englisch und so konnten wir ein wenig Konversation machen. Sie war ganz erstaunt, dass ich schon 29 bin (ich hätte ja so ein schönes Gesicht, ich sähe aus als wäre ich grad 18/19 – das ging natürlich runter wie Öl, meine Lieben). Die Übersetzerin neben mir hatte mit 29 schon ihre 3jährige Tochter auf dem Arm. Sie waren ganz baff, dass ich unverheiratet bin (jaaaaa, ok, das ist ja jetzt auch nicht freiwillig) und alleine reise. Sie haben mich dann zu sich nach Hause eingeladen, ich könnte da auch übernachten. Das fand ich voll nett. Und man merkt wieder: Mit einem Lächeln und Freundlichkeit kommt man eigentlich immer weiter. Bin dann mit dem Taxi zum Hotel. Oben im Restaurant hab ich dann Kebab gegessen. Irgendwann hat sich ein Norweger zu mir gesellt und dann kam noch ein Türke zu uns an den Tisch. Dieser arbeitet mit deutschen Maschinen, war sehr kommunikativ (wollte unbedingt Englisch sprechen) und hat mir dann ein Bierchen ausgegeben. Die waren beide sehr, sehr nett. Der Türke hat mir nachher auch seine Nummer gegeben und meinte, ich könne ihn immer anrufen, er wohne in Istanbul und würde mich auch rumkutschieren und so. Wirklich super gastfreundlich alle hier. Hätte man (und das muss ich ja mal zu meiner Schande gestehen) so gar nicht gedacht.
Wir haben dann zusammen Argentinien gegen Mexiko (3:1) geguckt, wobei wir durch unser Gespräch nicht viel vom Spiel gesehen haben.
Zurück in Canakalle musste ich noch ein bisschen Zeit totschlagen bis der Bus fuhr. Und wie kann man das besser als mit Essen. Leider war das Pita-Brot aus, aber war auch ok, gab’s halt normalen Döner. Denn der macht eh schöner.. Bin dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen – da war wirklich jeder zweite Laden ein Internetcafé. Unglaublich.
Die Busfahrt war auch wieder 6 Stunden lang – und leider lief parallel das Deutschland-England Achtelfinale. Ich wurde aber per sms-Liveticker mit den Spielständen versorgt. Diesmal war die Busfahrt nicht ganz so angenehm, da der Bus tendenziell überall gehalten hat (z.B. an Kreuzungen, wo die Leute dann von ihren Familien abgeholt wurden). Im Bus arbeiteten auch wieder 5 Leute. Die Pause war sehr nett, weil mich eine Türkin an ihren Tisch gewunken hat und mir süße Teigwaren angeboten und einen Tee ausgegeben hat. Ihre Tochter konnte ein paar Brocken Englisch und so konnten wir ein wenig Konversation machen. Sie war ganz erstaunt, dass ich schon 29 bin (ich hätte ja so ein schönes Gesicht, ich sähe aus als wäre ich grad 18/19 – das ging natürlich runter wie Öl, meine Lieben). Die Übersetzerin neben mir hatte mit 29 schon ihre 3jährige Tochter auf dem Arm. Sie waren ganz baff, dass ich unverheiratet bin (jaaaaa, ok, das ist ja jetzt auch nicht freiwillig) und alleine reise. Sie haben mich dann zu sich nach Hause eingeladen, ich könnte da auch übernachten. Das fand ich voll nett. Und man merkt wieder: Mit einem Lächeln und Freundlichkeit kommt man eigentlich immer weiter. Bin dann mit dem Taxi zum Hotel. Oben im Restaurant hab ich dann Kebab gegessen. Irgendwann hat sich ein Norweger zu mir gesellt und dann kam noch ein Türke zu uns an den Tisch. Dieser arbeitet mit deutschen Maschinen, war sehr kommunikativ (wollte unbedingt Englisch sprechen) und hat mir dann ein Bierchen ausgegeben. Die waren beide sehr, sehr nett. Der Türke hat mir nachher auch seine Nummer gegeben und meinte, ich könne ihn immer anrufen, er wohne in Istanbul und würde mich auch rumkutschieren und so. Wirklich super gastfreundlich alle hier. Hätte man (und das muss ich ja mal zu meiner Schande gestehen) so gar nicht gedacht.
