Dienstag, 15. Dezember 2009

Oktober 2009

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin. Johanna, Christian und Maksim besuchen. Traditionell einmal im Jahr. Mann o Mann ist der kleine Zwerg groß geworden. Wie schnell das geht.

1. Tag
Am 1. Tag wandere ich entlang der "East Side Gallery". Unglaublich, dass ich mir das auf meinen diversen Berlin-Besuchen noch gar nicht angeschaut hatte. Hier ein paar Eindrücke (das ein oder andere erkennt man ja sicherlich wieder...):




Der Bruderkuss








Nach einem kurzen Stopp bei Starbuck's (ja, ich bin ein Kapitalist..;-) bin ich ins Museum am Checkpoint Charlie, weil ich da das letzte Mal vor ca. 10 Jahren gewesen bin. Merke mal wieder, dass man nach 2 Stunden Informationsaufnahme seine Gehirnkapazität aufgebracht hat. Aber ziemlich interessant; wobei der Eintrittspreis eine absolute Frechheit ist.





Ja, ja, 1 Euro für ein Bild - pff, ohne mich....



Bin dann noch um die Ecke zur "Topographie des Terrors", aber durch das viele Laufen und die viele Information bin ich da eigentlich nur noch ohne Sinn und Verstand an den Infotafeln vorbeigelaufen. Irgendwann geht's einfach nicht mehr. Bin aber, wie immer fasziniert, wie viel Geschichte einem in Berlin auf Schritt und Tritt begegnet.



Am Gendarmenmarkt:

Die Gaffel-Seuche hat sich jetzt wohl deutschlandweit ausgebreitet....

Bin noch ein bisschen durch die Stadt bis zum Gendarmenmarkt gelaufen, hab mir da noch ne Ampelmann-Tasche gekauft (und konnte mich mal wirklich ne halbe Stunde nicht entscheiden, welche es denn hätte sein sollen - ja, auch bei mir kommt das vor), und hab in der untergehenden Sonne ein Feierabend-Bier getrunken. So lässt es sich leben.

2. Tag
Morgens im Park joggen gewesen (merke, Herr Personal Trainer!). Dann getreu nach dem Motto "Einfach auch mal viel mehr Museum", bin ich wieder losgetapert. Erstmal Ausstellung am Alex, wo an die Bürgerbewegung in der DDR und den Mauerfall erinnert wird. Ne wirklich schöne Sache, weil das wohl eine Ausstellung ist, die dort sehr lange öffentlich zugänglich ist, und man sich das dann quasi Tag für Tag stückchenweise zu Gemüte führen kann.
Gestört hat nur das Oktoberfest-Zelt + Buden, die da auf der anderen Seite aufgebaut waren. Muss das wirklich sein?!



Ja, das wohl berühmteste Plakat der Bundestagswahl 2009:


Im Jüdischen Museum hab ich mehrere Stunden verbracht. Das letzte Mal war ich hier mit meinem Vater, hatte aber ganz schön viel wieder vergessen. Ziemlich beeindruckend und eines der besten Museen, in denen ich jemals war.
Nur, dass man hier auch wieder mehrere Tage braucht, um die Informationen in ihrer Gänze erfassen zu können....

Jüdisches Museum

Dann Richtung Gedächtniskirche und Ku'Damm. Denn kein Berlin-Urlaub ohne extensives Shopping. Was ich in Köln üüüüberhaupt nicht abkann, mach ich in anderen Städten doch ganz gerne. Bin auch immer noch überzeugt, dass der H&M hier deutlich andere Sachen im Sortiment hat ;-)....


SHOPPING!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Abends hab ich Johanna ins Dunkelrestaurant (http://www.unsicht-bar-berlin.de/unsicht-bar-berlin-v2/de/html/home_1_idee.html) eingeladen. Interessant wie offen man miteinander reden kann, wenn man die Gestik und Mimik des anderen nicht sehen kann und sich nicht in die Augen guckt. War aber auch ne coole Esserfahrung. Man hat teilweise wirklich raten müssen, was man denn da eigentlich auf dem Teller hatte. Und dass einem auch manchmal die Vokabeln für die jeweiligen Gemüse fehlen, liegt wohl eher an meiner mangelnden Gemüse-Expertise. Wir hatten einen supernetten Kellner, der mir mehrfach das Kompliment gemacht hat, ich "würde strahlen". Find ich schön. Hab ich mich gefreut.
Auch krass wie hilflos man sich fühlt, wenn man nicht sehen kann. Um den Rest vom Teller zu kriegen, hab ich dann auch die Finger benutzt - aber nicht weitersagen, ne?!

