Dienstag, 6. April 2010

April 2010

Ostern im Westerwald ODER Wer nicht Autofahren kann,.....

Tobi versteckt sich.... ;-)

Ostern ging's natürlich in den Westerwald. Zu Hause ist es doch immer noch am schönsten. Und da gibbet halt auch immer das leckerste Essen und man muss selber nur ganz wenig tun.
Einziger Wermutstropfen: Mein Bruderherz schrottete am 01. April das Auto. Ja, genau das Auto, dessen identischem Vorgängermodell er vor ein paar Jahren auch schon mal einen Totalschaden beschert hat. Ja, wer nicht Autofahren kann, der soll es lassen ;-). Nee, aber mal im Ernst. So genau weiß man nicht, wie es passiert ist. War halt eine Blumenbeetbegrenzung im Weg und da ist dann einfach mal der ganze Unterboden drüber gerutscht... So it is. Musste doch mal ein kleines Tränchen verdrücken. Die meerblaue (Modell "Ocean") Farbe ist mir schon ein bissel ans Herz gewachsen...


Expedition Colonia - volles Stadtentdeckungsprogramm

Ja, auch dieses Jahr gab's wieder das Stadtentdeckungsfestival Expedition Colonia.
Begonnen haben Ute und ich mit "City Parkour - It's time to move" ["Move Artistic präsentiert Parkour-Workshops inmitten der Kölner City. Erleben Sie in der Kölner Innenstadt (Globetrotter Kaufhaus) die Faszination dieser jungen, trendigen Bewegungsform. Erfahrene Trainer vermitteln die grundlegenden Techniken. Kinder können auf spielerische Weise ihren Koordinationssinn schärfen und motorische Fähigkeiten entwickeln. Jugendliche und Erwachsene lernen ihre Grenzen kennen und fordern sich selbst mit jeder Aufgabe immer wieder neu heraus."]. War natürlich genau zwischen Globetrotter und Karstadt, so dass alle Einkaufenden mal gemütlich stehen geblieben sind und uns zusahen. Da hatte ich auch grad die Ankündigung gemacht, dass hier bestimmt gleich jemand vorbei kommt, den ich kenne, hörte ich auch schon ein "Frau Klein, das machen Sie also in ihrer Freizeit?!" von Frau Schmidt. Köln ist wirklich ein Dorf. Hat aber Spaß gemacht, auf die Hindernisse zu kommen, wobei meine Einlagen teilweise doch etwas gequält ausgesehen haben müssen. Auf jeden Fall dachte ich, cool, könnte man eigentlich mal für regelmäßige Bewegung in Erwägung ziehen.
Allerdings hatte ich dann nicht damit gerechnet, dass ich mich 2 Stunden später nicht mehr würde bewegen können. Ja, Oma Kristina hatte nen Hexenschuss. Alter Falter, das hat wehgetan. Aber da meine Eltern auch noch zu Besuch waren (Führung als Geschenk zu Papas Geburtstag) und ein Gratis-Abendessen winkte, hab ich mich dann doch langsam und gequält Richtung Mexikaner aufgemacht. Die zwei Tequila Sunrise haben nicht wirklich geholfen, aber direkt im Anschluss wartete schon die zweite Führung mit Christoph auf mich. Und die hatte ich ja nun mal schließlich bezahlt (getreu dem Motto "hier kommt nix weg"). Bei "Ach, wat es uns Kölle doch so schön - ein abendlicher Spaziergang durch die Stadt" bin ich dem älteren Führer mit Krücke (!!!) hinterhergehinkt wie ne alte Frau; wir waren immer die letzten und haben so oft den Anfang vieler Geschichten verpasst. Was sich da wohl unsere Mit'führenden' gedacht haben. Aber einiges Neues hat man doch tatsächlich wieder gelernt. Rund um das Museum Ludwig folgt alles einem künstlicheren Plan, daher darf dort auch nichts geändert werden. Das jüdisches Kunstwerk, mit der in den Boden eingelassenen Schiene, die über die Brücke nach Deutz geht- dort war die Sammelstelle für die Deportation - war mir eigentlich noch nie bewusst aufgefallen. Dass der Heinrich-Böll- Platz deshalb ansteigt, weil dies eine Düne symbolisieren soll, bei der einem am höchsten Punkt der Blick auf den Rhein eröffnet wird (ja, Meer hamma hier nicht), war mir ebenfalls neu. Auch dass neben der großen Piazza noch ne kleine Piazzetta existiert, dass Köln bei der Philharmonie einen Gefängnisturm hatte und dort eine Straße ist, die ca. 10 m lang ist, und dass Kölner es mit Straßenschildaufhängen nicht so wirklich haben....
Wer sich im Viertel bei Groß St. Martin rumtreibt (übrigens sehr nett zu wohnen), kann dort am Brunnen Mühle spielen, da sich dort ein eingelassenes Mühlespiel und ein Labyrinth drauf befinden. Die kleine St. Martins-Figur find ich übrigens immer sehr putzig. Groß St. Martin lag früher tiefer (den alten Eingang kann man links noch sehen, da geht's Stufen runter.
Den Rote-Funken-Platz in der Altstadt kannte ich auch nicht wirklich - interessanterweise verpflichten die sich in ihrem Schwur zum Bützen und Saufen (sehr sympathisch *lach). Bei den Steinen zum Gedenken an die Aids-Opfer ist auch Keith Haring dabei - obwohl ich da so oft drübergelaufen und auch stehengeblieben bin, ist mir auch das nie wirklich ins Auge gefallen. Jetzt weiß ich auch, wo die alte römische Brücke über den Rhein auf die andere Seite zum Kastell in Deutz ging, dass St. Maria Lyskirchen nur ein Turm hat (auch ständig gesehen, wenn ich mal wieder auf Björn gewartet hab, der mal wieder zu spät zum Laufen kam). Von Bürgern erbaut und finanziert, sehr coole Krippe drin - lohnt sich zur Weihnachtszeit definitiv. Das alte Fußgängertor der Stadtmauer ist mir auch irgendwie entgangen - dorten wurde Graben unten her gegraben um in die Stadt zu gelangen. Das Overstolzenhaus sieht auch sehr einladend aus. Schade, dass man das nicht für Veranstaltungen mieten kann. Coole Location.
Na jedenfalls war ich an dem Abend froh, als die Führung (die länger gedauert hat, als angekündigt - sic!) vorbei war. Das war echt nicht lustig!