Wir haben dann zusammen Argentinien gegen Mexiko (3:1) geguckt, wobei wir durch unser Gespräch nicht viel vom Spiel gesehen haben.
Izmir
Es gab ein ziemlich großes Frühstücksbuffet. Da hätte ich mich ja durchaus länger vergnügen kommen. Dann bin ich zur Stadterkundungstour aufgebrochen. Izmir ist ja wirklich keine schöne Stadt. Ziemlich dreckig und runtergekommen. Und ganz wenige Touristen…
Die Agora-Reste habe ich mir angesehen - das Gelände war ziemlich groß; hier konnte man sich richtig gut vorstellen, wie das mal ausgesehen hat.
Es gab ein ziemlich großes Frühstücksbuffet. Da hätte ich mich ja durchaus länger vergnügen kommen. Dann bin ich zur Stadterkundungstour aufgebrochen. Izmir ist ja wirklich keine schöne Stadt. Ziemlich dreckig und runtergekommen. Und ganz wenige Touristen…
Die Agora-Reste habe ich mir angesehen - das Gelände war ziemlich groß; hier konnte man sich richtig gut vorstellen, wie das mal ausgesehen hat.
Agora
INFO: Diese ist in ihrem Ursprung hellenistisch. Die korinthischen Säulenhallen um den antiken Marktplatz, deren Reste inmitten des lebhaften Volksviertels Namazgah liegen, entstammen jedoch dem späten 2. Jh. n. Chr. Wo heute nur noch einige einsame, wieder aufgerichtete Säulen stehen, erhoben sich damals zweistöckige Handelsbauten.
Im Basar hätte ich mich fast verlaufen. Und natürlich hab ich mal wieder einen fließend deutsch sprechenden Türken aus Hamm getroffen.
Hab mir noch den Uhrenturm und die kleine Moschee aungeguckt und bin dann zurück ins Hotel. Das Mädchen an der Rezeption redete kaum Englisch und wollte mir dann noch die falsche Tauschrate berechnen. Das hat mir dann schonmal leicht die Laune verdorben. Dann wollte der Taxifahrer auch noch ne Masse an Geld - am liebsten hätte der mich gleich direkt nach Kusadasi gefahren. Den hab ich nur mit Müh und Not abhalten können. Diese Versuche der Abzockerei nerven, finde ich. Das muss wirklich nicht sein...
Hab mir noch den Uhrenturm und die kleine Moschee aungeguckt und bin dann zurück ins Hotel. Das Mädchen an der Rezeption redete kaum Englisch und wollte mir dann noch die falsche Tauschrate berechnen. Das hat mir dann schonmal leicht die Laune verdorben. Dann wollte der Taxifahrer auch noch ne Masse an Geld - am liebsten hätte der mich gleich direkt nach Kusadasi gefahren. Den hab ich nur mit Müh und Not abhalten können. Diese Versuche der Abzockerei nerven, finde ich. Das muss wirklich nicht sein...
Uhrenturm
INFO: Der Konak, der im maurisch-islamischen Stil gehaltene Turm, wurde 1901 unter Sultan Abdülhamit II. zum 25. Jahrestag seiner Herrschaft errichtet. Das Geld dafür kam aus Berlin; Kaiser Wilhelm II. öffnete für den 'kranken Mann am Bosporus' die Staatsschatulle.
Die Busfahrt war wieder tipptopp und spottbillig (10 TL). Natürlich bin ich nach dem Aussteigen mal wieder in die falsche Richtung gelaufen, hab das Hotel (Urteil: ok) dann aber doch gefunden.
