So, jetzt also nur noch eine Woche und dann lande ich Gruendonnerstag in Frankfurt. Ui, die Zeit ist verflogen wie nix. Und mein Geld auf meinem Konto auch, by that matter. Daher habe ich das Jetboat-Fahren geknickt und schreibe lieber Blog. Nicht, das sonst Beschwerden kommen, wa? Bin gerade in Queenstown und da das hier das “Adventure Capital” ist, kann man hier unglaublich viel Geld lassen: Raften, Bungeespringen, Jetboat fahren, Paragliding, Skydiven, alles, was das Herz begehrt. Aber habe gestern auf meinen Kontostand geguckt, und jetzt gibt’s nur noch Wasser und Brot (nee, Scherz, aber wenn ich wieder in Koeln bin, dann)…
Da ich auch mal wieder ne relative schnelle Internetverbindung erwischt habe, gibt's entsprechend viele Fotos.
Also, los geht's.
Am Montag bin ich also bei den Gletschern losgefahren, morgens um 7.30, da ich unbedingt die Spiegelbilder bei Lake Matheson sehen wollte, bevor der Wind die Wasseroberflaeche zu sehr kraeuselt. Hab auch verdammt schlecht geschlafen, weil die 3 israelischen Jungs in meinem Zimmer ALLE geschnarcht haben. Unglaublich. Den ueber mir hab ich von unten zwar getreten, aber das hat nur temporaer geholfen (und einmal hat er es mir mit 3 fetten, lauten Pfuerzen gedankt, EKELHAFT, echt). Kaerle, Mann o Mann.
Bei Lake Matheson war es noch ein wenig neblig, aber kurioserweise kann man die Southern Alpes fast besser im Spiegelbild erkennen. War aber sehr ruhig und nett dort, genau richtig fuer einen Morgenspaziergang
Weiter ging's zu Gillespie Beach, wo das Meer Baumstuempfe und Aeste abgeladen hat, sieht sehr skurril aus, das Ganze. Kuenstler und andere Menschen haben dann dort Steine abgelegt, was dann dem Ganzen noch einen surrealeren Touch gibt.
Beim Peak View Point hatte ich noch einmal einen grossartigen Blick auf die Southern Alpes und den Fox Glacier und Kea-Papageie kreischten dort um die Wette (die einzigen alpinen Papageie, uebrigens).

Der Fox Glacier
Weiter ging's ueber Bruce Bay

den Aussichtspunkt Knights Point (wo ich mich dann vom Meer, d.h. der Tasman Sea verabschieden musste :( )

ueber den Haast Pass

in die Ebene. Unglaublich, wie oft die Landschaft gewechselt hat in den paar Stunden. Faszinierend. Generell kann man sagen, dass sich die Suedinsel von der Nordinsel insbesondere darin unterscheidet, dass man immer Berge im Hintergrund hat, ob direkt neben einem oder rechts und links in weiterer Ferne. Ausserdem gibt es deutlich mehr Bewaldung (auch Regenwald) und es deutlich gruener. Also, anders, aber auch superschoen...

zu Lake Wanaka.
Hier noch Lake Haweka.
Nach einem kurzen Stopp in Wanaka selbst, ging's durch weite Ebene, dann vorbei an Lake Dunstan, an Weinguetern vorbei durch den Kawarau Gorge (mit kurzem Stopp an der Bungee-Site, wo aber gerade keine Spruenge gemacht wurden - leider) nach Queenstown.

Weingut in toller Lage
Gestern bin ich dann zur Tour in den Milford Sound um 07.15 Uhr (verdammt frueh!!) abgeholt worden. Im Nachhinein bin ich echt froh, dass ich die ganze Kurverei nicht selbst fahren musste - insgesamt waren wir 13 Stunden unterwegs...
Hatte mich fuer den BBQ-Bus entschieden (ja, wo es umsonst was zu essen gibt, bin ich ja wohl dabei). War wirklich nett, weil es auch eine ganz kleine Gruppe (16 Leute) war, und nicht so ein Riesen-Reisebus. Auch hier wieder "Natur pur" - vorbei an Te Anau, durch Ebenen mit Landwirtschaft, in den Nationalpark mit dichtem Regenwald (insbesondere Silver und Red Beach-Baeume, wie ich gelernt habe), an nem Fluss entlang, und die Berge wurden immer hoeher bis wir irgendwann im Tal des Milford Sound waren...