Daher war die Führung in der Woche drauf deutlich angenehmer: Köln als Weg - Geschichten aus der merkwürdigsten Stadt Deutschlands mit Marina Barth, der Chefin des Klüngelpütz-Theaters und von Beruf Kabarettistin. Die hatte sich auch tatsächlich die "Highlights" Kölner Stadtgeschichte rausgesucht. Oh Mann o Mann, wenn es nicht so lustig verpackt wäre, könnte man eigentlich manchmal über die Kölner nur noch den Kopf schütteln...
Z.B. die römische Straße rechts neben dem Römisch-Germanischen-Museum: Ursprünglich war die Straße ganz woanders, die passte nur so da nicht hin, also musste sie verlegt werden. Um das möglichst naturgetreu zu gewährleisten, nummerierte man alle Steine dieser Straße - allerdings nicht mit wasserfester Farbe, d.h. die Nummern wurden bei einem Regenschauer abgewaschen. Also hat man es eher so pi-mal-Daumen gemacht. Die Kölsche Lösung eben. Die Straße sollte übrigens ne Hafenstraße sein. Allerdings war dort, wo sie endete eigentlich nie ein Hafen. Also liegt da jetzt ne Straße, die so nie ausgesehen hat, an einer Stelle, wo sie selbst eigentlich nie war und führt zu einem Hafen, der auch nie da war. Na ja. Sieht aber gut aus ;-)

Danach ging's zum Heinrich-Böll-Platz, den ja 3-4 Leute bei Konzerten absperren müssen (ABM!!), weil man das in der Philharmonie hört, wenn da jemand drüber geht. Ganz groß. Die Kölner Philharmonie ist übrigens von der Akustik her eine der besten Philharmonien der Welt. Da ist sogar der Stoff der Stühle so ausgewählt, dass es vom Klangerlebnis her keinen Unterschied macht, ob da jemand drauf sitzt oder nicht. Demnächst geht da allerdings die U-Bahn drunter her und das wird man wohl auch hören (ich frag mich echt, wer da bitte im U-Bahn-Planungsausschuss sitz - das ist ja wirklich nicht normal soviel Dilettantismus). Vielleicht fährt dann die U-Bahn einfach während der täglichen Aufführungen zwischen 19.30 Uhr und 22.30 Uhr nicht. Die Kölner sind ja Kummer gewöhnt wegen der Nord-Süd-Bahn... Wenigstens würde sie ja dann überhaupt mal fahren, nä?!



Danach ging's über die Love-Bridge mit den vielen Schlössern (Will auch!!). Danach gab's dann noch ein Brautpaar dazu - wie bestellt, möchte man sagen. Kurzzeitig hätte Christoph Caro und mich wohl gern die Brücke runtergestoßen, weil wir dann mal über Hochzeiten etc. philosophiert haben. Nicht, dass das jetzt für mich irgendeine Relevanz hätte. Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben.