Kusadasi - die Homebase
Bin dann durch die Stadt, die eigentlich nur überall aus Ständen und Restaurants bestand. Überall wurde man natürlich angequatscht, kauf doch hier, schöner Schmuck, lecker Essen, etc. Das kann auf die Dauer echt anstrengend sein. Meine Strategie: Einfach ignorieren, wenn ich dabei auch einmal voll blöd von der Seite angemacht worden bin, so nach dem Motto, ich könne ja wenigstens so was sagen wie „ Heute nicht, vielleicht morgen“. Hallo?! Wenn ich das jedem sage, da rede ich mir ja den Mund fusselig. Und es war einfach sooo heiß!! Da sich mein Lesestoff rapide dem Ende neigte, hab ich einen Buchladen gesucht und gefunden und siehe da, der gehörte einem Berliner, Metin, der mich direkt auf den obligatorischen Tee eingeladen hat, mir viele Leute vorgestellt, mich rumgeführt hat und durch den ich eine vergünstigte Tour nach Pamukalle buchen konnte. Grundsätzlich hat mich dann aber das Gefühl beschlichen, dass ich wohl bei Leuten ein Schutzbedürfnis oder ein Bedürfnis des Kümmerns auslöse. Na gut, wenn es denn so ist…
Das Hotel Dabaklar
Danach hab ich einfach mit einem Buch am Pool relaxt. Das Abendessen-Buffet war so lala. Dafür hab ich den Rezeptionisten im Sack – blonde Haare scheinen doch manchmal zu helfen ;-). Kurz noch in die Stadt – eigentlich hab ich mir nur Mückenstiche eingefangen, dafür rief mich aber Ello mit der frohen Botschaft an, dass sie jetzt Dr. med. ist. Herzlichsten Glückwunsch, meine Liebe!! Ich freu mich für dich.
Ausflug nach Ephesos ODER Mit Augenklimpern kommt man manchmal doch weiter
Das Frühstücksbüffet war auch eher so lala.
Dafür ist die Lage des Hotels für Fahrten mit dem Dolmus ideal, weil die direkt vor der Tür starten. Mit diesem Kleinbus bin ich dann nach Ephesos gefahren; der hat so viele Leute auf dem Weg aufgenommen, dass zeitweise 23 Leute in dem Wagen waren. Ich bin dann zum unteren Eingang gelaufen, die 2 Euro für den Taxitransfer wollte ich nämlich sparen.
Es ist ziemlich beeindruckend, was da alles noch steht, aber es sind einfach soooo viele Touristen da unterwegs. Und es gab alle 10 Minuten (!!!) ein Reenactment der römischen Geschichte. Gruselig. Da, wo keiner war, war es dann wirklich sehr schön - da konnte man die Atmosphäre viel mehr genießen.
Arkadiane
INFO: gut 500 m lange und 11 m breite säulengesäumte Prachstraße, die ihren Namen nach Arcadius, einem römischen "Kinderkaiser" an der Wende vom 4. zum 5. Jh. trägt, sollte zwischen Hafen und Stadtzentrum vermitteln.
Großes Theater
INFO: erbaut im 3. Jh. v. Chr., wurde der Zuschauerraum im 1. Jh. und 2. Jh. n. Chr. auf ein Fassungsvermögen von mehr als 25.000 Plätzen erweitert.Die Agora
INFO: Sie markiert das Stadtzentrum und ist seit ihrem Wiederaufbau die Hauptsehenswürdigkeit von Ephesos. Celsus, dessen Namen die Bibliothek trägt, war 105-107 n. Chr. römischer Statthalter der provincia Asia. Sein Sohn und weitere Erben ehrten den Verstorbenen durch den prächtigen, schmuckreichen Bau, der 135 n. Chr. vollendet wurde und in einem hohen Innensaal Tausende von Pergamentrollen barg. Von der Ehrenhaftigkeit des großen Verstorbenen kündet plastisch der Statuenschmuck der Prunkfassade: Von rechts nach links erinnern weibliche Verkörperungen der Bildung, der Rechtschaffenheit, der Tugend und der Weisheit an Celsus' Vorzüge.
Am oberen Eingang angekommen wollte ich eigentlich noch zur Marienkirche, eine Wallfahrtskirche an einem Ort, wo angeblich die Gottesmutter Maria eine Zeitlang gelebt hat. Allerdings wollten die Taxifahrer für den 7km-Weg 30 EURO von mir haben, die blöden Wichser (Entschuldigung, aber darüber rege ich mich bis heute noch auf). So was zerstört total das gute Gefühl, das man hatte, nachdem man an einem so geschichtsträchtigen Ort war. Ätzend! Da hab ich vor Wut auch fast angefangen zu heulen (so wie Rumpelstilzchen). Hassan hat sich dann meiner erbarmt und hat mich mit seinem Roller zur Dolmus-Station gefahren. Das wäre auch ne ganz schöne Strecke zu Fuß geworden. Da hab ich echt Glück gehabt. Dafür hätte ich ihn in seinem Fotoladen besuchen und mit ihm was trinken sollen – gut, hab ich nicht gemacht. Aber ich war wirklich dankbar. Und ich hätte ihm auch Geld gegeben, das wollte er aber nicht.