3. Tag
Am 3. Tag wollte ich noch mal ein bisschen die alternative Einkaufsszene am Prenzel- Berg angucken. Was haben die da tolle Geschäfte. Auch tolle Möbelgeschäft. Und toller Spökes (Gormann-Straße, sehr zu empfehlen!). Und so viele kleine Cafés. Ich bin ja ganz hin und weg. Wenn jetzt nicht mein Geldbeutel am Tag vorher schon so geschrumpft wäre.... Na ja, bin da durch die Gegend gelaufen, war im Mauerpark (lohnt sich gar nicht); und ne Handtasche und ein Stadt-Land-Fluss-Tischset sind es dann doch geworden (*schäm). Nur für ne Wurst bei Berlins berühmtester Wurstbude (Konnopke) hat es nicht gereicht - da hatte ich wirklich noch keinen Hunger. Das mir das mal passiert. Zu ner Currywurst sage ich doch nie nein...



Bisschen noch in die Hackeschen Höfe,

zum Roten Rathaus. Einfach gelaufen, gelaufen, gelaufen. Was taten mir danach die Füße weh. Ich bin halt auch nicht mehr die Jüngste, ne?!

Abends haben Johanna und ich unglaubliche Mengen Sushi vertilgt (da hatten wir uns in der Menge doch ein wenig verschätzt) und uns "Departed - Unter Feinden " angeguckt [wann wir uns jetzt "Manche mögen's heiß" angeguckt haben, ist mir entfallen]. Also, vielmehr ich habe geguckt, während Johanna relativ zügig im Sitzen eingeschlafen ist. Ja, Kinder haben scheint echt anstrengend zu sein.


4. Tag - Tag der deutschen Einheit
Sind alle zusammen Richtung Brandenburger Tor gelaufen. Es sollten sich nämlich eigentlich die kleine Riesin und der große Riese auf der Straße Unter den Linden treffen und außerdem war auch Riesen-Volksfest mit Buden auf der anderen Seite des Brandenburger Tors. Wenn man da mal hingekommen wäre. Nicht, dass man grundsätzlich damit hätte rechnen können, dass am Tag der deutschen Einheit, einem Feiertag (!), der an einem Samstag (!) liegt in Berlin (!) ein paar Hundertausend Leute unterwegs sind. Nein. Wieso dann auch die Massen in vernünftige Bahnen leiten? Wieso eine einheitliche Kommunikationsstrategie (laufen sie mal da hinten rum, da kommen sie auf die andere Seite - da nach ewigem Durchzwängen angekommen: Nee, hier is zu, ist alles überlaufen) haben? Da verliert man echt die Lust. Wir also nur ne Currywurst gegessen und wieder zurück.

Abends waren wir im Maksim-Gorki-Theater (Der Zauberberg von Thomas Mann). Wobei mir da eindeutig zu viele entblößte Penise (als Metapher für ne Pistole - naaa ja, far fetched) zu sehen waren. Die Inszenierung war schon ziemlich gewöhnungsbedürftig - so würde ich das mal formulieren. Der Anfang, wo erstmal geschlagene 10 Minuten gar nix passierte, so dass das Publikum langsam nervös wurde, war aber in der Retrospektive eigentlich ziemlich cool. Johanna hat wieder selig geschlafen. Ist doch auch was wert ;-D. Da zieht sich ein roter Faden durch unsere Berliner Theater-Besuche.

Sonntags bin ich dann wieder heimwärts gefahren - schön 1. Klasse (war nur 10 Euro teurer als 2. Klasse, da dachte ich, das wäre ein guter Urlaubsabschluss....).