Ja, eigentlich Klischee, gibt's aber wirklich
Die Mirror Lakes - auch hier wieder Spiegelbild besser als so zu gucken...

Irgendeiner von den Bergen war "Mt. Christina" (YEAH!!!)

Der Barbecue Stopp - wirklich lecker...

Nick beim Braten

Kristina beim Warten
Blick vom Stopp nach dem Homer-Tunnel:

Na, wer findet hier den Homer-Tunnel? (Krasses Teil uebrigens, unglaublich dunkel, und nur einspurig befahrbar -und wenn man Pech hat, muss man 15 Minuten auf gruen warten...):
Endlich angekommen beim Milford Sound (der eigentlich ein Fjord ist und kein Sound, weil er durch Gletscheraktivitaet entstand) sind wir aufs Boot gestiegen. War superschoen. Die Berge erhoben sich majestaetisch und imposant auf dem Wasser, es war ruhig und entspannt. Wirklich ein toller Ausflug!!

Mitre Peak (links) - so benannt, weil er einem Kardinalshut aehnlich sieht - der groesste direkt aus dem Wasser kommende Berg hier uebrigens (geht nach unten dann weiter)

Robben in der Sonne:
Angeblich sieht man von dem Wasser dieses Wasserfalls (Sterling Falls) 10 Jahre juenger aus, deshalb werden die mit dem Boot immer angesteuert. Hab mich da schleunigst von Deck verzogen, werden so ja staendig schon nach meinem Ausweis gefragt...
Ein letzter Blick:

Nach der Rueckfahrt, auf der ich erst geknackt und dann den Film "The World fastest Indian" (neuseelaendischer Film mit Anthony Hopkins) geguckt habe (mit Happy End, sehr schoen), bin ich noch kurz durchs City Centre gelaufen. Hier ist auch jeden Abend die Hoelle los - unglaublich viele Kneipen, Clubs und soooo viele Backpacker...

Queenstown @ Night
Heute Morgen bin ich ein wenig durch die Stadt gelaufen - lustig, hier hat man ueberall (auch in den Bergen und so) keine Ampeln an den Baustellen, sondern Menschen, die ein Stop und Go-Schild umdrehen. So kann man auch Arbeitsplaetze schaffen...

Hier der Blick auf Queenstown am Tage:

Mit Winterjacke, morgens ist es dann doch ein wenig frisch...
Bin dann mit der Gondel hoch auf den Berg gefahren. Dort hatte man einen tollen Blick auf Queenstown selbst und die Surroundings (Remarkables Bergkette, Lake Wakatipu, Queenstown Berg etc.). Einfach schoen. Und das Wetter hat auch perfekt mitgespielt...


Irgendwie gerate ich immer an die Leute, die das mit dem Fotografieren nicht so recht koennen... (oder liegt's am Motiv... hmhm)
Bin dann den Wanderweg entlang gelaufen, wo ueberall Infos aufgestellt waren, die die Gegend erklaert haben (gibt es hier quasi ueberall, find ich richtig nett). Die Geschichte von Lake Wakatipu kann ich auch mit euch teilen. Sein Wasserspiegel hebt und senkt sich im 5-Minuten-Rhythmus. Die Maori sagen, dass im See das Herz des daemonischen Riesen Matua pocht, dder einzige Teil seines Koerpers, der uebrig blieb, als der junge Krieger Matakauri ihn verbrannte, nachdem er seine Liebste Manata aus den Klauen des schlafenden Ungetuems befreit hatte.