Mit dem Dolmus bin ich dann zurück nach Kusadasi – an jedem offiziellen Haltepunkt warten übrigens Männer mit Funk, die Bescheid sagen, wenn Leute auf den Dolmus warten. So kann man auch Leute in Lohn und Brot bringen..
Am Pool habe ich Jessica aus Hamburg kennengelernt, die wegen ihres Freundes (Mexikaner), der hier in Kusadasi einen Job angenommen hat (obwohl sie eigentlich beide erst zusammen nach Spanien wollten), jetzt nach Kusadasi zieht. Finde ich mutig. Insbesondere, wenn man noch keinen Job hat, kein Wort Türkisch spricht... Na ja..
Jedenfalls haben wir alles zusammen (inklusive seinem spanischen Mitbewohner) das Spiel Spanien gegen Portugal (1:0, leider kann man ja jetzt im Nachhinein sagen) geschaut. Der Mitbewohner hat eigentlich die ganze Zeit nur geschimpft, war laut und anstrengend und hat wahlweise die Spanier oder die Portugiesen (hier mit Vorliebe Christiano Ronaldo) beschimpft. Jedenfalls meine ich das mit meinen rudimentären Spanisch-Kenntnissen verstanden habe. Jessica ist aber wirklich sehr, sehr nett.
Zwei Ladies am Ladies Beach
Daher sind wir dann am nächsten Tag per Dolmus auch zu zweit zum Ladies Beach aufgebrochen, da Kusadasi an sich keinen schönen Strand hat (nur einen ca. 3 m breiten, direkt an der Straße). Der Strand war jetzt auch nicht der schönste der Welt, aber das Meeresrauschen versöhnt doch mit so einigem, und dabei lässt es sich so gut einschlafen. Und 15 YTL für ne Liege und nen Sonnenschirm sind ja auch völlig im Rahmen. Auf dem Weg zum Mittagessen (lecker Burger) sind wir allerdings ständig angelabert worden. Das nervte ein wenig, aber wenn man’s mit Humor nimmt, ist es eigentlich völlig ok. Oder man besorgt sich einen Mietmann – dann hören die nämlich damit auf.
Das hat sicherlich ne Frau geschrieben ;-):
Im Dolmus zurück waren wieder 24 Leute drin. Lustigerweise hat der ungefähr alle 10 Meter angehalten um jemanden abzusetzen und 10 Meter weiter wieder jemanden aufzunehmen. Dem Konzept gemeinsamer Warteplatz kann ich allerdings deutlich mehr abgewinnen, da geht es wenigstens schneller vorwärts…
Ausflug nach Pamukalle ODER Kristina auf Touri-Pfaden
Ich hatte eine Tour nach Pamukalle, zu den Kalkterrassen, gebucht. Erstmal kam aber keiner und ich hatte schon die Befürchtung, man hätte mich vergessen. Doch irgendwann kamen zwei kleinere Busse und es konnte losgehen. Natürlich gab es viele Pausen-Zwischenstopps an Stellen, wo man Souvenirs kaufen konnte und wo unsere Guides gut mit den Restaurant-Betreibern bekannt waren. Na ja, so ist das.
Die Fahrt durch die verschiedenen Dörfer und Städte wurde uns allerdings sehr schön mit Anekdoten und Geschichten vertrieben, z.B. weiß ich jetzt, wo man die günstigsten Gebrauchtwagen herbekommt, wo das Paris der Türkei ist, wo Frauen wohnen, die, wenn sie heiraten wollen, Flaschen (umgekehrt, wenn sie zum 2. Mal heiraten wollen) aufs Dach stellen, diese müssen dann vom Bewerber weggeschossen werden, der wird dann ins Haus geladen; wenn sie ihn mag, serviert sie ihm türkischen Kaffee mit Zucker, ansonsten mit Salz. Weißte Bescheid. Hab die Flasche schon rausgestellt ;-)
Das Mittagessen war in einer absoluten Touristenbude (Hotel) vorgesehen, wo in dem Riesensaal bestimmt 50-60 runde Tische standen, die jeweils für bestimmte Reisegruppen reserviert waren. Massenabfertigung deluxe. Na gut, dafür durfte man ins Matschbad und in den Pool und als ich meinen aufdringlichen Fotografenkumpel los wurde, war es auch wirklich ganz nett.