Danke nochmal, Johanna & Christian, für die Unterkunft und die Überlassung des Zimmers, für das Bekochen, für die Verpflegung, für die Gastfreundschaft! Ich komme gern wieder - ich spül dann auch wieder ein paar Runden ;-)

Der Oktober hatte sonst auch noch im weiteren Verlauf einiges zu bieten:
Mit Rüdi und Kollegen (Christoph kam auch nachher dazu) ging's zum Ehrenfeld-Hopping (http://www.ehrenfeld-hopping.de/), wo man in möglichst vielen Kneipen Stempel sammeln musste (um dann bei jedem 5. Mal ein Kölsch/Getränk umsonst zu bekommen). Dabei festgestellt, dass Ehrenfeld eine ganz schöne Kneipenszene mit echt guten Läden hat. Allerdings am nächsten Tag festgestellt, dass ich mich an 2-3 Läden auch nicht mehr wirklich erinnern kann. Rüdi & ich haben auch schon relativ früh die Segel gestrichen. Bei mir lag es wohl auch daran, dass ich mich vorher schon mit Norman zum Fußballgucken (WM-Quali gegen Russland) in Gottes grüner Wiese (Caro kam dann noch dazu in der 2. Halbzeit) getroffen hatte (*blush).

Kollegin Vivi zog um. Vom Dachgeschoss (ohne Aufzug!) ins Dachgeschoss (ohne Aufzug!). Das Hilfsangebot hab ich dann doch bereut... ;-). Da ist übrigens noch ne Essenseinladung offen...

Die Kollegen vom Flurnachbarlehrstuhl organisierten ne Pokerrunde. Ich eine der zwei anwesenden Frauen. Allerdings zweimal die Jungs mit der "2 & 7"-Kombination über den Tisch gezogen. Trotzdem 10 Euro verloren. Wat willste maachen...

Für Alex und Katja hab ich (das lange versprochene) "Ihr habt noch einen gut"-Abendessen gekocht. 4 Gänge mit Kürbis-Kokos-Suppe, warmem Ziegenkäse auf Rucola, Pasta-Gericht und Quarkmousse-Dessert. War selber ziemlich von mir beeindruckt. Danach haben wir noch mein neues "Stadt-Land-Fluss" eingeweiht. Das war auch ziemlich lustig. Auf was für Ideen wir doch so kommen. Nur das mit den Flüssen müssen wir alle eindeutig noch mal üben.

Köln Comedy ist natürlich auch immer Pflicht. Nachdem es mit Hagen Rether mal wieder nicht geklappt hat (da ist aber auch irgendwie der Wurm drin), blieben noch FiL aus Berlin (mit den Mädels + Christoph & Boris), den ich allerdings lustiger in Erinnerung hatte und Marc-Uwe Kling (http://www.marcuwekling.de/blog/2009/01/07/neues-programm-die-kaenguru-chroniken/). Bei dem waren echt wenig Leute, wobei der richtig lustig war. Großartige Geschichten von seinem Zusammenleben mit seinem WG-Partner, dem kommunistischen Känguru. Zum Schießen.

Gegessen wurde auch noch mehr: Einmal war Kochen mit den Jungs angesagt (wo ich auch meine Kürbissuppe zum Besten gegeben hab) und der langersehnte Weihnachtsgeschenk-Bulgarische-Abend bei Üt (das Brot - läääääckär *lol)...

Ende Oktober ging es dann nochmal nach Hamburg zur alljährlichen Markentagung. Auch hier leistete der blaue Flitzer wieder gute Dienste und brachte allemann (und für 5 Leute kann das auf die Dauer ganz gut eng werden) sicher in die Hansestadt. Abends waren wir dann noch in "Oma's Apotheke" essen. Die Markentagung verlief reibungslos. Abends waren wir dann nach überstandener Verlobungsfeier auf dem Kiez. Die Jungs so lange, dass ich bei Alex noch eine Rückfahrt gut habe (aber danke, Herr Fahrer - hast du gut gemacht, und die Affen-Puff-Geschichten retteten meinen Tag *lach).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.