Am Kaiserdenkmal, das tatsächlich zur Alpin-Route des Alpenvereins gehört (da klettern auch regelmäßig Leute hoch), ging's zum LVR-Turm (bzw. Triangle Tower)




Der Name KölnTriangle ist eine Anspielung auf den Grundriss des Hochhauses, der einem bogenförmigen Dreieck ähnelt. Der genaue Fachbegriff für solche bogenförmigen Dreiecke lautet Reuleaux-Dreieck. Das Reuleaux-Dreieck ist die Grundform des Wankelmotors, welche wiederum die Idealform des Ottomotors ist. Die Form des Gebäudes wurde gewählt, da es die Hausnummer Ottoplatz 1 trägt und in unmittelbarer Nähe – am Bahnhof Deutz – ein Denkmal zu Ehren Ottos steht. Da hat sich doch der Architekt mal wieder viele Gedanken gemacht...
Wer übrigens die Event-Etage mieten möchte - "nacht" kostet sie schon mal 8.500 Euro Miete. Also, wer noch Geld loswerden möchte....
Vorbei an DEM Regionale 2010-Projekt der Stadt Köln, der Freitreppe, die bis an die Ufer des Rheins gehen soll. Sieht bestimmt gut aus, wenn es denn mal fertig ist (sollte eigentlich genau jetzt fertig sein), aber bisher ist noch gar nichts passiert. Na gut, man hat ein paar Bäume abgeschlagen. Immerhin.
Auf den Poller Wiesen hat man übrigens nur für den Papstbesuch 2005 die restlichen Minen aus dem 2. Weltkrieg weggeräumt. Gut, ne, wenn man überlegt, dass die Wiesen seit Jahr und Tag Kölner Naherholungsgebiet sind. Na ja, wie würde der Kölner sagen. Ist ja noch mal jot jegange....


Zum Abschluss gab's noch ein lecker Eis.... (tatsächlich hab ich, glaub ich, dieses Jahr insgesamt schon mehr Eis gegessen als das ganze letzte Jahr)...



Abends ging's dann zum Ehrenfeld"hopping"; wobei ich nicht wirklich gehoppt bin. War erst im Lizbät mit Norman und hatte einen leckeren herzhaften Crepe, dann gab'sGeburtstagsfässchen im Point One mit und von Heri (also Mühlenkölsch schmeckt bei aller Liebe nicht); und dann ging's auf Grund einer Riesen-Schlange bei der Mittanzgelegenheit in die Papierfabrik (eigentlich ganz coole Location - alte Fabrikhallen, wo Bands aufgetreten sind - wir haben in erster Linie "Die Rakede" gesehen, aber die waren echt ziemlich gut). Am Sonntag hab ich dann wegen Schlafmangels das ganze schöne Wetter verschlafen....

gesehen in Ehrenfeld:



Bei der letzten Führung hieß es ab in den Kanal, in den Kronleuchtersaal. Eigentlich ein Regenentlastungsbauwerk (http://www.steb-koeln.de/geschichte.html?&L=rjavypjcbn), aber da werden auch Konzerte gegeben. Sehr lecker, insbesondere der Geruch... Die „Gute Stube“ der Kölner Kanalisation schmückt sich nämlich mit einem Kronleuchter. Die Konzertgäste kriegen aber ein Petersiliensträußchen in die Hand, an dem sie dann den Geruch der Sch.. übertünchen können. Ist auch wirklich nicht so der leckerste Anblick, wenn das 'Flüsschen' da vorbeiläuft. 120 Jahre alt ist das ganze. Eigentlich sollte es Kaiser Wilhelm II begeistern (deshalb auch der Kronleuchter). Der hat sich dann aber lieber die Truppen angeguckt . Kann man auch irgendwie verstehen. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass die Kölner Kanalisation in Teilen so mannshoch gebaut ist, dass man von Köln nach Berlin bzw. Mailand laufen könnte. Das es über 60.000 Kanaldeckel gibt, die deshalb rund sind, weil sie auf Grund ihres Durchmessers nicht in den Schacht fallen können (merke für nächstes Bewerbungsgespräch). Darüber hinaus haben wir gelernt, dass das Pumpwerk an der Schönhauser Straße nicht nur bei Hochwasser die Farbe wechselt, sondern dass man das auch Rot-Weiß schalten kann, z.B. wenn Karneval ist oder der FC mal gewinnt. Weisste Bescheid ;-)