Pamukalle
INFO: Die weißen Terrassen von Pamukalle gelten als eines der größten Naturwunder der Türkei. Der Rand des Mäander-Grabens markiert eine geologische Bruchzone. Die Thermalquellen mit einer "Badewassertermperatur" von ca. 35° C, die hier entspringen, haben sich beim Durchsickern des Kalkgesteins mit mineralischen Stoffen angereichert. Beim Abkühlen an der Erdoberfläche erstarren die Mineralienfrachten zu Travertin. Nirgendwo am Mäander hat sich dieser Vorgang eindrucksvoller vollzogen als bei der antiken Stadt Hierapolis. Die Quellen liegen hier ca. 90 m über dem Talboden und haben über zwei Kilometer weiße Sinterterrassen mit Becken und Abbrüchen hervorgebracht, deren märchenhaftem Anblick eine märchenhafte Bezeichnung entspricht: im Türkischen bedeutet der Ortsname "Baumwollschloss".
Pamukalle war sehr cool und beeindruckend. Habe da noch eine Deutsch-Türkin aus Nürnberg, die bei uns im Bus saß, näher kennengelernt, da sie von ihren Freunden (die ehrlich gesagt, auch nicht so aussahen, als seien sie an irgendwelche Kultur-Touren interessiert) im Stich gelassen wurde. Deshalb hat sie mir darüber ihr Leid geklagt und wie kacke sie den neuen Freund von ihrer Freundin findet usw.. Ja, ich bin ein guter Zuhörer. Man will es nicht meinen. Jedenfalls haben wir uns dann bei Kleopatras Pool an den Tisch von dem Reiseleiter des anderen Busses gesetzt, wo auch noch ein junger Typ (in der Ausbildung, Mutter übrigens aus Köln – ja, da braucht man nicht mehr viel zu zu sagen) dabei saß und die haben dann gesungen. Das war voll schön! Der ältere von den beiden (Mustafa), der auch Deutsch studiert hat, hat mich dann noch zu einem Kebab-Haus in Kusadasi eingeladen, das einem ehemaligen Gastarbeiter gehört, um „gebildete Türken“ kennenzulernen (das ist ein Zitat, no offense!). Das hab ich dann doch mal direkt angenommen.
Auf der Rückfahrt haben wir noch bei einer Onyx-Fabrik gehalten (wenn schon Touri-Programm, dann aber richtig), wo uns gezeigt wurde, wie man ein ganz toll glattes Ei aus dem rohen Stein schleift, und uns erklärte, welche Bedeutung die einzelnen Figuren und Farben haben, die man dort käuflich erwerben konnte. Ich bräuchte wohl den Delphin – da hat man dann innerhalb von 3 Wochen einen Freund.
In der nächsten Pause hat mir Mustafa dann erzählt, dass er die Touren zum Spaß macht, denn er hätte vor 3 Jahren geerbt und sein "Chef" sei der Guide (Japanisch-Lehrer aus Izmir übrigens) uns unserem Bus, der das Geschäft gerade aufbaue und er ihm sehr gerne helfe. Er habe auch lange bei Ausgrabungen gearbeitet. Besagter Chef hat uns dann auf der Rückfahrt noch Infos und Geschichten über die Türkei erzählt und ein Rätsel für den Heimweg: In einem Café betrug die Rechnung auf dem Tisch von 3 Personen 15 Euro. Als die Gäste (jeder 5 Euro) bezahlt hatten, stellte die Kellnerin fest, dass sie 5 Euro zu viel berechnet hatte. Um die 5 Euro aufzuteilen, hatten die Gäste eine Idee: Sie gaben der Kellnerin 2 Euro Trinkgeld und nahmen sich je einen Euro. 4 Euro ...mal 3 Gäste macht 12, plus 2 Euro Trinkgeld 14. Was passierte mit dem letzten Euro?
Mustafa hab ich dann im Kebab-Haus getroffen. Er hat mich auf ein superleckeres Gericht eingeladen (so eine Art Rührei, aber lecker gewürzt, mit Paprika, Zwiebeln, Tomaten, Chili) und hat mich dann dem schwäbelnden Besitzer der Bar vorgestellt. Irgendwann hat er mich mal kurz mit dem alleine gelassen, weil er mit irgendwelchen Freunden, die extra aus Izmir gekommen waren, in der Stadt noch Geschäfte machen musste. Als er zurück kam, hat er mir ne Rose mitgebracht. Na ja, dachte ich da noch. Nett. Dann sind wir runter zum Meer spaziert, durch die Stadt und dann noch in eine Bar, wo im Hinterhof Live-Musik gemacht wurde. Auf dem Weg dahin meinte er mir die ganze Zeit den Arm umlegen zu müssen. Das hab ich dann aber mal direkt abgeblockt. Der war auch so ca. 65-70 oder so. Hallo?! Danach war der Abend echt gelaufen. Daher hab ich in der Bar dann irgendwann gesagt, dass ich supermüde sei und nach Hause wolle. Dabei war die Musik und die ganze Atmosphäre superschön und überall Einheimische, die fleißig Raki getrunken haben und mitklatschten und sangen. Das war auch super unhöflich von mir, aber anders konnte ich die Situation nicht auflösen. Na ja…
Bye, Bye, Turkiye...
Am nächsten Vormittag haben Jessica & ich noch ein wenig am Pool rumgegammelt (übrigens an der Hotel-Pool-Bar arbeiten 3 Kerle, die haben sich da den ganzen Tag nur die Beine in den Bauch gestanden, so was *kopfschüttel) und sind zum Mittagessen noch mal in den Kebab-Laden, wo ich ihr den ehemaligen Schwaben vorgestellt habe, weil es für sie ja nur von Vorteil sein kann, wenn sie jemanden kennt, der Deutsch spricht und ihr gegebenenfalls auch wegen eines Jobs helfen kann. Wir haben da gesessen, er hat uns noch ewig viele Tees ausgegeben, Nachtisch (frisches Obst, das immer wieder neu kam – soo lecker), eine Besonderheit aus der Gegend (Schnee + Sirup) vorgestellt und dann hat er uns noch Keramik aus seinem Dorf geschenkt, die sein Vater gemacht hatte. Supercool! Und mir hat er angeboten, mich nach Izmir zum Flughafen zu fahren, was mir eine kleine Odyssee per Dolmus erspart hat.
Von daher hab ich dann noch in Ruhe den Nachmittag ausklingen lassen, durfte meinen Koffer bei Jessica im Zimmer parken und bin dann gefahren worden. Besser kann es doch gar nicht gehen. Er hat dann auch die schöne Route genommen und hat mir noch schöne Ecken rund um Kusadasi gezeigt, auch einen supertollen Strand (den man leider nur mit dem Auto erreicht und wo ein Hotel mit hohen Mauern steht, das speziell für strenggläubige Muslime ist), vorbei an Olivenbaumhainen, Orangenbäumen, usw. Das war echt noch mal schön.
Und dann ging’s ab nach Hause…
So, wer’s bis dahin geschafft hat – Glückwunsch! Das gibt definitiv den Kleini-Fleiß-Preis.
Übrigens, hier noch mein absoluter Gute-Laune-Hit des Monats.
















































































































































































































































































































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