Bissel Kultur

Samstagabend war ich dann noch bei (Onkel) Thomas in der Schule, wo das ArtSpecial 2010 stattfand. Die Schüler haben da richtig was auf die Beine gestellt. Wobei manche "Kunst" jetzt als solche für micht nicht zu erkennen war. Aber ich bin ja auch ein ziemlicher Banause, was das angeht.... Wirklich gefallen hat mir allerdings die Umsetzung der Romane "Die Stimmen des Flusses" (Jaume Cabré) und "Corpus Delicti" (Juli Zeh) in zwei Räumen (ich bin übrigens halber Freund und halber Feind der "Methode" - falls das Buch jemand gelesen hat). Sehr cool war auch die Installation von Erwin Stache. Da war ich echt beeindruckt, was man aus Alltagsgegenständen alles machen kann. Leider hab ich die richtige Performance mit den Schülern nicht sehen können, aber das muss wohl auch richtig gut gewesen sein.
Zum Abschluss gab's dann noch ne Lesung mit Juli Zeh aus ihrem Roman (mit Schülern, Musik, etc.). War auch ziemlich gut gemacht. Da zieh ich doch glatt mal meinen Hut.

Sportliche Aktivitäten

Sonntag ging's dann zum Severinslauf (10 km), auf den mich Björn (der Personal Trainer) schon strategisch seit Wochen vorbereitet hatte (*lach). Alles in allem ist es aber sehr gut gelaufen, bin unter einer Stunde geblieben (59:18) und hab damit das Klassenziel erreicht. Bin doch schon ein wenig stolz auf mich.


Da hatte ich noch ne normale Gesichtsfarbe

Hier war auch noch ok:


Hier jetzt nicht mehr so:


Schluss"spurt":


Das Ergebnis - unter einer Stunde!


Gut im Gesamtklassement war ich nur 145., aber ich finde 21. sieht einfach besser aus :D Vielen Dank an die Supporter Mama, Papa & Caro!!

Danach ging's mit dem neuen Auto (ja, Papa hat ein supertolles, gebrauchtes, Sportflitzerchen (also nen Golf mit Sportausstattung) aufgetrieben und direkt zugeschlagen. Vielen Dank. So mit Auto ist schon besser als ohne. Ich find's toll (dance) (jubel) (thanks).) zum Relegations-Spiel von Ute irgendwo weit weg in die Pampa. Leider hat es nicht für den Aufstieg gereicht (meine Theorie mit dem schlechten Karma meinerseits ist also noch nicht widerlegt), aber es war nur ganz knapp und eigentlich waren es auch nur die (befangenen, blöden) Schiedsrichter schuld. So.

Was war sonst noch so los?
Kommissionssitzungen, Klausuraufsichten, 6 Diplomarbeiten, Blockseminarvorlesungsmarathon (allerdings mit nettem Mittagessen in einer Kneipe, wo der Wirt alles macht (und offensichtlich auch alle Zeit der Welt hat)), Maria und Bernd sind nun verheiratet, Lehrstuhlkaffee wurde mit Fußball (Bayern im Champions League Halbfinale) kombiniert, mit Schädel + Christoph war ich bei "Mann an Bord" - die Carolin Kebekus ist wirklich jut - jefällt mir, jefällt mir; diverse Male GNT mit Üt und Caro (lecker Wraps - yammi...), Bierchen mit Christoph in der Wohngemeinschaft (schöne Location), Kino mit Steffi Barth: Remember Me - war mehr so lala der Film, aber das Ende hätte jetzt wirklich nicht sein müssen.

Ach ja, ich hatte noch Dilettantenschulung von der Stadt Köln für die Wahlvorstände. Erstmal fast nicht gefunden (ja, äh, Südstadt - nicht so mein Terrain) und dann einfach nur schlechte Folien, bescheidene Präsentation (ja, wie sie hier in der Spalte sehen - NEIN, seh ich nicht, weil es einfach dunkel ist, ich hinten sitze und den Wahlzettel so NICHT GANZ SO GUT LESEN kann.... aaaaaaaaaah). Und dann am Ende noch "Das mit dem Auszählen muss man jetzt nicht auf den ersten Blick verstehen, das ist doch ein wenig kompliziert. Kann man ja nochmal nachlesen". WAS IST BITTE AN 4 STAPEL-MACHEN SO KOMPLIZIERT? Das war wirklich ziemlich verschwendete Lebenszeit muss ich sagen.. Eiderdaus...

PS: Hab übrigens letztens was gesehen, was ich als Geburtstagsgeschenk toll fände, wenn man Geld zuviel hätte: Restaurant für Candlelight-Dinner für einen ganz alleine , so dass sich die Kellner nur noch um mich ganz alleine kümmern. Dann eine Sängerin + musikalische Begleitung, die nur für mich spielt. Leckeres Essen. Und dann tanzen.. Was fehlt? Im richtigen Leben? Ach ja, der Mann zu Candlight-Dinner und zum Tanzen. Und der's dann auch bezahlt... ;-)

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